Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem H. Ritter Mauritio /

Czp. 10.

Nil Tlicbe.er zic1>cn vvder LeqwnausWallis-

St- Victorund Urins.

Gt. Felix /und Regn»la.

SVere,

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E. Gereonwird mitdrnsmiigenin N'dcr.land ge-schickt.

Es ist auch zuwisser?/ daß außdi-serH. Thebaischen Legion/ aussende-rer Schickung - Gottes. etliche stattlicheMänner / und Befelchshaber mit ihrenundergebenen Soldaten ( dem Zornund Schwert Käysers Maximiani zuAgaun zuentweichen ) aufgebrochen /und weggezogen/die doch auch endlich/nachdem sie den Christlichen Glaubenin underschidlichen Landern bekennt /und gepflantzet / die Martyr-Cron(durch Anstiftung Maximiani an seine/und deß Römischen Reichs Landpfleger)erlanget. Aus deren Zahl rst Ursus /und Victor / Cosmas / und Damianus(welche zween letsten )oliL8 8imierusiliaelcrixrione XValeÜX noch hinzu setzet)Mit 66. Gesellen gehn Solothurn / vondem Platz Agauno ankommen / und all-da die Marter-Cron sämtlich under demLandpfleger Hirraco aufden zo. Herbst-monat erlanget / Anno 289. oder nachCasaris Baronij Rechnung 299. vonweichen gleich hernach weitläufiger ge-handlet wird. Die HH. Felix / undRegula zwey leibliche Geschwistertemitihrem Diener Exuperantio seynd überdas Gebürg aus Wallis gehn Ury /Glariß / und endlich gehn Zürich kom-men / in allen drey Srthen den Christ-lichen Glauben geprediget / und underdem Landpfleger Decio zu Zürich sämt-lich von deß Christlichen Glaubens we-gen enthauptet worden /den 11. Herbst-monat im Jahr nach Christi Geburt ge-zehlt zoz. oder zr2. von denen hernachmehr gesagt wrrd. St. Verena ein Edlegebohrne Jungfrau/welche aus derThe-beischen Legion / und in dem Durchzugvon Rom in Wallis zu Mayland ver-bliben / ist hernach gehn Solothurn /bannen der Aaren nach ab gehn Zur-zach kommen / und endlich da den r.Herbstmonat seeliglich in dem HErrenverschiden/ lebte um das Jahr zoo. vonwelcher in disem Buch weiters. Daauch Käyser Maximianus rastete/ver-nähme er daß ein neue Empörung sichin Niderland erhübe / welche ein anse-henlich Hauptmann Carausius widerdas Römische Reich erwecket hatte. Di-se Empörung zustillen / schickte KäyserMaximianus aus seiner gantzen Arma-da etliche Fähnlein Soldaten von Chri-sten / und Heyden. Under der Christ-lichen Thebeern war (soin Niderlandgeschickt worden ) der erste HauptmannGereon / der hätte under jhme zi8.Thebeer. .Den andern Haussen ver-trauere Gereon dem getreuen FänderichVictor Malloso oder Malleoso oderMallusio / deren dreyhunderx / unddreyßig gewesen sein sollen / welche sichniderlrssen zu Tantho / oder Troja imLand zu Eleven. Den dritten Theil aber

legte Gereon in die wohlbekante StattBonn / oberhalb Cölln / und machteda Cassium / Und Florentium zu Haupt-leuthen / die da noch siben ChristlicheThebeer bey sich hatten: der anderun-dergebene Haussen war Heydnisch Volck.Als derowegen jetzt Maximianus zu A-gauno Mauritium und alle Thebeerhätte lassen hinrichten / schickte er in al-ler eyl/ und geschwindigkeit etliche Re-gimenter in Niderland / nicht die Auf-rührer zustillen / sonder Gereon / undseine bey sich habende Christliche Sol-daten zuverfolgen/und den Göttern zu-opffern zuzwingen / oder alle hinzurich-ten / damit die gantze Lhebeische Legionab der Welt käme. Die KäyferlicheSoldaten erreichen erstlich Caßij / undFlorentij Haussen / und waren sie beydgefunden mit siben Kriegsknechten / diesich öffentlich für Christen ausgaben/ diewaren zu Verona netzt Bonn aemarty-ret / deren Fest die Christlich Arrch be-geht den 2. Maij. Darauf eylten dierasende Bluthund nach Cölln / dahinS. Gereon mit seinen zi8. Soldatengelangt. Da fanden die gesagte Blut-hünd Gereonem vor der Statt Cöllnmit den seinigen ligen / griffen die wü-tig an / und erschlugen alle wegen ihrerBestandhafftigkeit in demwahren Glau-ben/ warffen sie sämtlich in einen Galg-brunnen/ der noch samt dem Platz ge-zeigt/ und lVlLrryre8 genannt wird.Ihr Festtag begehet man Jährlich aufden ro. Weinmonat. Endlich griffen dieKäyferliche auch Victoriö Mollosi mitzzo. Soldaten bey Troja jetzt Xanthisan / und erschlugen sie alle um den Christ-lichen Glauben / waren darauf in einPfützen oder Sumpfs geworfen / derenReliquien folgender Zeit zu ehrlicherBegräbnuß kommen - deren Fest auchJährlich den io. Weinmonat gehaltenwird.

Thirsus der Hauptmann/ wie auchBonisacius mit zoo. Mitgesellen/ seyndzu Trier von dem Frantzösischen Land-pfleger Rictiovaro /aus deß offtgemel-ten Käysers Maximiani Befclch sämt-lich in einem Hauß in ihrem Geben /erschlagen worden / den 8. Wintermo-nat/ deren dreyzehen Leiber seynd her-nach zu Trier bey S. Paulini Kirchengefunden worden / und bey ihnen einbleyene Taffel mit nachfolgenden Nah-men verzeichnet: Palmatus / Thirsus /Maxentius/ Constantius/ Crescentius/Justinus / Leander Alexander / Soter /Hormisda/Papyrius/Constans/Jovia-nus/ under Visen dreyhundert Märtyrerseynd dise Nahm? bewüßt/so der mehrerrtheil Christliche Bürger der Statt Tri-er gewesen / und Palmatus ihr Bür-germeister; wie.Lambertuö Schaffna-

burgensis

S. Gereonmit seinerGesell,schalst wer,den gemar«tcretan un,derschidli-chenHrten.

n.

G ThitsüSwird mit;o° ju Tri«er gemarte.ret.