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Betrachtung
und einen Muth zum Leydenmachte. Also
Mein vLMLlcena ! verlasset un-ser lieber HErr und Gott keinen/der Ihnne von Hertzen liebet/und wegen seiner in guter Mey-nung wa6 Wideriges leydet.Hast du es nicht offt selbst erfah-ren / daß wann du ein Kreütz/oder Widerwärtigkeit gehabt/im Stand der Gnaden Gattesgewesen / und ein wahre Liebezum Leyden erweckt/ daß du sel-biges nicht aantz ring habestübertragen können. Wenigenwiderfahrt dise Gnad/daß Chri-stus der HErr/oder seine Heiligeuns sichtbarlich erscheinen / unsstärcken und trösten. Aber dißalles thut und ersetzt Gott ebenso wohl durch sein innerlicheGnad/ durch die Ermahnungdeß Geistlichen Vatters/durchein Geistliches Buch/ oder durchdas Exempel so wohl grosserHeiligen/als derjenigen stockenSeelen/mit denen man lebt/alswann Er Mündlich mit unsthäte reden.
L) wie alückseelig bistdu/wandu dir dise Lehr bißhero rechthast zu Nutzen gemacht ? Ist esaber nicht geschehen/ lasse dirshertzlich leyd seyn / und mache
r
dich in das künsstig diserGnad/verdienstlich was zu leyden/bejstkfähig.
Endlich gedmcke/ daßuns zwar allzeit beystehe/ undwir ohne seine Gnad nichts ver^mögen / aber mit feiner ordm-mGnad müssen wir auch arbeiten/und alle unsere Kräsften anspannnen/und müssen nicht gedencken/daß wann uns was Widrigeszu leyden vorkombt / daß G^tt
gleich mit seiner exirrordinAri
und sonderbahren Gnad mübhelffen/solcheStärcke geben/undein Miracul thuen / daß wirnichts darbey leyden müssu»
GOtt hat seine Märtyrer und
Beichtiger durch grosse Peyn !und Marter/und durch strenge >Versuchungen lang und vil ley^den lassen/ und mit seiner sondersbahren Gnad sich so lang niAsehen lassen/so lang Sie durch dnorciillZn Gnad gestarckt/ habenmögen durchschlagen.
Erforsche dich / ob du delUkKräsften also habest angesEnet/ also dapffer gestritten unuaelidten? oder obdunichtgleMfaul und träg erlegen/und HAmit erzeigt/ daß du G-Ott mElieb habest/der dir ohne Aweu^
um Widern
wie andern frommen