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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Des Bischthums Wallis. * i^z

(ü»lgr ^aronius , Petrus Oanillus , ilt in dbronico ^ano Domini 597. Iko-ihrcn /Vlarr^rologhs an dem 28. Tag mas öo^ius (ioNArebgrionis OrarorijMertzen. OreAorius "lluronenlls 6s 6e llLnis Lccletiw in alrers parre lom.L'vris lVlari^rum , cap. 76. öc in 2. üb. 2z. cap. 19. 81L00 vero 98.t^illoria 6e 6clli8 krancorutti Üb. 4. Item 6uilümannus 6e tlebus klelve-«ay. 24. Paulus Diaconus 6e Oellis rioium , üb. 2. csp. 12. kol.Don»obar6orum üb. z cay. 17. kerrus 245. öe 247^

in LacsIoAO üb. 4. cap. 8. 8i§eberrus

Viir.

^ XI ^ 8, LpitcO^us, 6c donfeÜt>r.

Amatus/Bischoff/ und Beichtiger.

Im J.iA66 L. 4 « deRrZ- Scpt.

^^^Er Heil. Amatus von Neapo-lis gebohren / war erstlich einMönch zu S-Moritzen in Wal-lte / als er sich aber befändevon GOtt in ein grössere Vollkommen-heit/ und seeligcrn Stand beruften zu-seyn; verliesse er mit seines Abrs Be-willigung -ein Kloster / zog'e in eincho-he Wtldnuß/ (derendas Land Wallisvoll rst ) bauete ihme darum ein Ceüoder Betthckrßlein ( welches noch zu-sehen / und bey unser lieben Frauen indem Fesen genannt wird ) darinn erGOtk in einem neuen Leben streng /und anvächtiglrch lebte/ und dienete.Er war von dem Bischoff zu Sittenofft/und vil heimgesucht / der seiner hei-ligen Nähten pflegte - wie auch nichtminder von dem Landvolck/ wegen sei-nes stillen Lebens / und heiligen Wan-dels/ fast geliebt. Nach absterbenaber deß Bischoffs in Wallis / war A-matns auß seiner Einöde beruften zudem Vischthum ; deme er etliche JahrMit grossem Fleiß/ und Eyffer löblichvorgestanden. Darnach würd er beydem König Theodorico / deß Nahmens

der dritte / zu Franckreich / und Bur-gund durch böse Leurh sonderlich durchEbroinum seinen Hauß Majoren ver-klagt/ und so fälschlich beschuhen/ undverkleinert/ daß der H. Amatus vonseinem Vischthum verflossen / und indas Ellend verwisen war. Wie dannauch andern Bischöften / und Geistli-chen in Franckreich widerfahren/und indas Ellend verflossen / oder gar getobtworden. Der H. Amatus aber näh-me das Creuß/ und Schmach von derHand Gottes / mit Gedult - und Freu-den auf; der war hernach / als manseinen H. Wandel/ und Leben Augen-scheinlich wahr nähme / durch frommegeistliche Persohnen auß dem Ellendwiderum beruffen/ und zu einem Abtin einem Kloster füraeseßt. Besitzedas Leben des H. Bischoffs AmatiSenonensis ( korre 8e6unenüs ) bey un-serm Vatter Laurentio Surio Carrhäusser Tom- 5. auf den iz. Herbstmonat.Item Franciscum Haräum/ ob sie sichdiser beyden Heiligen Leben nicht ver-gleichen / und villeicht nur einergewesen seyn mochte.

IX.

8. ^1/1^ As) 8, Lpilcopm, Xl)!i>38.

»eiligen Bischoff/ und NtMthao.

MJabr

790 . 4 « deilrz- Scpk.

Althäus/ oder Aletheus/ der gen/ als er über St. Bernardi Bergeilffte Bischoff zu Sitten zöge/die Reliquien des heiligen Man-so gefunden wird/ und zu- ritzen / und seiner Gesellschafft znbesu-gleichderzi. Abtdes Gotts- chcn/ und zuverehren ; allda er Ca-hauses St- Mauritzen in Wallis / war rolns in einer Nacht ein himmlischesjederzeit in den Bischöflichen Rodlen Gesang/ und liebliche Music / mitverzeichnet/ daßereinseeliges Leben / Verwunderung gehört hatte. Di-und Wandel geführt hätte/ und war ser Heil. Bischoff Althäus starb«auch würdig geächtet worden den Heil. seeligstch in dem 790.

grossen Ääysern Carolum zuempfan- Jahr.

)( * )(

p. ^ kvlurer, Dre H. Schweif.