z8r ^ Betrachtung
Gott/und der Seelen Heyl sind.So entschliessedtch/indas künf-tig ernfaltig der AnordnungGOttes zuunterwerffen/ undwann dein Naht/und dein Mey-nung von andern nicht für guetgeachtet wird/ mcht zu zürnen/und andern gern nachzugeben.
Betrachte zum Andern / das
grosse Glück/ und die unaus-sprechliche Gnad/welche PetrusvonGOtt empfangen/ daß Ervon dem Heil. Dominier» sechstendas Heil. Ordens-Kleyd/ undzumahlen dm ersten Eyffer fromund Heilig zu leben empfangen.
Mein OsmrlccnL ! Stelle dirvor Augen das glückfeelige Lebender jenigen Religiösen / welchevon Ihren Heiligen Ordeuö-Sttfftern sechsten sind in denHeil. Orden auf-und angenom-men/und von Ihnen from undHeilig zu leben/ unterwisen wor-den. Von dtfen steige nach-mahlen mit deinen Gedanckenauf die jetzige Zeiten/und gebett-ete in was für einem Eysser/From-und Heiligkeit du/ undaridere deines gletchens leben?Über disen Gedancken wirst duvilleicht gantz Schamroth / weildu in dir nicht findest denjenigenEyffer/ From-und Heiligkeit
deiner ersten Ordens- Brudern/
und Oroens-Schwösteren/uttv
anders nichts hast/ als den blosssen Nahmen eines Geistlichen.Seüffze von Hertzen / mein ^maicenL! und lasse dir dein kaltund lawes Leben hertzlich leyvseyn; Bitte Gott/daß Er inwolle erweckenden Geist/ denitdein Heil. Vatter gedienet/ da^mit du wenigist einen guten Eyssfer könnest haben/ from zu leben/und nach der Vollkommenheitzu trachten.
Gleich Anfangs seines He^Ordens- Stands/ hat Petrusmit allerhand Tugenden/irMderheit im Abbruch Spelß unsLralicks/ denSeinigen voMleuchtet; Sein Gewissen haEr niemahlen mit einersundbemacklet/ulid hat inGö^ltcher Wcißheit/und in Erleh^ttling der Heil. Schrifft vonzu Tag trefflich zugenommen.
Mein OLMLlccnL ! Haltegewiß/daß diser junge ReliMMit feiner grossen ^orrchcLlio^und Abtödtung seiner Beg^den/und mit vil anderer gEMühe und Arbeit sich bemühthabe/ die wahre Tugend/"'^Wtssenfchafft der Herl.von Gott zu erlangen.
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