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Von der Heiligen Jungfrauen/
Martyrin Grab zubesnchen / und ihrAndacht zuverrichten / da sie aber an-der die ät'irchenchür käme / sahe sie daßdas gantze Münster inwendig, mit soklarem Schern umgeben war / daß dieMagd ihr nicht trauere in die Kirchenhinein zugrhen / verrichtete derhalbenihr Gebet! under der Thür/ und gieri-ge wrderum mrt Forcht zu ihrer Liger-statt.
St. Wyboradä leiblicher BruderHitto/ steckte zu Herbstzeit deß Jahrsda sie gemartyret / ein Fenckelstäud-lein ohne Wurtzel auf ihr Grab / daßfienge durch den gantzen Winter anzuwurtzlcn / und zu wachsen / undsich also außzubreiten / daß es dasgantze Grab bedeckte wie ein Cron /dessen sich gleichwol vil verwunderten /aber viel mehr krancke/ und presthaffteMenschen ihr Gesundheit erlangeten /dre von disem Fenckel-Staudlem blet-lein brachen/ und asscn.
Die H. Wyborada hatte in dekWelt noch ein Schwester / mit Nah-men Wrlkrdruda / in dem Ehestand le-bend: dise käme in dem dreyßigstenJahr ihres Alters/ mit ihrem jungenLöchterlein zu ihrer H. Schwester / sieheimzusuchen/ da aber sie Willidrudawiderum heimreisen wolte/ liesse sie ihrLöchterlein der H. Wyboraden nachihrem begehren das Lebte nicht langund starbe. Wie hernach auch dieH. Wyborada die Marter-Cron er-langet hattet starke auch bald hernachder Willidrudä Mann/ sie aber zögegen St. Gallen/ ihr Leben allda beyihrer Schwester Grab mit Andacht zu-verschliessen. Da geschahe zu einetNacht / als Willidruda im Beth wa-chend läge/ daß ihr / ihr Löchterlein soschon vor längst gestorben war/ erschie-ne / sprechend; Wachest du Mutter?da spräche sie / ja. Das Kind sprachweiter / stehe auf / und gehe zu demVetter Hutone deinem Bruder in dasKloster / und sage: daß der H. BaßWyboradä seyn Hinläßigkcit mißfalle/dieweil er ihren Sträl nicht in gros-sem Ehren halte. Als nun Hitto /und seyn Schwester in die Kirchen ka-men/ fanden sie ihren Sträl/ ob ihremGrab in venLüffren schweben/ und sie-le der Willidrudä in ihre Hand. Hit-to aber nähme den Sträl/ und brachteihn seinem Prälaten/ der tzcsse ihn inSilber fassen/ dardurch GOtt auchmanches Mirackel gewürcket hat. Dannals einer Acrsohn deren die Auqbräu-men/ und Haupt verletzet/ und ge-schwollen war/ und in Gefahr des Le-bens stunde/ Hirto mit disem Sträl
über das Haupt gefahren / ist er Ge-sund worden.
Die Gottseelige Rachilda läge aufein Zeit an einer schwären Kranckheitzu Beth/ daß sie z. Lag / und Nachtgrosse Noth erlitte / da sie in der drit-ten Nacht wider zu ihr selber kommen/ruffte sie ihr geistliche Mutter St. Wy-boravam an / und würd bald wlderuntgesund. Dann nach Mittnacht kämedie H. Martyrin in grosser Klarheit /und mit lieblichen Geruch tratte zu demBethlcin / neiget ihr Haupt gegen derkrancken Haupt/ und mit der rechtenHand führe sie über ihr Brust/ undHertz herab / und Machte sie von stundan Gesund/daraus ist die H. Wybo-rada verschwunden/ aber der lieblicheGeruch verblibe biß an den Tag.
In dem Gottshauß St. Gallenwäre ein junger Student mit NahmenUdalticus/ der ein schwäres Anligenhatte / und unnatürlichen Schweiß(kckorbumkierium ) erlitte/ dardurcher in fernem Leib also abkame/ daßnichts mehr als Hautt/ und Bein anihme wäre. Da aber kein Mittel /oder Artzney helffev wolte/ würd er zttSt. Wyboradä BegräbnUß geführt /Und als er ein kleine Zeit allda gebettethätte/ entschlieffe er bey dem Grab /wie er widerum erwachte/ begehrte ekzu Essen / darauf könnte er widerummit eygner stärcke in Las Gottshaußgehen/ würd auch von Tag ZU Tagstärcker/ und endlich gantz gesund. Wienun der Abt zu St. Gallen Engelbet-tus der ander dis Nahmens / sahe dasGQtt seyn geliebte Gesponß St. Wy-boradam mit vilen Wunderzeichen denMenschen kundtbar machte/ wolte er /und seyn Convent ihren Festtag auchmehr ehren / und befähle daß man dieH. Acmpter / und Den Zeit HorasCanonicas singen / und lesen solte/ alsvon einer anderen H. Jungfrauen /und Martyrin/ und zu mehrer Ehr vi-fes Fefts/ verändttete Hitto der H.Jungfrauen Bruder den FürhaNg / o-der Antipendium des Altars bey ihremGrab. Wie nun die Metten UmMitternacht gesungen würd / und Hif-to sich widerum zu Beth gelegt hätte /erschine ihme die A Martyrin/ undbedanckte sich der erwißnen Ehren indem sonderbahren Gottsdienst. Al-lein mißfalle ihr/ daß der Fürhangdes Altars/ so sie mit eygner Hanbgewürcket hätte/ hinweg gethan/undein frembder / gleichwohl köstlicher desFests wegen/ an seyn statt gehencktworden. Dise Erscheinung würdkaum geendet / es stunde Hitto auf /
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