^ ,Von der H. Iungftau/und'Marterin VcrenS. z-
seeligen tröstlichen Ermahnungen (dann können sterben / biß die Atigenfcheinli-wer nicht kan mit Gelt / und Gut / che Zeichen an seinem Leib befundenthue es mir Rath / und Trost / nach werden : deßgleichen werden alle ferne-dem Ebenbild diser Seeligen Jung-" Geschlechts Nachkommen ohne ficht-frauen ) darum gieng sie alle Lag zu barliche Zeichen«« ihrem Leib nicht vonden Armen./ Presthafften / und Sie- vifer Welt abgehen. Dise Weissa-gen Menschen / wäschere von Ihnen gung wurde alsbald erfüllet / dannden Unrath ab / und pflegte ihnen be- gleich / so bald er wider mit dem Prie-ster weiß und Massen / so vilsiekönte: sternach Hauß kommen/ erblindetedi-säuberte ihre Häupter / verbände jhre ser Knecht / und wurde von fallendemGeschwür / und erhielte sie nag vermö- Siechtag berühret / darmit er die Zeitgen/trüge ihnen auch essen/und trincken seines Lebens behafftet:und zwar erzu / nach nothturfft / mit grosser Freund- nicht allein / sonder auch alle / welcheU'Urena ljchkeit/ und Freud deß Hertzens. A- seines Geschlechts waren / könten nichtdemBrie- berder Ertzfeind aller Menschen/ wel- sterben / es hatte sie dann GOtt zu-stkr falsch, chem dre Demuth ein Pein/die Barm- vor henngesucht mit etlichen Presten /tlchdcrUn. hertztgkeit ein Stachel / und Dorn / und Plagen an ihrem Leib / als einerlern ange, ßsnre solchen Seeligen Fortgang / Und verbündet an Augen / der ander LamÜbung diser Heiligen nicht leyden / an Glidern / einer Stumm/ ein ande-gäbe derhalben einem schalck-und boß- rec wurde Hörloß / Krum / Taub /hafftigen Menschen in sein Hertz / daß und Unsinnig / einer gieng im Feur /er die heilige Verenam bey dem Herren der ander im Wasser zugrvnd : Wieverleumte / und verunglimpffete; mit dann heitere Zeignuß vorhanden/undvorgab bey dem Priester / daß sie sein erst kürtzlrch diß Geschlecht gar abgansHattßhaltrmg umreulich verwalte/und gen. Der Priester aber gieng auchNtt wohl Hause weil er offtmahls gese- heim / und da er zu seinem Kasten /hen / daß sie alle Tag zu den Siechen Kammer/ und zu seinem Keller kam/hinaus sich verfüge / deßgleichen auch befunde er alles häuffig / und mehr' zu andern Bettlern / und Dürfftigen / als überfiüßig.trageihme Vrodt/und Wein/neben an-dern was er vermögen aus dem Hauß/ Auf ein Zeit im Anfang der Fasten/und bringe es den Armen / solle seine als mehr gesagter Priester allen Ge-Sachen besser in acht nemmen : der schmuck vonsich there/darunder auch einPriester wolle aber seinen Worten nicht güldenes Ninglein mll emem Edelge-glauben geben / biß er endlich von dem stein/welches er S.Verenä zu verwahrtDiener gleichsam gezwungen wurde / gab/auch sie solches fleissig in emKästleinselbst an der Strassen ( da sie müßte beschlossen/weil aber der Gottlosen kemfürüber gehen) den Augenschein einzu- End/' käme ein anderer schalckhaffliger» nemmen. Darüber begab es sich / daß Boßwicht / deß vorgemelten. KnechtS
S. Verena discn bteden in die Händ verwandet/ der trüge ein sondern Wi-gienge/und von dem Priester angespro- derwillen wider S. Verenam/ suchtechen wurde / wohin sie gehe/ und was Ursach / und Gelegenheit sie bey disemsie bey sich trage ? Beantwortete sie Priester in verdacht zubringen; darumsich / zu den armen Leuthen/wolle ih- entftemte er den Rmg: als hernachnen dienen / und pflegen / deßwegen der Priester nach dem Rmg fragte /tra'ge sie in disem Geschirr Laugen. Der wukffe er ihn in den Rhein: da dessenPriester begehrt Zusehen / ob deme also/ die seelige Jungfrau Mangel befunde /und solches nicht villeicht Wein wäre; als thäte sie nichts dann Weinen/ under aber den Krug aufgemacht / sahe er Seufftzembatte GOtt Tag/ und Nacht/oben hero K ohlen herum schwimmen / er wöllc den Ring wider an Tag kom-und daß sich die Röche deß Weins in men lassen; hierauf begab es sich / daßWcin wird bleiche Laugenfarb hätte veränderet / die Fischer eines Tags auf dem RheininLauqcn und gar kein Weingeruch daran zuspüh- gefahren/ ihrer Nahrung nach / zust-ande«. ^n. Darüber entsetzt sich der Priester/ schen/ da fiengen sie neben andern Fi-und erschracke sehr / merckte daß er von schen/ ein sehr grossen Salmen/ wel-dem Neydischen Knecht betrogen / stel- chen sie nicht willens under einander»lete ihr das Geschirr mit Zittern wider zutheilen / sonderverehreten disen ebenzu höchlich MN Verzeyhung bittend, dem Priester/dessen gedachter RingDie helllge Verena veneyhets ihme gemessen/ der Priester nähme den mitgar leichtlich / und willig disem aber / Danck an/ und liesse ihn durch dieFi-so ihnen fälschlich / und boßhafftiger scher selbst in stücker zertheilen / in derWeiß darzu beredt / und angeführet / entweydung finden sie in dem Magensagte Sie / werde wegen seines hals- deß Fischs den verlohnten Rmg / da-starrigen verstockten Hertzens die That tübersie sich etwas entsetzten / mll Ver-nicht also hingehen / wird auch nicht wunderung/ daß ein Fisch dergleichen
soll
GrosseSiraffÄeeden fälschn»Anklagn.
Ein ande,rer wirfstein RingaußMiß,gimst inRhein.
Der Riiywird widergefunden.