Und sciner gantzen Thebaischen Legion. 25
tygen zufallen was dem getödtenThe-beer zugehört hat / und je mehr emerPersohnen umbracht hat / je grossemtheil ihme an der gemeinen Beut zuge-hören soll. Welches nichts anders ver-ursachet / dann die grimmige Soldaten' wider die frommen / und ChristlicheLhebeerzuerhitzigen/und wütig zuma-chen. Darauf unverzvgenlich ein gan-tzes Heer mit ihren Waffen aufdie The-ben zugen/mit grossem Geschrey / undGetümmel / fiengen an sie umgeben /und umbringen / damit keiner aus ih-ren Händen entweichen / und also sieDer ganze sämtlich erschlagen könten. Da dieA."!' dn umringte Theben sahen / daß sie sot-8hiüqe, ten um den Christlichen Glauben strebrichr. ten / loseren sie freywillig ihre Ehren-gürtel aus / legten die Waffen von sich/erzeigten sich auch gedultig / und sanfft-nmthlg/ und also war Jung und Alt zuTodt geschlagen/und memand verscho-net. Aber vil ungnädiger/ und grausa-mer seynd sie mit den heiligen Häup-tern diser Legion Maurltio als Ober-sten/ Exuperio den Fändrich/ Candi-do Kriegsrath / Innocentio / und Vi-tale umgangen / dieselbsten geschändt /gestossen / und geschlagen / verwunde /und wütig hingericht / als welche die Ne-bels führer der verübten ungehorsam-men gewesen wären. Die frommenLhebeer aber befahlen GOtt dem All-mächtigen ihre Seelen / und hätten deshauens/ und stechens kem acht/ undwar das gantze Erdreich bedeckt vonden Leibern der Märtyrer / die hin /und wider zerstreut lagen / und das Blutder HH. Märtyrer stoffe durch die Fel-bel in den Rhodan.
e»p. Nach dem nun die Käyserliche / undVictor rik, Heydnische Soldaten den jämmerlichenAmtauf^ Mord an dem heiligen /wlauritzischender Mary. Haussen begangen / und deren fahren-rn platz, he Haab underemander außgetheilt hat-
ten/ da gienge ungefehr ein alter Sol-dat Victor mit Nahmen für über / undkäme an das Ort der Martyrung im* Wallisser-Land / da das vergossene hei-lige Blut noch gerochen / fände auchallda die Käyserliche Soldaten sitzen /frolocken/ schlemmen/ und zächen.Alsaber der alte Victor von den Käyser-lichen zur Zächgeladen/ fragte er/wasdiß für ein Freudenfest sein könne un-der so vilen herrlichen erschlagenen Män-nern ? da war ihm geantwortet / weilsie alle Christen auß Egyptenland ge-bürtig waren/ und den Göttern nichtwollen Opffern / wären sie auß geheißKäyseö Maximalst von ihnen hinge-richt / und mit solcher Mahlzeit/ Freu-denfest/ und Freyerbeut vom Käyser' verehret worden. Darüber ftufftzete
k. IVlurer, Die H. Schweiy.
der alle Victor / und beklagte sich Hertz-lich / daß er so zu einem grossen Alterkommen / und noch nicht würdig gefun-den worden/ für den Christlichen Glau-ben zusterben/ und sagte - Ach were rchnur vor zwey Stunden auf disen Platzkommen / so were meines alt-n HertzcnsBlut vermischt worden mit dem Blur-Opffer so vil Gottfeeliger Thebeer.Als Dickoraber der alte Victor solche Wort so freyherauß geredt / daß er ein Christ wäre/ dcnrBe-haben ihn die Käyserliche Soldaten kannmußumgeben/ wohllen stracks von ihme sei- wrgm knvues Glaubens Bekantnuß wissen / wel-chen als er ihn frey bekante/ schlugensie ihme unverzoglrch sein Haupt ab.
Ist also diser Victor / nach fernem Nah-men sighafftig / anderen ThebaischenMartyren zugethan / und in der Glo-ry gehn Himmel nachgcfolget. Alsoist St. Mauritius der Oberste Haupt-mann der gantzen Thebaischen Legionmit samt den HH. Exuperio/ Candi-do/ Victore/ Innocemio/ Vitale /und noch fünff tausenl seiner Kriegs-Soldaren/und Befelchs> habern/ aufdem Plaß Agaunoin Walliß/ dcn2r»Herbstmonat im Jahr deß Herren 288.
Aber nach Cäsaris Baronij Card.Mey-nung 299. Theils enthauptet/ theilserschlagen/und hingericht worden Undtolle S. Mauritius andern Fluß Rho-dan enthaupt worden sein / at-o das seinH. Haupt in gesagten starck lauffendenFluß gefallen / und so wert geschwun-men/ bis es endlich durch den Genfer-See/ und Rhodan an die S at> Wienin Franckrerch gelanget / still gestanden/von den Christen mit Andacht aufae-nohmen/ ehrlich behalten/ bis daß /das grosse Thum in seiner Ehr erbau-et/ und daß H. Haupt dahin gelegt /und andächtiglich verehrt worden. Vonseinen des H. Mauritij K riegs Rüstun-gen/ und Zierden halber Hertzog inSaphoy sein Sestenwehr oderSchlacht-Schwert/ samt einem güldenen Rmg.
Ein andererguldiner Rir'g wird in Mal-us in seinem Kloster auf bchalren.SeinKriegs - Fahnen wird indem SttfftMagdenburg/ so zu seiner Ehr erbau-en/ verehrt; sein Gelehn vder Lantzenwird in der Sakristei) der Kirchen zuKrackau in Pohten gezeigt: das Hen-cker-Wehr/ damit er Gericht worden/ltgt zu Prag in Böhmen. Sein H.
, Zungen/ so den Christlichen Glaubenfrey bekennet hat/ ist unversehrt indem Narbonensischen Kloster LoniolL-rionis sä Lslirum lleslis tn dem Bi-stum Tolovcnsi nebe,» anderen Heylstbumern zusehen. Zu Einsidlen in derOchweitz/ ein gantzer Arm/ von St.
Ulrich Bischoffen zu Augjpurg / dahinvergrabet.
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