Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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94 8 . leu ^bbss, Lc Loufess.

wieder Priester vom Altar geht/ fal- dem heiligen Creutz/ versihet ihn mitlet er dem zu Füssen / bittent er wolle dem Hochwürdigen Sacrament deßGOtt für dem Stummen anrüsten: der Altars/ bald wird die Zung gelöset;Priester sagt ihme es zu / bettet für den damit Lobt er GOTT / und gieng

Stummen / bezeichnet ihn darnach mit Gesund nach Hauß»

as Weben/ Werben / und Wun-

derwerck des Heiligen Abts/ und Beich-tigers Magnt/ oder Magnoaldi.

Starke im Jahr Christi 6SZ. Dder 690. Den 7. September.

' Sein Leben hat in zweyen Büchern weitläuffig beschriben Thcodo-rus/ St. Galli Jünger/ welches bey ^leicuiors Haimißfeld GoldastenUm. I. ^liemsumcLlum Kerum, parre tecuncis, zustnben. Item^ ^Izrrinus kauceulis, z^nao i^ri. In LattlN M DwckÜUßgaNgM.Auß dlsen zweyen ist das unsere in kürtze verfasset. Dessen gedenckenauch ?. c-imiiuz, im Teutschen ^Lrc/roloZ.o, auf den < 5 . Herbstmo-nat. ^ krickemius cle Viris i11uttribu8 Orclmi» 8. LeneäiÄi. /Vrrolclu-rVioiij 1il>. z Vir-e 6. 8eprembri8. JttM dl't AugspUkger/ Cv-stanycr/ und Bündtncrische Ll-eviaris. Josn Srumptiiuz in seiner grossenSchwc yerischen Chronick l:b. 5. csp. r. Und letstlich loäocus ^tc^ierusStatthalter zu Wyl/ Lrokess 8. Oatti, in ^uusüb. LLllAsUeaßbuz» IN), r.Le r. ll)e Viris lttuttribus Uoussterij 8. Oalll.

^ Magnus / oder Mag-

S Magnj noaldus ist gewesen auß

HerkMn. Hibernia vom altem-

niglichem herkommen/des-sen Vatter Severus/ dieMutter Theoclea gehess-sen ; diler Jüngling verließe Vatrer /und Mutter / Hab / und Gut / und seinVarrerland / GOtt desto emsiger zu-siehet in dienen. Zöge über Meer in Franck-Franckreich reich / weil er Vernehmen / daß der H.juColum- Natter Co'mnbanus mit Gallo / undvujüicbm andern Geführten auch in FranckreichOrden -IN- zu Sigeberto dem König zugezogen /ruiiemmen. welcher ihnen die Einöde LuxoviuMi ein-geräumet/ und da ein Klösterlein auf-gehauen / in welchem sie ein Gottgefäl-lig Leben führeten. Weil dann ihraufrichtiger Wandel / und frommes Le-ben allenthalben erschallet / kamen zuihm von nah und weit entlegnen örthernvil Adeliche Kinder / der Welt abzu-danken / und sich in geistlichen Standzubegeben. Under denen wäre auchMaqnoaldus mit seinem Vettern / undGeleitsmann Fiacrro. Als sie zu Lu-xvvio ankommen / redten sie S. Gal-lum an/ deme entdeckte Magnoaldusseyn begehr/ und Vorhaben/ wie auch

was seyn Gefährd gesinnet were. Ichsihe/ sagte er/ euch im Dienst Got-tes allezeit eyfferig/ und beflissen/ dieEinöde/ und Wildnuß zuvorderst Liebhaben; in welcher zuvor die wildeThier gewöhnet/ euch aber haben wei-chen müssen; derhalben begehr ich de-müthigst in euer Geschellschastt ange-nehmen zuwerden. Als S. GalmsMagnoaldi begierd erkennetc / und sa-he fern Demuth / in allem gesorsamlichsich anzubieten ; thäte er es Colum-bano zuwrssen/ und führete sie zu Ge-sicht; antwortet der heilige Vatler:

Billich ist es/ daß wir diejenige/ soin geistlichen Stand eintretten wollen/in einem/ und andern beruffen/ underkündigen / wann sie bey uns sollenauf-und angenehmen werden ; Als asder Magnoald die kurtze Zeit( in der'er bey ihnen wohnete / die grosse Lieb/Jnnbrunst/ und Andacht/ auch un-derthämgste Demurh der Brüver sabe/kehrte er abermahl zum heiligen VatterColumbano um den Orden anzuhalten/mit Zusagrmg alles Gehorsams. Da- Mk'Mrauss empfienge er das Geistlich Kleid/ Mönch,thäte zu seiner Zeit feine Gelübd / undwurde hiofüro Magnuö genenner; nach

sei-