24 Von dem H. Ritter Mauritio /
L),wLhcbe«crSt.'nd-h.istqkeit /und Ant«Wort.
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reu Brudern wie ihnen nachzufolgenseye; was haben wir uns zubedenckcn?sehet zu / wie wir umgeben seynd mitihren todten Liebern/ wie wir bespren-get mit ihrem Blut/ deren Seelen jetztmit allem Triumph / vor deß Allmäch-tigen Gottes Angesicht erscheinen /Und ihrer Marter / und ChristlichenGlaubens Bekantnuß wegen / die ewi-ge Seeligkeit empfahen; schauet wie sieuns ansehen / für uns bitten / uns nach-zufolgen zuruffen / die Straß zuwand-ten dre sie gegangen haben. Solle ichdannoch zweifflen / ob ich mit ihnen ster-ben wolle / ab welchem Exempel ich fro-locke / und grosse Verwunderung tra-ge ? Vor wenig zeit haben wir demKayser gehuidiget / wir wollen mitLeib / und Blut den gemeinen Nutz be-schützen / und beschirmen / es wäre dochniemand / der mir den Himmel ver-heissete. Christus JEsus aber ver-heißt uns solchen / sollen wir dann nichtgern um solche Belohnung die Welt /und unsere Leiber darfür fetzen? dero-wegen lasset uns den Abgesandten ant-worten : Dmchleuchtigster Kayser / wirseynd wohl deine undergebne Diener /und haben zu Schutz / und Schirm deßRömischen Reichs die Waffen an unsgenommen / wollen auch zu dessen Be-schirmung uns gebrauchen lassen / wirhaben uns von dem Krieg niemahls ent-zogen / kein Verratherey je geiriben /so ist auch kein Forcht an uns gespürtworden: allein weil wir alle Christen /und Christlich sterben wollen / könnenwir deinen Abgöttern / und disem Ge-bott nicht gehorsammen. Dise / unddergleichen Ermahnung gefiele der The-betschen Legion wohl / daß sie einhällig-lich befähle/solche den Abgesandten zu-geben/ sie aber sich verbunden / beysam-men zustecken / um deß. Christlichenallein seeligmachenden Glauben willen.DieAntwort gemeiner Legion war durchdie HH. Mauritium/Exuperium/undCandidum den Kaiserlichen Bottschass-tern gegeben; deren sie gar übe! zufrt-den / zogen in ihr Läger / und zeigtenMaximian» an / daß keilt Hoffnung dieLhebetsche Legion von ihrem Glaubenzubringen / ja vil minder in die Lägerzu dem Opffer zuzwingen / weil sie sichsammetlich anerbolten / eher den Todtzuleydeu / dann gefaßter Meynung ab-zustehen. Darüber Maximianus gleich-wohl vermeint/ in grossen Zorn / undTyranney ohnverzüglich die gantze Le-gion hinzurichten/ in Betrachtung aberdeß grossen Blutbads / und vrlmehrder stärcke seiner vorhabenden Feind? inFranckreich der Begauden befähle erwiderum den zehenden Mann in der Le-gion/ wie es die Ordnung gäbe / hin-
zurichten / ob »Reicht endlich der übri-ge Hauff zudem Opsser/ und K'äyserli-chöwohlgefallcnzubriügö.AberdieGott-seelige Thebeer war? zu solch? Christlich?Todt willig / und bereit / in Betrach-tung / es werde ihnen auch alles zumLohn bey GOtt widerfahren/wie ihrengeliebten Mitgefährten / so sie vor ih-nen gehn Himmelgesandt / und jetzt em-sige Fürsprecher bey dem Allmächtigenspürten / und empfunden. Da nundie Kaiserlichen Gesandten mit andernSoldaten in das Thebaische Läger an-kommen / sagten sie/ wie daß es nit umden gantzen Haussen zuthun/ sonder umden zehenden Mann / den sie ohn allenVerzug / wie es die Zahl/und Ordnunggeben wurden / bargeben sotten wie zuvor / damit sie auch das Leben verlich-ren/ wegen ihrer grossen Ungehorsamme.Und also war wider der zehend Mannvon der Legion Hingericht / und GOttdas ander Christliche Opsser aufgeopffe-ret biß endlich die gantze Legion gefolget.
Gleich wie Sr.Mam itiuö nach demersten Niderlagdie sinnigen mir Christ-licher Ermahnung zur Martyr/ und Be-standhafftigkeir im Carholischen Glau-ben stärckte / und Treu / GOtt / undihme zuhalten / gebetten; Also stundejetzt ihr Fänderich St. Exuperus mitseinem Fahnen hienein/ die Legion nichtweniger ermahnete/ mit kräfftigen Wor-ten zur Bestandhafftigkeit / und Ge-dulr die Martyr- Cron zu erlangen wieihreMitsoldaten-Darauf abermahl alleThebeer mit einhelligem Hertzen/ undMund beschlossen / man solle in vorge-gemeller Meynung den Gesandten demKayser antworten/und nichts bewilli-gen/mit einigem Nachtheil deß Christ-lichen Glaubens. Die Standhafftigkeitder Thebeer ward dem Kayser wider-um angezeigt/ mit hinzuthun aller Ar-beit seye verlohren/ dann ob schon ihrHauff nunmehr zweymahl ist gemindertworden / jo wollen doch die übrigenvomChristlichen Glauben nicht abstehen.Hierauf der Kayser gantz ergrimmt /sprach : wie dörffen doch meine Kriegs-knecht so offt verachten meine Gebort/und Ordnung deß Opffers ? derowegeneylend mit gantzem Haussen aufdie The-beer / hauen / stecken / und zerhackendise Widerspenstige; lasset sie mit ihremschändlichen Todt lehrnen / und durcheuere grimmigkeit erfahren / wie großseye die Kaiserliche Mächtigkeit Maxi-miani / welcher nit allein für sein Per-sohn/ und Kaiserliche Würde/sonderauch für die grosse Götter defMörnisch?Reichs / die verdiente Straff von ih-nen erforderet. Über daß solle jedemmeinem ^Soldaten / der ein Thebeerwird umbringen / und erschlagen / füt
eygen
Thebeer«wird wivek
Enlhavpct-
Csp. t.
St.Enipe.rius ermäh-net die The-beer zurstandhaftig«keil in demGlauben.
K Maxi.miimrw de,M dieuantzc Legi,oz hinzu«richten«