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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von dem Heiligen Magno/

r- Wie sie von Brgentz von Guntzone Gallen von Vregentz nach Arbon / inauf deß Pöffels Anreitzung / vertriben die Wildnuß gezogen / auch weitererin Aaiiam worden / ist inS. Galli Leben zulesen/ Verlaust mit Hertzog Guntzonis Toch-roge last Cap. 4. Weil S- Gallus I wegen deß ter / ist in deß heiligen Galli Leben zu-Magnum Fiebers dahinden gebliben/ fiele er S. finden. Cap. 6. 7. 8. und 9. Als derlode? 2 ^ Columbano zu Fuß / fragend: wie er heilige Gall deß Hertzogs VerehrungFikbrrhst. sich verhalten müßte? dann solte er under die Arme austheilte / wolte S.mit andern von bannen ziehen / und Magnuö ein silbern Becher zu einemGallum verlassen / mochte er Trost / Kelch / zurück behalten / welches S.und Wahrt halber verderben; dochwe- Gall ihm verwisen / und nicht habenre er bereit mit Columbano fortzuzie- wollen / sprechend : ob er nicht wissehen / wie S> Petrus Christo gefolget/ daß auch S. Columbanus aus einemwolle auch Gallum verlassen / wie S. Ertzinen Kelch hatte Meß gehalten ?

Petrus sein Fischgarn. Da sprach Co-lumbanus Magnoalde/ ich weiß daß Was sich mit S. Gallen nach deß f'du nach laut deines Nahmens/ groß/ heiligen Columbani Abreibungzugetra- A.und berühmt in Visen Landen werden gen / wie er Magnum in Italiam ge- -iahrbcywirst/auch vil bekehren / und ihre See- schickt / ist in vorgehendem S. Galli S. Gallilen gewinnen / deßwegen ich gar nit be- Leben Cap. 11. zusehen. Nachdem S. 3 E-gehr / daß du mit mir ziehest / sonder Magnus / und Lheodorus under S.erlasse dich / und Theodorum unserm Gallen Gehorsam ro. Jahr / biß er imgeliebten Gallo zu Trost in Teutsch- Jahr 624. gestorben / gelebt; hat sichland / ihme bestes Fleiß auszuwarthen/ alles zugetragen / und befunden / wieund zupstegen / sollen auch bey ihme S. Columbanus dem H. Magno vor-bleiben / biß euch mein Todt kundbahr gesagt. Dann nach vil Jahren ( Jo-WasS- wird. So du aber meine Kranckheit / docus Metzlerus setzet 40. Jahr) vonCvlmM, aus deß H. Geists Eingebung verste- S. Galli Todt / als Magnus / undwirst / möchte ich leyden / du- Theodorus immer bey S. Galli Kir-wcg"uMo! mest zu mir. Wäre es aber dir nicht, chen wohneten / und andern VrüdernMkM. möglich / so besuch Mein Grab / und wohl vorstunden; erweckte Sttowinusmeine Mitbrüder/ nach meinem Todt / Hertzog in Schwaben / und sein Vogtvon denen sollest du Brief/ und meinem Erchonaldus/ um Arbon grosse T yran- Die AllStab bekomen/dem Gallo zuüberliffern/ ney / verhergten / und verbrannten al- wird »er,und seines Gehorsams entledigen. Du les / schlugen vil zutodt / fielen in S.und Theodorus werden auch erleben / Galli Kloster / blünderten dasselbiq /und mit Augen sehen daß das Grab öffneten dessen Begräbnuß auch / schlu-Galli/von mißgünstigen Leuthen/und gen Magnum/ und Thcodorum halbRäubern eröffnet / und zerstöret wer- Todt. Bischofs Buffo von CostantzDe; Nach welches wider Aufterbauung/ nam den Augenschein selber ein/ hatziehe dahin / da S. Narcissus Bischoff/ deß heiligen Galli Bein zufirmmen ge-Dem Teuffel gebatt ein Drücken umzu- lesen/ verschlösse sie aufs neu/ und ver-bringen/ allda wirst duvil Seelen zum ordnete/ daß sie beyde Bruder widerChristlichen Glauben bringen/ und be- bekleidet wurden / und Leibs Nahrungkehren / dieselbe werden dich nicht Mag- hätten. So vil vom ersten Theil deßrioaldnm / sonder Magnum heißen we- heiligen Magni / wie es mit den HH.gen deiner grossen Thaten / und Wer- Columbani/ und Galli vermischt/ de-cken ; du wirst auch von den bösen Gei- rer Jünger / und fleißiger Geleitsmannstern/ und derer Anhang / vil Nächste!- er gemessen / deßgleichcn ein Mitgehülff/lung/und Anlauffhaben/und ausstehen und Zeug wunderlicher Merck/undmüffen; aber sey getröst / und standhaft- Thaten. Im andern Theil wöllcnrig / GOtt wird dich nicht lassen / um wir kürtzlich melden/ wie St. Mangdessen Nahmen willen du es verrichten auß Schweitz in das Algöu kommen /werdest. Endlich sage ich dir auch / und dort begraben / rc.daß du bald nach meinem Abschid/ vom

Bischoff? zu Costantz dieWeyhung eines Difts Unheyl/ und Beschwernuß c-pDiaconi empfangen werdest; und da deß Klosters S. Gallen/ wie nicht S Man-sie den Seegen / und das letste Vale weniger S. Columbani Prophecey zu gcnwirvvon Columbano / und andern Brudern/ dem Gottseeligen Magno / daß er den 2mit Thränen genehmen zöge ein Theil Christlichen Glauben verkündigen/und u A zu-im Jahr 6iz. gen Bobium/ in Welsch- wertaußbreiren müßte/ gegen Aufganq »eriassn/

' land bey Mäyland gelegen / da lebte der Sonnen/ sichreren dreheilige Man- «"ddas. S. Columbanus noch ein Jahr/ star- nerofftzu Hertzen ; deßwegen begaben «mu?p"'be Anno 6 > 4. den 2l. Novembris. sich Magnus / und Theodorus in ein bigcn-

andächtig Gebett/ rüfften GOtr mitWie der heilige Magnus / mit S. Eyffer an/ daß er ihnen ein Geleits-mann