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König/ und Märtyrer.
fthöffneben andern / hielten / und tru- nen Mutter auffziehen/ Und prangen' gen ein sondere Andacht zu der H^ sahe ; begäbe es Mausern hoch Fest/Thebäischen Legion/ und der H. Re- daß er dise in gesagtem Pracht ersähe/liqüien/ zu welcher Ehr/ und Aeuss- und ihr biß sehr entrüstet/ verwiserdunung Gottes Lob / an dem Platz bist nicht würdig / sprach er / daß dichihrers Märtyrers / rufften sie K önig dise Kleydung bedecken / so deiner Frau-
Sigismund an/ bittende: daß er die en/ daß ist/ meiner Mutter gewesen
^ ^ kleine Versammlung der Brüder zu Ä- ftynd. Aber welcher unvttsehenersiauno mehrete/ auß dem Klösterlein Verweissung sie also bald entzünd / ih*Mauritij ein Gottshauß aufrichtete / der heiligen me auß gefaßten StieffMutters Haß/Kloster in Märtyr er Gebein hin - und her im Feld nach Leib / und Leben zustellen sich be-
Wail,«. ligend zusammen famMlete/ und erheb- dachte r Underfanat sich derhalben al-
te. "Da aber diß allenthalben/ und lerley List/ und Rathschläg/ sich andessen Bewilligung sich etwas verwei- ihme zurechen/ ihren Grimm/ Zorn /lete/ käme S- Theodorus der ander und Haß über ihtr außzugiessen / auchdiß Nahmens ( deme von GOtt dem wie sie ihn bey seinem Vatter möchteAllmächtigen geöffenbahret / daß er verächtlich machen. Endlich beschul-groß Wohlgefallen hette / wann Visen digte sie den Sohn bey dem Vatter /lieben Heiligen mehrere/ und grössere als ob er deme nach dem KönigreichEhr bewisen/ und ihre Heylthum zu- trachte/ ja gar nach dem Leben/ da-- sammen gelesen / und erhebt wurden ) mit er das Reich biß an Italiam/ Theo-«tlichmahl für genannten König zubit- dorici seines Großvatters Gräntzen zu-ren / daß er so Gottgefällig Merck für erweitern / und mitler weil bepde Reichdie Hand nehmen/und dem Gotts- zubesitzen/ und beherrschen mochte/dißhauß ein 2 lnfang geben wöile. End- sagte sie offt/ und vil/ daß Sigis-lichAnno 5-z. Bewilligte König St- mund ihren Worten entlich glaubte/gismund in die Fundation / erbaute und an seinem eygnen Sohn ein Todt-das Gottsharrß in der HH. Marty- schläger wurde. Darum im Jahrrer Mauritij / und seines Thebäischen Christi 51z. Der König zweyen sei-Heers Ehr; mit Königs Lotharij/und ner Hoff-Dienern ernstlich befohlen /
' seiner Brüder Clodovei Magni Söh- daß man Sigericum ( welcher ba-uen Bewilligung ; wurde auch in nach- mahls zimblich mit Wein beladenfolgendem Jahr durch dem H. Theo- nachdem Immiß schlaffend zu Bethvorum Bischoff von Sitten/ in bey- läge/ unverzogenlich mit einem Stricksein Sigismundi/ seines Adels/ und erwürgen solle. Aimo schreibt /Hoffhaltung zu Burgund / gewyhen. er sey mit einem Schwerd Hingericht
worden. Hat also diser edle Jünglingogp. 4. Sigmund aber / unangesehen daß den Todt unschuldiger Weiß erlitten /müv Zm ^ mtt Königlichen Geschafften / und und zumahl die Freyheit der Zungen/wen Lebe» sorgfältiger Regierung seines König- wie auch die unbehutsame Liebe gegen«ndgristli. reichö/ in Geist-und Weltlichen Händ- seiner rechten Mutter / gesagter Weißchen Ubm», len genugsam beladen : nichts desto entgelten müßen. Bald nach gescheh-en. minder übte er sich Tag / und Nacht Net sachen erfahret S. Sigismund auslm Gejatz deß Herren ; beflisse sich deß GOttes Anordnung / solche AnklagWachens / und Bettens / Fasten/und erdicht / und falsch zuseyn / aus Neyd /Allmosen geben: liesse auch von so hei- und Haß der Kvnigm angesponnen ;lrgem Eyfter/und Fürsatz nicht ab / fallet auf deß'Sigerici Leichnam/.fangtwelches den Trüffel so sehr verdroß / an hertzlich trauren / und weinen / dc-daß er allen List erdachte/ Unheyl in me ein alter Mann solle gesagt haben,seinem Reich / und Königlichen Pallast Beweine nunmehr dich 0 König / daßanzustiffren / besonder under seinem du so bösem Rath glauben / und VisenSohn Sigerio / und dessen StieffMut- zu tödten Befclch geben hast. Dannrer/ diß aber wurde letstllch dem H. diser weil er unschuldig / bedarff dasSigismund zu einem stetigen End er- flehens nicht. Der König aber liesseDigttius fvrießlich. Dann als Sigerius ein sich von heulen / und klagen / daß erkomm übel eMtziqer Sohn Sigismundt Königs zu seines Sohns Mord befohlen / nichtStiessmut Burgund/ von der Königin Amelber- abwenden/sprechend: O Gott ich hablcr ükr ga auß Jtalia erbohren / ein Jüngling gesündiget in dich und disen meineneines aufrichtigen/ hoch adclichen Ge- Sohn ; welchen ich also freventlich damüths/ so nicht geringes mißfallen het- er doch unschuldig / erwürgen lassen,te / daß sich sein Vatter mit einer / wel- Fieng darauf bald als ein Pilgram he-cht nicht Ävniglichens Herkommens / rumer zuziehen / und derH. Märtyrerund Srammens war / verheurathethet, Wallstatt hm - und wider zube,uchen /te/und selbe seine Stieff Mutter inKlei- der Hoffnung Gort auf d,se Weiß,düng/ und Geschmuck seiner verstorb- durch derer treues Finbitt-uversohnen»
Sigmimblaßt außAnhktzunßder Skiff«MutterSigericumr»«t leiden.
Hüt überbift ThatReu / «ichkeyd.