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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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285
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Von dem Heil. Pabst und Kirchenlehrer Gregorio. 285

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Mann von so vilen KetzereyenundJrrthumben gereiniget/mitso/ürtrefstjchen Lugenden er-Züchtet/ und tn so vilen Dingenden Gottödtenft und Heyl derSeelen betreffend / unrerwisenund gelehrt. Bitt JEsum dei-nen liebsten HErren/ daß Erdurch die Fm bitt Mari-/ undseines trewen Dieners GregorrjNr dir auch wolle verbesseren wasIhme und deiner Seelen HeylZuwider. Wünsche. Sl»n Anderen / dtsem Heiligen

Vatter Glück / daß Er durchÜbung der Tugenden sich allzeitMr und mehr der Gaben undMaden Gottes fähig gemacht/daß Cr durch grosse Mühe undArbeit/durch vilfaltige Kranck-N en / Wlderwarttgkeiten undE folgungen nicht ist verdros-'kn und kleinmüthig worden/auch durch die hohe Würde deß<pabstthumbs sich nicht über-nommen/ und in mitten allerAchheit und Retchchumb de-Mhigr gelebt/und alleirrdischeKng weniger geachtet als stnerEremit sein Kätzlein / der dochuttrneynt in einem weit höcherenStaffel der Heiligkeit Gott ge-^enet zu haben als Grcgorius;M aber deme nicht also / hatsIhme geoffenbahret.

Ach mein vam-lscenL! was istdieUrsach/daß du nicht frömer/und in Lugenden nicht reicher/als weil du zur Zeit der Wider-wärtigkeit Leibs und derSeelengleich kleinmüthig wirst/ dich zulieb habest/und nichts wilt ley-den ? L)der aber / wanns dirwohl gehet/du dich erhebest/an-dere verachtest/in allerhand Lust-barkeiten dich außgiessest/undindem Weeg der Tugenden gantzkalt und law wirst ? Ach meinvamsscenr r wie wirds uns der-mahleinist rewen / daß wir dkGnaden GOttes so liederlichverschertzt / und der mffendenSttmm GOttes nicht gesolgek!Sowöllen wir dise Heil. Fasten-Zeit aufstehen von dem Schlaffunsers kalten und lawen Lebens;Es schreyet diser Heil. Vatter/es schreyet sonderlich das bittereLeyden und Sterben ChristiIEsu/ daß wir frömmer undheiliger sollen leben.

Letztlichen / gleichwie Grego-rius in allen seinen schwahrenVerfolgungen und Kranckhei-ten sehr gedulttg gewesen / alsohat Er auch mit grosser Gedultübertragen sein letzte allergrösteKranckheit / von deren IhnneGott erlediget den ir. Mertzen/Nn z im