Betrachtung
Morgen ist Er noch grausamerals zuvor/in der gantzen Stadtherumb geschleifft worden/ inwelcher Marter Er im Jahr.Christi 64. unter blerono demKayser/seinen Geist aufgeben.
Mein OLmrlccnL ! Wann dN
für deine Mühe und Arbeit/Komlichkeiten deß Leibs suchest/bist du nicht auß der Zahl derKinder G-Ottes. Lasse es dirhiemit nicht seltzamb vorkamen/und schätze dichglückseelig/wandu nach dem Exempel Christi/und aller seiner aufrichtigenDiener/ für vilfaltige Mühe/ diedu wegen Gott/und der SeelenHeyl auf dich genommen / ver-achtet und erniedriget wirst. Duweist ja/ daß unser jetzige Tnrbßrl/die zeitlich und leichtlich ist/schasseein ewige / und über alle Maaßwichtige Herrlichkeit/ uns / die danicht aufsehen auf das stchtbahre/sonder auf das Ewige, (b)
Du wirst zwar vermeynen/mein i)2msscelia ! daß es keinWunder/daß Marcus mit sol-cher Gedult alle Penn und Mar-ter/ ja den Todt sechsten über-standen/ weil Christus Ihneselbst heimbgesucht/gegrüst/ge-tröstet / und gestarckt. Du soltaber für gewiß halten/daß wann
schon dise Gnad nicht jedemsichtbarlich wiederfahret / dergütige Gort danuoch keinen ver-lasse/der wegen seiner leydet. Ersagt zu einem jeden: Ich bin m>tIhme inr Leyden/Ich will Ihnlttdarauß erretten / tlnd zu Ehre»bringen, (c) Dann sonst wiewäre möalich gewesen / und wirkönte noch möglich seyn/ daß!»vil in grösser Trübsal so gedul-tig könten seyn/ in grösser undschwacher Arbeit so unverdrossen/ und in aller Leib-und Le-bens-Gefahr so starckmüthig/wann Sie nicht innerlich getrostund gestarckt waren worden.kemsMu, jener fromme Bene-diktiner-Abbt hats gesehen/ wieseine Religiösen in Ihrer schwä-ren Hand-Arbeit von der Mut-ter Gattes / und vtlen anderenHeiligen Jungfrawen heimbge»sucht worden/weiche Ihnen denSchweiß abaetröckner/ und mrtköstlichen Labungen also gestal'-,ket/ daß Sie in der Gedult /MKräffren deß Leibs/in Fröhlich-keit deß Hertzens vil zugenom-men/ und Ihre Arbeit mtt FreMden verrichtet. Dise Gnad m
auch dir nicht versagt/wann dn
in guter Meynung deine Arbenanfangest/ und zu grösserer M