Costantzer Vischchumö. * 141'
Archen / oder graben / woher das Liecht halb der Erden an einem ehrlichen Ortkommen möchte. Da sie nun beydem der Pfarrkirchen behalten. Hiemit-emerckt des Licchts angefangen zugrar nahmen die Landleuth zu Underwal-den/ fanden sie bald in der Erden die den/ sonderlich die von Buchs / UrrGebein des verstorbnen Bruders/ des- fach/ um das Jahr Christi 1Z42. einfen Haar/ und Bart noch unversehrt Capellen über seyn Grab/ und Woh-an dem Köpft' stunde/ daraus man nunginS. JostendesheiligcnBcichrleichtlich schllcssen/und vermerckenmöch- tigers/ undEinsidlersEhr/ aufzubau-re/daß es derGottseelige Einsidlerin en/und Weyhen zulassen/ und desder Wildnuß müßte seyn/unddannenr Gottseeligen Waldvruders Haupt /hero dises nächtliche Liecht über seinem und Gebein wider darein zutragen/ undGrab erschienen / seyn Heiliglichkeit ob dem Chörlein in ein darzu gemach-dardurch der Welt kündbar zumachen, tes Orth / und verglasetcs Kästlein
zustellen ; da es noch zu dlser Zeit vonDarum die / so abgeordnet waren allen so ihr Gelübd / und Wallfahrt dardem Liecht nachzusetzen/ haben die Ger hin verrichten/ und GOTT in seinembein ehrlich aufgefasset/und in die Psarrr Heiligem verehren/ zusehen. Vonkirchen gen Buchs getragen/ und be- diser Capell besihe unser Illearrurngraben. Das Haupt aber/ weil es Lccleüaüicum llllelvcriorum , St. Jo-noch nicht verwesen/ auch das Haar sten Capell/ und BruderhäusleinUnd den Bart noch unversehrt hätte / an dem Burgenberg.
sinnt etlichen Gebeinen / war ausser-
XIII.
Von demSeeligm Hcnrtch/ Hirt/ und
Beichtiger.
der Landgraffschafft Turgou/^in Stund under der StattFraucnfcld/und auch ein Stundvon dem Fluß die Thür genant/auf einer höhe ligt das Dorff/ undPfarrkirchen / samt einem Borgstall /alles Gachnang genannt. In disemFlecken/ und Pfarrkirchen war auchvor Zeiten ein Chorherren Stifft/vonsechs/ oder acht Priestern/ die demGottsdienst bey Tag / und Nacht auß-warteten/ und GOtt fleißig dienetenmitsingen/ lesen / und heiligen Aemprteren. In diser Psarr / und Stifftkrrrchen wäre auch PfärrigdasDorffGer-ticken mit seinen Höften. Nun wohrnete in disem Flecken Gerlicken um dastausent/ zweyhundert Jahr / vor odernach / ein frommer/ einfältiger/und anrdächtiger Hirt/ mit Nahmen HenrichPfrintz/ der -erwachete/ und verhüte-te der gantzen Gemeind Herrd Viehvil Jahr mit grossem fleiß / und Sorgrfältigkeit: Er dienete GOtt in rechterAndacht / und stättem Gebett Tag /und Nacht / und käme auch in fo grosseVollkommenheit deß Lebens / daß ervil Jahr täglich zu Morgens frühevon Gerlicken gen Gachnang bey dreyViertelstund / zu den Chorherren darselbst in die Metten glenge.
Es wolte aber GOtt der Allmäch-tig auch den Menschen/ und Jnnwoh-nern diser Landen / seines treuen Die-
ners Vollkommenheit / und Verdienstkundbahr machen; sonderlich daß eretliche Jahr vor seinem Todt täglichzu Morgens frühe / wann er von Haußnach Gachnang zu der Metten giengc /das klein Glöcklein zu Gachnang sichselber täglich so lang lcuchete / biß erin die ofttgesagte Stifftkuchen käme.Es begäbe sich aber aus ein Zeit / daßso nahes / schlipfferigcs / und unsau-bers Wetter einfiele/ daß der Gottsee-lige Hirt in dem Feld nicht möchte fort-komeu/deßwegen er einen Zaunsteckenvon dem nächsten Zaun name / sich daranzusteurcn / und füglicher zu der Kirchen /von danen widcrum nachHauß zukomen.Als er aber den andern Morgk wlderumzu der Metten gienge / wolte sich dasGlöcklein zu Gachnang selber nicht leu-then / noch hören lassen ; also giengeder H.Hirt in sich selber / und befändedaß er seinem Nächsten das feiniqe ent-ftembder hätte/ gehet zurück nach Hauß/uame den Hagstecken / steckte ihn m seinalt Orth/ und höret von Stund anwi-derum das Glöcklein hell klingen-
Als nun der Gottseelige Hirt Hcn-ricus den Lauft seines Lebens vollzo-gen/ starbe er eines secligen Todts / denewigen Lohn/ so denen die GOtt steisrsig gcdienet / in der heiligen Schrifftversprochen/ zuempfahcn. Sein tod-ter Leichnam ward ehrwürdiglich nachGachnang geführt / und wegen seines
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