zu einen, würdiger, und prachtvollen Gottesdienstherbcyzeschaft werden. Die dazu erfoderlichmUnkosten muß eben das christliche Volk tragen,welches Pflicht hat, mit so einem OpferdienstGott zu ehren und das Heil der Seelen zu er-werben. Dieses geschieht durch die Zehnten,wilde Vergabungen, Opferungen bey der hei-ligen Messe re. Eine jede solcher Handlungenist ein ösftnrUcheS Bekenntniß, eine feyerlicheAnerkennung der höchsten Herrschaft Gottesüber uns, eine öffentliche Danksagung; ein hei-liges Gott gefälliges Opfer.
4. Dahero begnügte sich Gott nicht mit dergeneucn Abgab des Zehnten; sondern er wollte,daß selbe mit Dank, mir heiliger Gesinnunggcgelen werden. 5. B. Mons. 27. K. sprichter also: Wenn du den Zehnten aller deinerFrüchte gegeben hast . . . sage vor den Augendes ä'ierrn demeö Gottes: Was dir zu heili-gen war, hab ich gegeben. Alles nach deinerAnweisung: ich habe deine Gebothe nicht über-treten, noch deinen Befehl vergessen. Ich ha-be nichts davon genossen, auch nicht einmahl,wo ich wegen einer Noth betrübt war- Ich ha-be nichts davon zu einem Todkenmahle, oder an-dern unreinen Gebrauche verwendet. Ich habedeinem Worte, mein Herr und Gott! Gehor-sam geleistet. Sieh herab aus deiner heil. Woh-nung von dem hohen Himmel: segne dein VolkIsrael, und das Land, welches du uns geschen-kt hast- So mußte der Jud sprechen bey Ent-richtung des Zehnt: was soll der Christ sagen?
XX r