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Von der H. Jungfrau / und Marterln Verena. ,45
auß welchem ich der Armen pflegte;und dessen zur Säuberung/ und Ab-waschung ihrer Häupter ein Brauchgehabt. Wann du in dises würdestWasser thun / und mit demselben dichWaschen / alsdann erlangstu dein Ge-' ficht wider volikommllch - Ab diser Rederfreute sich das Weib hertzlich / men-ge zu den Hirten an besagtes Qrth/ dasie das H. Gefäß gemorsten: thätewie ihr befohlen / Wasser darein / undnetzte ihre Augen/ alsbald diß gesche-hen/hat sie auch wider recht/undwohl gesehen. Nach disem allem ha-
ben die gutherßige Christen / wegendiß grossen Augenscheinlichen Wunder-zeichens/ GOtt/ und diser H. Jung-frau zu ehren/ auch zu LobdcrgantzenLhebeischen Ritterschaft! an demselbenSrth ein Capellen bauen lassen / undwird noch heutigs Tags S. MauritijCapell gencnnt/ welche Jährlich ingrosser Anzahl des Volcks / mit gros-ser Andacht in öffentlicher Prvccsjion/und Creutzgang besucht wird.
r*- Margareta Weiblin auß Pfullen-yroffege. dorff gebürthig / bekäme an einemftbwulst / Scheuckel im Jahr 1599- Ein schrvck-md Wch. uche Geschwulst / deßwegen sie lang-Sckcn' wirigen grossen Schmertzen außgestan-ckkt widrr den ; und ob sie zwar vil Hilff / undschrotet. Raht gesucht / auch vilerley Mittel an-gewendet / wolle doch in allem nichtsentsprießen/ sonder die Geschwulst /und der Schmertzen mehrere sich vonLag zu Tag : Da fiele ihr ein / dievilfältige Gnaden so die H. Jungfrau/und Marterin Verena bey GOtt demAllmächtigen denen erworben hcite /welche sich ihres Fürbitts getrost / undin allerley Beschwernuß/ und Mängelangeruffcn hätten. Verlobte sich der-halben mit einem Hpffer/ und Wall-fahrt zu ihrem GOtrshauß/ und Be-gräbnuß zuziehen : machte sich aus/und-war Winterszeit im Ienner/ in gros-ser Kälte / und liessen Schnee/ da siegantz müd/ und matt/ schwach / undkrafstloß nach Zurzach kam; besuchtesie unverzüglich vor allem die Kirch /und Begräbnuß S. Verenä/ verrichtin der ihr Gebett/ und Opffer/ zude-me sie sich ( weil sie wie gesagt krafft-loß/ und müd war) mdergesetzt/ und
also under dem Gebett entschlaffen.Un- -gefähr über ein halbe Stund erwachtesie widerum / und befände daß nichtalleinder grosse Schmertzen ihresSchen-ckels/ undHertzensSchwachheit/ wieauch die ermatte Glider/ sonder auchgemeldeGeschwulst nachgelassen/ stun-de Verwegen auf/ danckete GOlt zu-vorderst/ und dann auch der H. Vere-nä um ihr treue Fürbltt.
Im Jahr 1606. Nachdem ein 7-.Gottsfvrchtig/ Andächtiges paar Ehe-volck ein Töchterlein harten/ welcheslange Zeit Blind wäre/ da sie dises "nach Zurzach zu S- Verena verlobten/nach vernchtcm Gelübd allda / ist außsonderer Barmhertzigkeit G-Ottes/ dasTochterlein wider sehend worden; wel-ches wir selbst von beeden Eiteren an- 'gehört/ und verstanden.
Ein bekannte Persohn zu Thien-gen/ so dem Gräjflichen Stammen Ein RindSultz underthon / hetre ein junges Lochterlein / welches in seinem gantzen Ge- Krsnckhettficht schadhafft von umfressenden Ge- crtldiga.prästen/daß ihm niemand zuhelffenwußte: Auf drß hat die bekümmerteguthertzlge Persohn das Kind verlobtS.Verenä aufzuvpffern/ welches/alssie roi z. Zu ihrer Begräbnuß gebracht/hat also bald aller Schmcrtz nachgelas-sen/ und ist das Kmd gesund/ undheyl worden. Darumen GOTT mseinen lieben Heiligen höchlich Lob /
Ehr / und Danck gesprochen worden.
Im Jahr Christi -6,6. Kammzween Männer auß dem Zürcher Ge- und an Lbiet den 14. Brachmonat gehn Zurzach/ bkisi-hrn^rallda ihr Gelübd / daß sie durch Raht- Ageb guter Leuthen fürgenohmen / zu-verrichten; auß Ursachen / weil ihreWeiber sehr Kranck waren: die einewäre Taubsüchtig / die ander schmertz-lichs Augen-Wehlhum; Alsbald aberdise Männer ihr Gebett verrichtet/ ha-ben sie sich erhört/ und ihren Weiberngeholffen befunden : welches sie mitDanck nach eingenohmenem Augen-schein wider zurück kehrend/ nach demsie ihr Gelübd vollendet /
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