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Von dem H. Ritter Mauritio /
Czp. 10.
Nil Tlicbe.er zic1>cn vvder LeqwnausWallis-
St- Victorund Urins.
Gt. Felix /und Regn»la.
SVere,
na-
E. Gereonwird mitdrnsmiigenin N'dcr.land ge-schickt.
Es ist auch zuwisser?/ daß außdi-serH. Thebaischen Legion/ aussende-rer Schickung - Gottes. etliche stattlicheMänner / und Befelchshaber mit ihrenundergebenen Soldaten ( dem Zornund Schwert Käysers Maximiani zuAgaun zuentweichen ) aufgebrochen /und weggezogen/die doch auch endlich/nachdem sie den Christlichen Glaubenin underschidlichen Landern bekennt /und gepflantzet / die Martyr-Cron(durch Anstiftung Maximiani an seine/und deß Römischen Reichs Landpfleger)erlanget. Aus deren Zahl rst Ursus /und Victor / Cosmas / und Damianus(welche zween letsten )oliL8 8imierusiliaelcrixrione XValeÜX noch hinzu setzet)Mit 66. Gesellen gehn Solothurn / vondem Platz Agauno ankommen / und all-da die Marter-Cron sämtlich under demLandpfleger Hirraco aufden zo. Herbst-monat erlanget / Anno 289. oder nachCasaris Baronij Rechnung 299. vonweichen gleich hernach weitläufiger ge-handlet wird. Die HH. Felix / undRegula zwey leibliche Geschwistertemitihrem Diener Exuperantio seynd überdas Gebürg aus Wallis gehn Ury /Glariß / und endlich gehn Zürich kom-men / in allen drey Srthen den Christ-lichen Glauben geprediget / und underdem Landpfleger Decio zu Zürich sämt-lich von deß Christlichen Glaubens we-gen enthauptet worden /den 11. Herbst-monat im Jahr nach Christi Geburt ge-zehlt zoz. oder zr2. von denen hernachmehr gesagt wrrd. St. Verena ein Edlegebohrne Jungfrau/welche aus derThe-beischen Legion / und in dem Durchzugvon Rom in Wallis zu Mayland ver-bliben / ist hernach gehn Solothurn /bannen der Aaren nach ab gehn Zur-zach kommen / und endlich da den r.Herbstmonat seeliglich in dem HErrenverschiden/ lebte um das Jahr zoo. vonwelcher in disem Buch weiters. Daauch Käyser Maximianus rastete/ver-nähme er daß ein neue Empörung sichin Niderland erhübe / welche ein anse-henlich Hauptmann Carausius widerdas Römische Reich erwecket hatte. Di-se Empörung zustillen / schickte KäyserMaximianus aus seiner gantzen Arma-da etliche Fähnlein Soldaten von Chri-sten / und Heyden. Under der Christ-lichen Thebeern war (soin Niderlandgeschickt worden ) der erste HauptmannGereon / der hätte under jhme zi8.Thebeer. .Den andern Haussen ver-trauere Gereon dem getreuen FänderichVictor Malloso oder Malleoso oderMallusio / deren dreyhunderx / unddreyßig gewesen sein sollen / welche sichniderlrssen zu Tantho / oder Troja imLand zu Eleven. Den dritten Theil aber
legte Gereon in die wohlbekante StattBonn / oberhalb Cölln / und machteda Cassium / Und Florentium zu Haupt-leuthen / die da noch siben ChristlicheThebeer bey sich hatten: der anderun-dergebene Haussen war Heydnisch Volck.Als derowegen jetzt Maximianus zu A-gauno Mauritium und alle Thebeerhätte lassen hinrichten / schickte er in al-ler eyl/ und geschwindigkeit etliche Re-gimenter in Niderland / nicht die Auf-rührer zustillen / sonder Gereon / undseine bey sich habende Christliche Sol-daten zuverfolgen/und den Göttern zu-opffern zuzwingen / oder alle hinzurich-ten / damit die gantze Lhebeische Legionab der Welt käme. Die KäyferlicheSoldaten erreichen erstlich Caßij / undFlorentij Haussen / und waren sie beydgefunden mit siben Kriegsknechten / diesich öffentlich für Christen ausgaben/ diewaren zu Verona netzt Bonn aemarty-ret / deren Fest die Christlich Arrch be-geht den 2. Maij. Darauf eylten dierasende Bluthund nach Cölln / dahinS. Gereon mit seinen zi8. Soldatengelangt. Da fanden die gesagte Blut-hünd Gereonem vor der Statt Cöllnmit den seinigen ligen / griffen die wü-tig an / und erschlugen alle wegen ihrerBestandhafftigkeit in demwahren Glau-ben/ warffen sie sämtlich in einen Galg-brunnen/ der noch samt dem Platz ge-zeigt/ und sä lVlLrryre8 genannt wird.Ihr Festtag begehet man Jährlich aufden ro. Weinmonat. Endlich griffen dieKäyferliche auch Victoriö Mollosi mitzzo. Soldaten bey Troja jetzt Xanthisan / und erschlugen sie alle um den Christ-lichen Glauben / waren darauf in einPfützen oder Sumpfs geworfen / derenReliquien folgender Zeit zu ehrlicherBegräbnuß kommen - deren Fest auchJährlich den io. Weinmonat gehaltenwird.
Thirsus der Hauptmann/ wie auchBonisacius mit zoo. Mitgesellen/ seyndzu Trier von dem Frantzösischen Land-pfleger Rictiovaro /aus deß offtgemel-ten Käysers Maximiani Befclch sämt-lich in einem Hauß in ihrem Geben /erschlagen worden / den 8. Wintermo-nat/ deren dreyzehen Leiber seynd her-nach zu Trier bey S. Paulini Kirchengefunden worden / und bey ihnen einbleyene Taffel mit nachfolgenden Nah-men verzeichnet: Palmatus / Thirsus /Maxentius/ Constantius/ Crescentius/Justinus / Leander Alexander / Soter /Hormisda/Papyrius/Constans/Jovia-nus/ under Visen dreyhundert Märtyrerseynd dise Nahm? bewüßt/so der mehrerrtheil Christliche Bürger der Statt Tri-er gewesen / und Palmatus ihr Bür-germeister; wie.Lambertuö Schaffna-
burgensis
S. Gereonmit seinerGesell,schalst wer,den gemar«tcretan un,derschidli-chenHrten.
n.
G ThitsüSwird mit;o° ju Tri«er gemarte.ret.