Von etlichen Heiligen /
sein Haar / und Bart abgeschnitten Kriegsheld / aber nach Soldaten gö/worden. Da nun der Caplan mit brauch ein lasterhaffter / und üppigerdem Wein widerum käme / und das Mensch. Als nun diser Ritter ausgrosse Wunderlichen manniglich er- dem Krieg in sein Vatterland widerumzehlte / ward sein Heil. Leib mit dem glücklich angelangt / und vil von denwarmen Wem abgewäschen / und mit Tugenden/und WunderzeichenS-Flo-Freuden / und Lobgesang an dem ge- rini gehört hätte / bekäme er ein son-sagten Orth nach deß H. Florini wil- derbahre Begierd sein Grab zubesu-
chen/dahin dann täglich vil Wallfahr-ten zu der selbigen Zeit verrichtet/ und
len / ehrlich begraben.
Bey disem wolte es der Barmher- gethan wurden. Wie nun Rudolphus
tzige GOtt noch nicht beruhen lassen / zu Heremusien / und zu deß H. Flo-sonder die Verdienst seines getreuen rini Grab angelangt / begäbe es sich /Dieners kundbahrer machen/ und mit daß dazumahlen / in drses Herren Ge-mancherley Wunderzeichen vermehren i genwärtigkeit / ein Weibspersohn mitDann als man den Wein/ nach seiner dem Teuffel besessen / durch deß Heil.Abwaschung in einem Geschirr über sein Florini Verdienst entlediget wurde.Grab gehenckt hätte/ und vil mit dem Ab welchem Spectacul/ und Zufchau-Freber behaffte Menschen dahin kamen/ ung der mchrgemelte Edelmann vonwurden sie durch Krafft / und Niessung dem rothen Wasser / wunderbahrlichereines Tropfsteins diseö Weins / von di- Weiß von Gott durch deß Heiligen Für-ser Kranckheit entlediget. Die Blin- bitt/ zu der Büß / und Bekehrung seinesden / Krummen/ und Lahmen/ so sich bösen Lebens/erleuchtet worden. Führ-mit disem Wein wuschen/ wurden ge- te also 7. Jahr kin frommes / bußfer-sund. Die Wassersüchtigen / so dar- tiges / und Gottseeliges Leben. Imvon mit Andacht trancken / erlangten 8. Jahr zöge er über Meer in das H.ihre Gesundheit. Die Aussätzigen Land gen Jerusalem / und besuchte mitwurden gereiniget / und endlich wur- Andacht dieH. Statt. In dem heim-den die böse Geister aus den Leibern reisen aber käme er in Calabriam / in
ein Statt genannt Vrundusium / all-da bekäme er Rudolphus Gerhardum
der Menschen getriben.
c-p- 8. Im Jahr Christs 9Z0. zu Zeiten Eben / und Adelonem zween getreuedeß Bischoffs Valdonis zu Chur/ ver- Gefährten / mit welchen er in Rhetiagabcte Käyser Henricus deß Nahmens in einem wilden / und ungeheuren Waldder erste / zu deß H. Florini-Begrab- gienge / ein Emsidlisches Leben zufüh-nuß die Kirchen samt den Kirchensatz / ren / und die fürüber reisende Persoh-mit aller Berechtig - und Herrlichkeit nen von Mördern / und Dieben ( de-deß Fleckens Sindes / in dem Enga- ren der Wald vil hatte) zubeschirmen.din gelegen / aus Bitt / und Anstiff- Dann niemand dardurch sicher reisentung deß Grasten Arnulphi in Rhetia. dörffte. Endlich stistttte der HerrDaraus dann gründlich abzunehmen / Rudolphus das Prwmonstratenser Klo-daß unser H. Florin hundert Jahr zu- ster Lonvantiense in Bünden / bega-vor / um 8^6. Jahr gelebt wird haben, bete das reichlich / und zöge darauf genHernach zu Zeiten Käysers Friderichs Elwangen / und starke allda Gottsee-deß I. im Jahr deß HErrn 1107. leb- liglich. Dessen Bekehrung / secligeste in Rhetia oderGraubündten ein Ed« Leben / und Todt / der Fürbitt S»ler Herr / mit Nahmen Kucioipi'iu8 gh Florini billich solle zugeschribenaguki rubea ) Rudolff von dem rothen werden.
Wasser / ein erfahrner ritterlicher
V.
Vom ftcltgm Wiggero Blschoff.
Im
yc». dm 1.Nov. *
crap. I. ^^^ÄWerus / Wicherus oder Wt- Und Bestattung deß Käysers / wegendogarius/( dann so vil un- seiner Erfahren-und Geschicklichkcitverschied findet man in sei- erhebt worden / und vierzehen Jahrnem Nahmen ) der vierdte darinn gesessen. Er hat dem SynodoAbt zu Ottenbüren in Schwaben / S. zu Maintz/ welchen Käyser ArnulphuSBenrdittt Ordens / ist im Jahr Chri- zu Zeiten Lundbrecti / oder LymbertiDrusch,us sti 888. an Udalmanni statt zu der Bi- deß Crtzbischoffs daselbsten / hat ver-schöfstichcn Hochheit zu Augspurg / mit samlen lassen / beygewohnet. Disemeinhelliger Erklärung der Gemeind / frommen Bischofs Wiggero überschick-