Abt / und Beichtiger.
er
<7sp. n.
E. Fridö,linftcnetnach einerInsul imRhein s»im Gotkge«üffenbahret
unv Landhcrren llrsus / und Landolff( von welchen hernach weiters) aus derFinsternuß deß Unglaubens errettet /und zum wahre Gläubsmit einem grosseHaussen der Unterthanen gebracht wur-den. Es ist auch gar kein zweiffel /daß diser getreue Diener GOttes aufsolchem langen Weeg / und in allenStätten / und Orthen grosse / undherrliche Ding mit Worten/ und Wer-ken außgericht habe. So bewegteer auch v,l Menschen/ nicht allein daßsie reichliche Handreichung zu Erbau-ung der Kirchen/ und Kloster gaben/sonder daß auch vil die Welt / und ih-re Wollust/ und Reichthum verliessen/Und in seine angefangne Klöster williggierigen / und GOTT mit höchsterAndacht dieneren.
Der Allmächtige / und gütige GOtLhatte S. Fridolin/ als er noch inFranckreich zu Poitiers war/ geoffen-bahrer: er wolle ihme in dem Teutsch-land ein abgesönderres Ort im Rheinzeigen/ zu seiner / unv vilierGeistlichenWohnung/ und Seelen Heyl;welcherVerheißung der H. Mann noch garwohl eingedruckt/ verwegen als er nochzu Chur war / fragte er steissig / ob sienit wüßten ihme zusagen von einer In-sul indem Rhein gelegen/ die noch Wüst/ungebauet/ und unbervohnet were /Und die der Rhein mit seinem Flußumringete/ darauf ihme die Insul nitallein gezeigt/ sonder auch der Weegdahin gewrsen worden. Käme hie-mrt im Jahr Christi 495. nicht ohngrosse Mühe/ und Arbeit der langenReiß in die Insul/ so Seckingen/ undvor Zeiten Sancionum/ hernach aberSacconium genannt worden. DisesOrt wäre den uralten Römischen/ undTeutschen Kriegsleuthen wohlbekand /aber nachmahls also zerstöhrt/ daß eszu einer wilden Einöde worden. Da-hin schickte ihn GOtt der Allmächtige /daß er dieselbe Insul solle säubern / ih-Me zu seiner fürnehmsten Wohnung ma-chet» / und auch sein Leben allda zu vi-ler Menschen Heyl/ und Seeligkeitbe-schlossen. 2 m Anfang aber seiner An-kuntst / weil er niemand sein Fürneh-wen eröffnet hätte/ verwunderten sichdie umwohnende Völcker sehr / daß erals ein frembder Mann ohn Geferden/und Gesellen allein dise öde/und wüsteInsul Vörffte ohn ihrErlaubnuß bewoh-nen ; vermeinten er were ein Außspä-her/ und Vieh-Rrauber/ deßwegenschlugen und stoßten sie ihn unbarmher-tziglich/ und beleydigten den unschuldi-gen Mann GOttes sehr/ und letstlichkönden sie nicht mehr leyden / daß erlänger seim Ruhe / und Wohnung in
S- Fridö«tin ziechttun, Königin Franck«reich.
Erlangt bttInsul Se,Singen.
der Insul haben solle; sonder jagtenjhne mit gemalt/ nicht ohn gefahr sei-nes Lebens/ auß der Insul. Als nunder Heilige Mann auß der Insul Se-ckingen verjagt ward/ zöge er außEin-jvreckung GOttes gen Paris an desKönigs in Franckreich Hoff ( dann di-se Landschafft war damahlen dem Fratt-tzösischen Reich underworffen ) und et-zehlte dem König Clodoveo die Be-schwernussen/ und Unbilden/ so er zuSeckingen von den Innwohnern erlit-ten hatte; bäte auch demüthig den Kö-nig/daß er ihme nach seinem versprechen/
Hilff/ und Beystand / GOtt dem Her-ren zu Lob/ und der Kirchen zu Nutzleisten wolle. Der fromme König lies-se ihm die Sach angelegen sein / undgibt S. Fridolin samt allen seinen Nach-kömmlingen/alle Recht / und Gewalt/solches Orth/ und Insul unwidersprech-lich/ und ewiglichzubesitzen/ und zube-halten / mit allen zugehörenden Frey,hellen / und Eygenthum; und zu meh-rcrn Urkund diser übergab / gäbe erihme auch einen besonderen offnen/undUnderschribnen Gewallt oder Schirm-brieff / den S. Frivol,n mit eygnerHand hat versiglen müssen / damit andiser Königlichen / und freyer Schan-ckung niemand zwejfflen / und sich dar-wider legen dörffte. Zu disem allemhat ihne auch der Könrg mir anderenGaben / und Gütern verehret; auchum mehrer Sicherheit willen / einen Ge-leidsmann zugeben : die Bauren aber/die den H. Mann gehörter Massen übetgehalten haben / wolle der König nachgebühr, straffen ; aber der Heil. M§nnbatte den König / er solle den gefaß-ten Zorn fallen lassen / und ihnen ver-schonen / dieweil sie aus Unwissenheitsolche Schuld begangen hätten: und al-so ward der H. Fridolin von dem Kö-nig Clodoveo zu einem Herren diser Jn-sul eingesetzt/ und die Unterthanen ih-me zuhuldigen / und Gehorsame Mi-sten / gezwungen worden.
Um dise Gutthat danckete S. Fri- c-p. u.dolin GOtt dem HErren / der ihme sognädiglich zu der InsUl widerumgehvlf-fen hätte; behielt aber sein vorige De-muth / und name sich deß äußerlichenRegiments nichts an / sonder blibe be-ständig bey seinem einfältigen Wesen;bekleide sich schlecht / Und lebte in dergeistlichen Armuth so rühig / daß ihnevil Leuth verachteten. Nun trachtete ermit allem fleiß/an welchem Ort der Insuler einKloster aussuchten soltczda geschafft >es auf ein Zeit / daß er aus schwacherNatur sich zu Ruhe begäbe / und seinTäschlein darinn das Heiligthum St.
Hilarij verborgen läge / an einem Ast
eines