Von dem heiligen Magno/ Abtv und Beichtiger. 95
seinen Tugenden / und Verstand/daßihn GOlt noch grösser machen wolle.Dann Magiius zu Teutsch / Groß lau-tet / deßwegen er auch MagnoaldnsWird klo. genannt war. Miller Zeit vertraue-,irr ruier. ^ her heilige Columbanus Magno dieKellerschlüssel / machte ihn zum Keller.Es begab sich aber/ daß Magnus umEisenzeit/ ein jünger« Sonarium miteiner Kanten in dem Keller schickte /Bier zulassen; in dem er aber dasBier in die Kanten lasset/ und denZapffen bey sich in der Hand behielte /ruffte ihm Magnus / welcher aus Lie-be deß Gehorsams / alles stehen lassen/Mnderge. und S. Magno zugeloffen. Als aberC. Tnal Magnus deme gesagt was zusagt fragteverdienst. er Sonarium/ was er mit dem Zapftenin der Hand thäte ? Sonarius erschricktsehr / und weil er meinete das Bierwäre alles ausgelosten / läufst er demKeller zu / findet die Kanten übernRaufst voll / als ob die Kanten mit ei-ner schönen Cron geziehret wäre / eswäre aber nicht ein Tropfstein auf dieErden kommen. Sonarius da er di-ses vermerckt / liesse wider freudig zudem heiligen Mangen / fiele ihm zu Fuß/erzehlet ihm was im Keller geschehen.Magnus gteng mit einePriesterWinia-co auch in den Keller befände wie es So-narius hätte angezeigt. Dise zweenzeigten das Wunder S. Columbanoan / und schribens seiner Heiligkeit zu.Aber Columbanus sagte: Liebe Bru-der / diß Wunder ist nit meinen Ver-diensten/ sonder Magnoaldi Gebett /und Gottsförchtigem Leben zuzumes-sen ; daraus fiele Magnus Columbanozu Fuß / spräche mit grosser Demuth :Vatter laß solche Wort/ und Gedan-cken nicht aus dem Mund / und Her-tzen. Aber Columbanus befähle ihm-»schweigen / sagte: ich hab ein EngelGeltes dir sehen vorgehen / als duSonarium forderste/ welcher das Heil.Creutz über die Kanten gemacht / daßsie nicht übergelofsen / wie du selbst ge-sehen ; deßwegen du billich Magnus /das ist Groß/ von dem Brüdernge-neunet wirst.
c,x. r. Als Sigebertus König in Franck-reich erstochen worden / und sein SohnHildebertus gestorben / theileren Hll-debertizween Söhn das Reich/ Lheo-doricus bekam Burgund/ TheodoberrE. Mag. tus aber Austrasiam. Lheodoricusn!il8"§n. liebte Columbanum sonderlich / er-lumbanaiis freutte sich/daß ein so GottseeligeFranck. Gesellschafft in seinem Reich wohnete.reich venri, aber Brunechildis die alte Köni-gin/ Thcodorici Großmutter / ver-merckte daß Columbanus den Königzu keuscherem Leben anmahnete/ vonden Kebsweibern zulassen/ und sich in
den heiligen Ehestand zubegeben; da be-sorgte Brunechildis thr Pracht/ undMeisterschafft/ so ferrn diß geschehe /müßte sich bald enden / und sie von Hofausgefertiget werden. Beflisse sich /und überredte den König/ Columba-num mit Gallo/ Magno/ und etlichenandern Brüdern zu entlassen/ und ausdem Reich/ und Kloster zuschaffen.Also begaben sie sich auf den Fluß Li-garim schifften nach Turon / allda deßheiligen Martini Bischoffen Grab zube-fuchen/ und ihrer Andacht auszuwarten.Von dannen kamen sie zu dem KönigClothario / oder Lothario / ChilpericiSohn / welcher dise gern hätte beysichbehalten. Aber der heilige Columba-nus wolle nicht bleiben/ grösser« Haßder Königin zuvermeiden. Von Clo-thario kamen sie zu Theoberto/ welchersie freundlich empfieng / und in seinemPallast beherbergte. Da kamen nochetliche Brüder von vorigem KlosterLuxovio zu Columbano / <0 Brunechil-dis Verfolgung entgangen; deßwegenKönig Theodebertus dem heiligen Co-lumbano und seinen Mitgefährten er-laubt / in seinem Königreich ein Qrthund Platz für ein Kloster zu erwöhlen.Da kamen sie an den Züricher See/dadie Limmat etnsiiesset/ in ein DorfsTucconia/ Tücken genannt / wohnetenallda ein kleine Zelt / weil sie Glaubenshalber vertriben wurden. Von dan-nen zogen sie gen Arbon/ und Bre-gentz/ was sich da verlosten / ist in vor-gehendem Sanct Galli Leben zufin-den. Einsmalö schickte S. Colum-banus den Magnum Apssel zusuchen /als vil ihnen den Hunger zustrllen von-nöthen wäre. AVer er fände bey denApsteln ein Bären/ welcher die besteApstel für sich gelesen/ und gefressen /Magnus entsetzt sich; bezeichnet sichmit dem H. Creutz/ und auß geheißdeß Vatters Columbani / geborte Mag-nus dem Bären/ er solle mit einemtheil Apssel zufriden seyn / machte nureinem Stecken durch die Hecken / undStauden em trich/ und Zjhl/ daß äde-rig solle er seinem Vatter/ und Brll-dern lassen. Der Bär ließ sein Ge-sicht/ auß Gehorsam zu der Erden /lasset Magnoaldum seine Apstel aufle-sen / und heimtragen. Warde auchhernach wahrgenohmeu/ daßderBär/so lang dre Heilige da verbilden/ seynZihl niemahlen übertretten. Übervrer Tag schickte Gorr seinen Dienerenvil Vogel/ von denen ficnge Mang /und andere Brüder mit den Händen /daß sie z. Tag zu Essen härten; denübrigen grossen Haussen urlaubte Mag-nus wider wegzufliegen / und ist auchgeschehen.
Wie
Die Heiligeziehen hin/und her /kommen anZüricherSee / undgen Brr,gentz.
Wie S.Mang dieAM mikein- » Bäreabgetheilt.
Vogel kam«m-ii häuf.femvaß ,ürdas Klosterzu feinerDienerAulen,'hak.Haltung.