GS> Ro-manik undknpicinuSjeyden gros-se Nachstel-lung deßTeulscis.
Nehm außder Wild-nuß.
(5z p.
Die HH.Bruderkomm wi-der in dieWildnuß.
Sie bäumein Kloster-
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Von etlichen Heiligen /
andächtiges Leben in ihrer Wildnuß an-steueren / GOtt Lag / und Nacht ernst-lich mit Betten / Lesen / und Betrach-tungen/ dientten/ und nur von Krau-tern/ und Wurtzlen sich ernähreten/si-tze da nähme der Teuffel/ ein Feind /und Hasser alles Guten/ Ursach/ siean ihrem vornehmezuverhindern:Daßso bald die zween Brüder sich zu demGebet! begaben/ da warffen die Teuf-te! mit Steinen zu ihnen/ als wann eindicker Platzregen fiele/ dardurch sie oftübel getroffen/ und verletzt wur-den. Dieweil aber der Streit je lan-ger je mehr sich erhebte/ so entschlossenstesich beyde Brüder auß Forcht/ Jugend /und Schwachheit des Fleisches dieWild-nuß zuverlassen/ und widerum in dieWelt zugehen. Also begäbe es sich/daß als sie aus der Wildnuß grengen/und zu eines Vauren Hauß/ Nacht-herberg zubegehren/ kamen / fragte siedie Bäurin: woher sie waren? undwo auß sie wollen ? da erzehlten ihr diezween Brüder den gantzen Verlaust /was guten Willens sie wären gewe-sen GOtt in der Einöde zudienen /wären aber von dem Teuffel verhindert/und so hefftig geplagt worden / daß siebedacht seynd/ jetzt widerum in dieWelt zugehen. Die Frau sprächeaus Einsprechung des H. Geists zuihnen : Ihr habt unweißlich gehandlet/daß ihr die WUdnuß verlassen/ unddem Teuffel platz geben/ darum ermäh-net sie daß sie solten widerum in dieEinöde gehen/und Standhaffrtg darin»verbleiben/ GOtt werde sie mt verlas-sen/ und ihnen behilfstich seyn.
Wie nun Lupicinus/ und Rotnanuödise Ermahnung hörten/ erkannten sieihr Schuld/ fasteten einen neuen Eyf-fer/ mit Göttlicher Hilff widerum indie Wildnuß zukehren/ und darinnenzuverharrem Als sie aber darein ka-men/ gienge der strenge Kampff wide-rum an/ und je wüster die Teufte! wü-teten/ tobeten/ und mit Steinen zu-wurffen/ je gedultiger die Heiligen sol-ches erlitten/ und andächtiger in ihremGebe« waren / und Göttliche Hilft be-gehrten / die dann nit lang außblibe /und den bösen Feind zuweichen zwan-ge. Also bewohnten die HH. Brü-der die Wildnuß etlich Jahr lang ingrosser Heiligkeit/ biß ihr Nahm/undheiliges Leben den Menschen bekanntwurde/ und man anfienge zu ihnen zu-wandten / ihrer auch vil sich selber inihren Gehorsam zuergeben/ GOtt zu-dienen/ und die Welt zuverlassen. Da-rauf säuberten / und pstantzten sie dieEinöde/ und bauten allda ein Kloster
Condatiscone genannk. Weil abekdas Kloster die Geistliche Persohnen 4so sich in ihr Gehorsam ergeben/ nitfassen möchte; wurden bald zwey an-dere Klöster in derselben Gegne auf-gericht/ und die Brüder darinn abge-theilt ; welche die beyde H. Vätter Lu-picinus / und Romanus fleißig heim-suchten/ in Klösterlicher Zucht / undDisciplin underrichteten/ trösteten/ undin allen Nothtürfftigkeiten VätterlicheSorgfältigst/ und Vorschub thäten.
Der H. Abt / Und Vatter Lupi- cix. *cinus leuchtete in diser heiligen Ver-sammlung mit dem Leben/ Exempel/und aller Vollkommenheit vor/ wie dieSonn under den Sternen in dem Fir-mament/ sonderlich war er einer gros-sen Abstinentz/ und Abbruchs in Estenund Trincken ; daß er offt in dreyenLagen nichts versucht/ den Durst lö-schete er wunderbahrlicher Weiß; eeliesse ihm ein Geschirr mit Wasser für-tragen/ darein er seine Händ ein guteweil hielte/ und sahe man daß seineHänd das Wasser ansich zugen /alswann ers zum Mund ein träncke / dar-mtt löschet er seinen Durst. In Hal-tungder Regul/ und klösterlicher Voll-kommenheit/ wäre rr ihm / und denseinigen Streng / liesse niemand müßiggehen/ noch schläfferig seyn Sach/ undAmt verrichten, oder unützes Geschwätztreiben; den Weibern verbotte er allenZugang/ mit ihme oder den seinigenzureden / und zubesuchen. Weil auchdise Wildnuß rauch/ und unerbauenwar / und die Zahl der Brüder sich täg-lich vermehrte/ daß dem GottseeligenVatter schwär fiele/ so vil zuerhalten/da öffnete der barmhertzige GOtt/ sodie Seinigen nit verlasset/ seinem ge-treuen Diener einen heimlichen Schatz/in der Wildnuß / von deme der Heil»
Vatter Silber/ und Gold Jährlichnähme/ so vil er erachtete ihme vonnö-then zn seyn / seine Brüder durch daßselbige Jahr zuerhalten / und dises thä-te er Jährlich/ wolte doch das Orthkeinem Menschen offenbaren die Lägseines Lebens.
Auf em Zeit als Lupicinus seineKloster besuchte / und in das/so an dasTeutschland angräntzkte/ komen/die Ku-chin besuchte / und gesehen/ wie ausmancherley Weiß die Speisen vonKräuter / und Fischen den Brüdern /so in dem Feld waren / zubereit wurde/empfände der fromme Vatter ein gros-ses Mißfallen darab: gebotte gleich ei-nen grossen Kessel zu dem Feur setzen /und alles under einander darein thun/kochen/ und darauß den Brüdern än-lich«
o-,,.S- LilnasMseiner 8der Ein