9
anerkenne und verehre, und das nicht blos infeinem sondern im Name aller Geschöpfe, alsMittler zwischen Gott, und den vernunftlosmGeschöpfen, welche selbst dieses nicht thun kön-uen- Diese Anerkennung und Verehrung derhöchsten Herrschaft Gottes soll nicht mir Herzund Mund allein, sondern durch öffentliche Wer-ke feyerlich und beharrlich statt haben. Adamthat dieses im Paradies so lange er sich vonder verdorbenen Frucht enthielte. Nachdem aberdie jakobinische Bekrügereyen der Schlange ei-ne unglückliche Rcvolunon herbey geführt hat-ten , so lernte er im Elende durch andere Op-fer dieser Pflicht Genüge zu leisten. SeineSöhne und alle Nachkömmlinge aus dem Ge-schlecht der Kinder Gottes opferten von ihrenFrüchten und von der Heerde. Dieser heiligsteöffentliche Gottessienst pflanzte sich fort durchdie Patriarchen bis auf Moyses. Der Erstge-bohrne in jeder Familie war der Opferpriester:ausschlieffungsweise, auffert ibm wa.s Nieman-den erlaubt, das pricsterliche Amt sich anzu-maßen. Ihm war danethin zu allen Zeitentin ausgezeichneter Vorzug, und von allen Ge-fallen in der Familie eine doppelte Portion zu-gedacht,
2. Diese öffentliche Anerkennung und An-bklhung der höchsten Herrschaft Gottes hat imGcsähe des Moyses durch den prachtvollen Got-tesdienst ihrer feyerlichen Opfer eine größereVollkommenheit erlangt. Zu diesem End turn-ten die Erstlinge, Zehnten, und alle Gattungen