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Von dem Heiliget! Joachim. 295
Stand bist du? Mein/seye nichtgar zu sorgfältig für das Zeit-liche/ verschwende auch selbigesnicht/ sonder halte das Mittel/nnd trag Sorg für der SeelenHeyl/gib auch GOtt und denArmen / so wert sich dein Haabund Gueth erstrecken mag/undtrag für diejenige Leyd / welchevie zeitliche Mittel mißbrauchen/oder unordentlich zusanlen schar-ten.
Bctwchte/daß weil die HeiligeAnna unfruchtbar wäre/ habedtß paar Ehe-Volck biß m die20. Jahr ohne Leibs-Erben rniteinander gelebt/ deßwegen sichsehr bekümmert und geschämbt/weil bey demselbigen Fleischli-chem Volck die Unfruchtbarkeitfür ein grosse Mehr ist gehaltenworden; Dahero Sie Gott in-ständig gebetten/umb ein gebene-Me Frucht/mit angehencktemVersprecheii/selbige in demTem-pel demHErren zu opsseren.
Erstlich/ mein OsinalcenL lDbwohlen dise zwo HH. Per-whnen wegen Ihrer Unfrucht-barkeit sich äusserlich geschambt/haben Sie doch beynebens Gottgedancket/ daß Er Sie vor derWelt in einen so schlechtlrchenStand gesetzt/und Ihnen ivegen
seiner etwas zu leyden Gelegen-heit gegeben; und was thust duwegen deines sträflichen Wan-dels? Ach mein OLm-sccnL! bekununcre und schäme dich vorGott von Hertzen/und wann duscholl deßwegen verachtet wirst/und mall dich für schlimmer an-sitzet als du villeicht vor GDttbist/erfrewe dich innerlich/undsage GOtt Danck / daß Er diraus lauter Liebe Gelegenheitgibt/ wegen seiner etwas zu ley-den / ulid dardnrch auch etwasabzubüßen.
SINN Minderen / wann schon Io-/achiin und Anna Ihrer Seitsalles angespannet / und GDtteyffertgist umbein Lews- Fruchtgebetten/ »lir Versprechen/ selbi-ge Gott zu opsseren / haben Siesich dannoch dem GöttlichenWillen dergestalten unterworf-fen/ daß Sie gany einfältignichts anders gewollt/ als lvasG-Ott dem HErren lieb und an-genehm wurde seyn. Und wieverhaltest du dich, wann du vonGOtt etwas begehrst und ver-langst ? wilt du nicht zu Zeitengleichstund den Göttlichen Wil-len erzwingen/ und selbigen demdemigen nachsetzen ? Was ist
dann