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Seelen-Wayd für die Schäflein Christi, welche Hunger und Durst haben nach der Gerechtigkeit : auf welche geführt wird Damascena, oder jede den Weeg der Vollkommenheit new-antrettende Ordens-Person, in Betrachtung der vornembsten Heiligen Gottes Tugend und Leben / durch P. Michael Lang, Capitularen zu Einsidlen, dess Heiligen Benedicti Ordens. Erster Theil.
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341
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Von dem Heiligen Vmeentz von Ferraris. M

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uembffe Ampt für die Ehr Got-tes bellen/die Sünder straffen/bekehren / mit GL)tt sie wiederversöhnen / trösten / und die Tu-genden in seinen Zuhörern ein-pflanzen.

Atem VLmrfcevr! WNNN dÜNAmpt nicht ist/daß du sollest pre-digen/so erforsche dich / wie duber Oberen Bellen und Zuspre-chen dir habest zu Nutzen ge-macht? Wann du über das indir selbsten noch ein andersHundlein hörest bellen / das ist/dein Gewissen/welches dich be-Mffr/ daß du villeicht dise/ oderlene Sund annoch nicht rechtgebeichtet/ und darfür genug ge-than/überwinde dich/mrd h^nd-^e deßwegen aufrichrrg.uit d-uem Güstl.ch'u Va/:er / u»' . /-evige dich von Vifer im.e.MM

tturuhe.

Schon im zchenden Jahr sei-ues Alters/predigte Er nicht oh-^ grosse Verwunderung ver-ständiger Persohr.cn/ seinen lie-^USchuhbGeselleu/was Er inMcren Predigten gehört. Erk^tte auch grosse Frewd/ wannaii. ^diger von Maria der"leisten Jüngftawen pre-Hi.igegen sandte Er ein^ MöHertzleyd/wannvondem

bitteren Leyden und SterbenChristi deß HErren etwa« Mel-dung geschache. Er fastete zwey-mahl in der Wochen / abevamFreytag in Wasser und Brodt;deynebenst studierte Er sehr flüs-sig / und übertraffe alle seineSchuhl-Gesellen.

Erstlich/ mein vamascenL ! wieverhaltest du dich bey denjeni-gen/mit welchen du lebst / oderbey andern/ mit denen du mussrundgehen? Redest gern mitIhnen von Geistlichen Sachen/die du gehört oder gelesen hast?Bist du mein v-MLlcenL» alsobeschaffen/daß du nicht gern vonGesslia-en Sachen redest/ undander* auch nicht gern davonreuen hörest/sonder ab unnützemGeschwätz dich erfreüwcst/ist eskein gutes Zeichen ; Lasse dirshechllch leyd seyn/ und besseredich.

Zum Anderen/ glaube festig-lich/ daß wann einer also ver-stockt/ daß Er kein hertzlicheFrewd empfindet / wann manvon Maria redet / auch Ihmenicht zu Hertzen gehet das bit-tere Leyden und Sterben JEsuKhristt/wann Er auch ernstlichan dasselbe gedencket/baß Er inkeinem guten Stand lebe. SoUu z trage