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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Costantzer Vischchumö. * 141'

Archen / oder graben / woher das Liecht halb der Erden an einem ehrlichen Ortkommen möchte. Da sie nun beydem der Pfarrkirchen behalten. Hiemit-emerckt des Licchts angefangen zugrar nahmen die Landleuth zu Underwal-den/ fanden sie bald in der Erden die den/ sonderlich die von Buchs / UrrGebein des verstorbnen Bruders/ des- fach/ um das Jahr Christi 1Z42. einfen Haar/ und Bart noch unversehrt Capellen über seyn Grab/ und Woh-an dem Köpft' stunde/ daraus man nunginS. JostendesheiligcnBcichrleichtlich schllcssen/und vermerckenmöch- tigers/ undEinsidlersEhr/ aufzubau-re/daß es derGottseelige Einsidlerin en/und Weyhen zulassen/ und desder Wildnuß müßte seyn/unddannenr Gottseeligen Waldvruders Haupt /hero dises nächtliche Liecht über seinem und Gebein wider darein zutragen/ undGrab erschienen / seyn Heiliglichkeit ob dem Chörlein in ein darzu gemach-dardurch der Welt kündbar zumachen, tes Orth / und verglasetcs Kästlein

zustellen ; da es noch zu dlser Zeit vonDarum die / so abgeordnet waren allen so ihr Gelübd / und Wallfahrt dardem Liecht nachzusetzen/ haben die Ger hin verrichten/ und GOTT in seinembein ehrlich aufgefasset/und in die Psarrr Heiligem verehren/ zusehen. Vonkirchen gen Buchs getragen/ und be- diser Capell besihe unser Illearrurngraben. Das Haupt aber/ weil es Lccleüaüicum llllelvcriorum , St. Jo-noch nicht verwesen/ auch das Haar sten Capell/ und BruderhäusleinUnd den Bart noch unversehrt hätte / an dem Burgenberg.

sinnt etlichen Gebeinen / war ausser-

XIII.

Von demSeeligm Hcnrtch/ Hirt/ und

Beichtiger.

der Landgraffschafft Turgou/^in Stund under der StattFraucnfcld/und auch ein Stundvon dem Fluß die Thür genant/auf einer höhe ligt das Dorff/ undPfarrkirchen / samt einem Borgstall /alles Gachnang genannt. In disemFlecken/ und Pfarrkirchen war auchvor Zeiten ein Chorherren Stifft/vonsechs/ oder acht Priestern/ die demGottsdienst bey Tag / und Nacht auß-warteten/ und GOtt fleißig dienetenmitsingen/ lesen / und heiligen Aemprteren. In diser Psarr / und Stifftkrrrchen wäre auch PfärrigdasDorffGer-ticken mit seinen Höften. Nun wohrnete in disem Flecken Gerlicken um dastausent/ zweyhundert Jahr / vor odernach / ein frommer/ einfältiger/und anrdächtiger Hirt/ mit Nahmen HenrichPfrintz/ der -erwachete/ und verhüte-te der gantzen Gemeind Herrd Viehvil Jahr mit grossem fleiß / und Sorgrfältigkeit: Er dienete GOtt in rechterAndacht / und stättem Gebett Tag /und Nacht / und käme auch in fo grosseVollkommenheit deß Lebens / daß ervil Jahr täglich zu Morgens frühevon Gerlicken gen Gachnang bey dreyViertelstund / zu den Chorherren darselbst in die Metten glenge.

Es wolte aber GOtt der Allmäch-tig auch den Menschen/ und Jnnwoh-nern diser Landen / seines treuen Die-

ners Vollkommenheit / und Verdienstkundbahr machen; sonderlich daß eretliche Jahr vor seinem Todt täglichzu Morgens frühe / wann er von Haußnach Gachnang zu der Metten giengc /das klein Glöcklein zu Gachnang sichselber täglich so lang lcuchete / biß erin die ofttgesagte Stifftkuchen käme.Es begäbe sich aber aus ein Zeit / daßso nahes / schlipfferigcs / und unsau-bers Wetter einfiele/ daß der Gottsee-lige Hirt in dem Feld nicht möchte fort-komeu/deßwegen er einen Zaunsteckenvon dem nächsten Zaun name / sich daranzusteurcn / und füglicher zu der Kirchen /von danen widcrum nachHauß zukomen.Als er aber den andern Morgk wlderumzu der Metten gienge / wolte sich dasGlöcklein zu Gachnang selber nicht leu-then / noch hören lassen ; also giengeder H.Hirt in sich selber / und befändedaß er seinem Nächsten das feiniqe ent-ftembder hätte/ gehet zurück nach Hauß/uame den Hagstecken / steckte ihn m seinalt Orth/ und höret von Stund anwi-derum das Glöcklein hell klingen-

Als nun der Gottseelige Hirt Hcn-ricus den Lauft seines Lebens vollzo-gen/ starbe er eines secligen Todts / denewigen Lohn/ so denen die GOtt steisrsig gcdienet / in der heiligen Schrifftversprochen/ zuempfahcn. Sein tod-ter Leichnam ward ehrwürdiglich nachGachnang geführt / und wegen seines

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