Von der Heil. Abbtißm und Jungfrawen Lutgardis. 515
Mutter hingegen verlangte/ daßAie in einem Kloster in derForchi und Liebe Gottes auftr-agen wurde/ und sagte öffters/daß wann Sie je in der Weltbleiben wolte / für Ihren Manneinen Saw-Hirten haben müste/welche Ermahnung so vil ver-wochte/daß obwohlen LutgardisKuß Einfalt dieEytelkeit liebte/boch biß in das zwölffte Jahralle böse Gesellschafft meydete.
0,m-sccna! Auß disem sihestdu / wie GL)tt der HErr dastunge Töckterleinnack undnacd
an sich gezogen / und die böseMeinung zur Welt-Eytelkertdurch die heylsambe Ermahnun-gen der Fraw Mutter einge-schränket habe; Hingegen sindvil / welche/ so lang sie jemandhaben/ der sie in ihren bösenVorhaben lobet und ftarctet/ftlbige außzuführen trachten/und keine heylsambe Ermahnun-gen annehmen. Auß disen bist
KU hoffentlich Nicht/ l)LMLl'cenr!
und wann dich Gott innerlich
zumGuten verleitl-et/gehorsame
NEg. Bißherowanndues
M Zethan/ laß dirs hertzlichceyd seyn.
9, A^dem zwölfften Jahr/wirdNachts Gott/und dem Heil.
Beneditto in dem Kloster aufge-opssert; und da sich nichts desto-weniger noch beständig vrl Hey-raths-Werber umb Sie anmel-deten/ und einesmahl Sie sichunbehutsamb bey einem aufhiel-te/ erscheint Iyro Khristus ittGestalt eines Jünglings / ent-blöst seine Heilige verwandteSeyten/strafft Sie der btßherogepflogenen narrischenLiebe/undverspricht Jhro wahre Wollü-sten/und Ergötzlichkeiten/wannSte Ihnne keüsch lieben wurde/welches Sie gethan / und balddas Ordens-Kleyd deßHeiligenBenedicti angelegt.
vLMLtccn^! L) wie vil sindnoch der närrischen Liebhaoer/welche Gott aufgeopffert nichtswenigers thun/als GL)tt recht/und von Hertzen lieben? auf sol-che ungeistliche Seelen wartetohne Zweiffel ein grosse Straff.Vermeynst du aber bißweilen/du habest durch gar zu grosse Ge-meinschasst mit den Kreaturenin der Liebe Gottes avgenomen/schauwe an JEsiun den Gecreü-tzigten/ und gedencke/ daß Er dirauf seine Heil. Wunden deüte/dein Thorheit / und närrischeLiebe dir verweise/ dich straffe/und wiederumb zu seiner Gegen-Ltt L Liebe