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Vorred / an den gutheryigen Leser».
eyftkge/ und offenhertzige Freundschafft mit den p?. crLl-rKullaais zu Parisgemacht / und ihnen also sein Hertz entdecket / daß sie nicht änderst ver-meint haben/ als daß er allda werde ihr H. Ordenkleid annehmen / undsich in dieselbige Religion nach Ordens brauch .einschreiben lassen. Indisen beständig gefaßten Gedancken ist er wegen eines schädlich aufgestan-den Tumults von Paris im Jahr i§io. in sein Vatterland widerum ver-reysct / und bald darauf durch Göttliche Einsprechung/ Favor/ und Lei-tung / in disc Thurgöuischc Carthauß Ittingen kommen / das Ordenskleidbegehrt / erlanget / und dasselbig von Anno 1614. den 20. Jenaer / bißan das End seines Lebens beharlich angetragen. Er hat schon in den er-sten Jahren seiner Bekehrung/ und Geistlichen Vocgc.oa angefangen zube-trachten / wie er sein Leben durch wohlersprießliche Mittel verbessern könn-te/ und hat also erfunden / daß kein dienstlichere Occasion zu disem Endmöge sein / als allein die stättswährende Andacht/ und Übung zu den Leben /GOtt gefällig eyfrigen Wercken/ und Marter der Heiligen/ und Ausser-wöhlten GOttcs ; in welcher Betrachtung er also zugenommen / daß erbey sich selbsten beschlossen/ der HH. Authoren / und Urheber deß Christ-_ liehen Glaubens in der hoch-und weitberühmten Eydgnoßschafft nicht alleinfür sich selbsten in Heimlichkeit seiner Ccllcn / sondern auch dem gemeinenVatterland zu Nutz / Trost / und Erkandlnuß deß uhralten CatholischcnGlaubens den Gelehrten zu einer geistlichen Kurtzwcil / und Lustbarkeit /und dcn Gottsförchtigcn zu Aeuffnung ihrer inGOttgepflantzten Andachtzubeschreiben / und mit Gelegenheit in den Druck verfertigen. Hierzwi-sthen haben ihn/ aus sonderbahrerSchickungGOttes/ seine ob-undwohl-gemelte Iuncker Bruder mit-lobwürdiger Andacht oft besuchet / und solchegeistliche Übung mit fein affectionierter Anmuthung gegen ihme / und demGottshauß Ittingen dermassen zu Hertzen genomrnen / und bcysich selb-sten ermessen/ daß sie ihme nicht allein möglichste/ und willfährigste intcr-position solches Werck zubefördern versprochen/ sonder auch so gar das ge-mclte Gottshauß Ittingen mit hochrühmlichen Präsenten / und Prätiofenbegäbet. Seitemahlen die Carthauß Ittingen den Wohledlen / Gestren-gen / und in GOtt seeligen Iunckern Hans Ludwig Pfissem von Altishof-fcn / als deß Authors geliebten Iunckern Brudern / rc. für ihren Hoch-ehrenden/ Großgünstigen / und diser Zeit ungewöhnlichen Mitstissteren /und Fundatorn halten / nennen / ausrüsten / und rühmen mag / und soll:von disem Glück? und unverhofften Zustand ist er aufgemundert worden/-aß er sein underfangnes Werck mit crnsthasster Dextcritct angegriffen /keine Mühe / und Arbeit gespahrt / von seinen hochschmertzlichen Leibs-prcssuren sich nicht hindern / noch die vil / und manigfaltige Negoria derProcuratur / so ihme von dem Orden durch Gehorsame auferlegt worden/abhalten lassen/ sonder alsbald underthänigst Licentz von dem Hochwür-digsten Herren ttaamio Scoco. LcL. damahls deß Römisch ApostolischenStuhls in dem wohlgemuten Schwcitzerland Legaten/ und dann von dem' Ehrwürdigen Vatter General / und der hohen Carthauß in FranckreichPrior (wie dann die gegebne Brief ausweisen) erworben / und löblich er-langet. Demnach aber dists gegenwärtige Opus sein glückliche Vollen-dung erreichet hatte/ und er in pl-ocinüu das Buch in dic Druckcrey zuschi-cken fertig wäre / ist er unversehens mit einer schwärschlcichendcn Lcibs-schwachheit ergriffen / übereylet/ und von GOtt im-Jahr i§z8. den 28.Februarij / als er 24. Jahr 41. Täg löblich in dem Carthäuser-Orden ge-lebt hatte / in wenig Tagen seiner Kranckheit verhoffentlich zu den ewigenFreunden beruffcn worden: diser / und alten Christgläubigen Seelen/GOttdurch sein grundlose Barmhertzigkeit wöllc gnädig seyn.
Deßwegen/und dieweil dann eben um dieselbige Zeit auch sich vil hin/
b 2 und
Kommt inLarthauser»Orden.
Kranckheit/und sreligsMeiden-