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Vsn dem H. Beichtiger Beats
Bristetfill, der eus-sersten Ar-muth.
Cp. z.
Siecht genAnliochi-am ;u S-Peter.
Beatus be.gibt sich na.cher Rommit S. Pe-tra-
Wcrcken auch ein neugebohrne CreaturGOttes werden: Diser Meynung legetnun Beatus allen Schmuck/und Zier derprächtigen/und köstlichen Kleyderen ab/Gelt / und Gold achtet er wie Koch; al-les das sinnig theiltele er under die Ar-men/ sorgte nicht mehr auf den Morgen /ziehet ein härm Hembd an seinen Leib /begnügt sich mit schlechtem Gewand /Und Bekleydung/ allein zur Nothdurfst.
Es war auch S. Batt deren einer/so sicher Christo dem HErren sagenkönnte: Sihe / wir haben alles verlas-sen / und seynd dir nachgefolgt : Da-mit er aber in der Erkandtnuß Christi/und in dem Göttlichen Wandel zuneh-me/ ist er Persöhlich zu dem HeiligenApostel Perro gen Antiochia gezogen /welcher siben Jahr daselbsten in Bi-schvfflichem Stuhl gesessen / und nachdem Er Evodium zumBischoff allda ver-ordnet/ist S. Petrus demncKH im an-dern Jahr Käysers Claudij ru Romankommen da er dann bey Funff undzwantzig Jahr der Kirchen Regimentversehen / nehmlich biß in daß vier unddreyßigste Jahr nach demLeydenJCsuChristi. Nun zöge Beatus mit S. Pe-tro von Antiochia / wäre sein Jünger/und Gefährt / verblrbe auch zu Rombey ihm / auf daß er in solcher Bey-wohnung durch dessen Lehr im Christ-lichen Wesen desto mehr underricht/ undaestärckt wurde: Sahe/und hörete alldavon dem H. Apostel vil Wunder / undH. Geheimnuß deß Christlichen Glau-bens. Dazwischen behielt S. PetrusVisen Heil. Jünger in seiner Versamm-lung mit dem Heil. Elemente / MarcoEvangelist« / und vilen andern. Pro-biert ihn genugsam in seinem Beruffdarauf erkante er ihn nitallein zudemDiaconat / sonder auch zu Priesterli-chem Stand tauglich / und würdig.Wird von Ist darum Beatus zu Rom im vier-S Prtro tzjasten Jahr seines Alters durch Auf-rum Prie- ^Egung deß H. Petri Hand / ein Prie-ster geweyhet worden. Da ziehreteSt. Beatus seinen Priesterstand mitallen Tugenden/ und »errichte sein Meß-Opffer mit Eyffer/ und Andacht. Istauch wohl zumercken / daß man vonBeats liset / Er sey bey / oder underder Meß offtermahls so Andächtig ge-sehen worden / daß er im Geist gar ver-zückt/ undgantz unbeweglich dastünde.
Dem Heiligen Geist / und erstenObersten BischoffPetro hat es also ge-fallen / daß vil Arbeiter in die weiteWelt sollen gesändet werden. Nun inder Hauptstatt Rom / welche damahlsdeß Reichs die allermächtigste war / ba-nnn sich allerley Ausländische Völckerzu versammlen pflegten / wurde zur sel-ben Zeit vil von Helvetia geredt/wel-
ker gewohr.
6sx. 4.
Hclvetij deMmcrnwol dckant.
ches man jetzt Schweitzerland heißt >lvegen viler Streit / und Kriegen /auch Männlicher Thaten / und grossenSchlachten/ so sie. kurtz zuvor mit Ju-lis Cäiare / auch um dise Zeit widerdie Rvmer gehabt / auch daß sie denPreiß under allen Gällischen Vvlckernhätten/ in Mannheitund Krästtenwi-der die Feind / die Mächtigsten. Vonder Alten Helvetier Art schreibt Poly-bius / nehmlich daß sie gar kein Hof-fahrt / Pracht noch zierliche Haußrü-stung brauchten / im Heu und Strohschließen/ darzu kein andere Handthie-rung / als kriegen / und den Feldbauversahen; hätten ihre Reichthum nur anPaarschafft und Viehe / damit sie sol-ches in Nöthen/ und Gefährlichkeitenbald mit sich hinweg bringen / und wo-hin sie wolten fliehen möchten. Esbekennt auch Julius Cäsar in seinemandern Buch / daß zu seiner Zeit bisVolck zwölff Stätt und vierhundertFle-cken / und Dörfler eingehabt- Aus Vi-sen sollen die altifte Stätt gewesen seyn/Zürch / Solothurn / Arbon / Windisch /Winterthur/ Pfin/und Wifflißburg /zu Latein ^uLnücum» deß gantzen Hel-vetischen Lands Hauptstatt. Ist da-rum kein Wunder / daß vil zu Romvon disem Volck ist gehört / und geredtworden / und S. Petro fürkommen :da dann aus sonderer Eingebung deßheiligen Geists / sich der heilig Apo-stel entschlossen/einen von seinen Jün-gern abzufertigen/ so Visen wunderbahr-lichen Leuthen / die Christliche Gnaderzeigen / lehren / und mittheilen solte.Aber zu so wichtigem Merck GOttes/war es nicht eines geringen/ sonder-wohl erfahrnen Hauptmanns vonnöthen/ welcher mit rauhen Leuthen (wiegemeiniglich die HeydmscheKrigsleuthseynd ) wohl könte umgehen. Zu sol-chem Merck ist unser H. Beatus vondem Heil. Apostel Petro zum tauglich-sten erkennt worden / in Helvetia nitallein den schlechten einfältigen Bür-ger / und Landleuthen / sonder auchden wilden Gesellen / dem GlaubenChristi zu verkünden ; und zu solchemEnd gab der H. Apostel / S. Beatszum Gesellen/ und Gefährten den H.Achatem /welcher nit allein mit Christ-lichen Sitten wohl geziert / sonder auchein Dracon oder Evangelier war / undso wohl mtt Göttlicher Lehr / als mitTugentreichen Wandel seinem Meisterwohl an-und beygestanden.
Nach dem S. Beatuö die Mey-nung und Willen seines Obersten Vor-stehers S. Petri vornommen ziecht ergern HM im Nahmen deß HErrn / ver-richtet die schwäre Reiß / über daß un-gebaute / und unwegsame Gebürg /
so
Beatuswird vonS- PetroinSchweltzgesandt/das Evan,gelium zuPredigen.
Csp. 5.