Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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204 8. LkbllM. Lpilcopur, Lc Lremics.

St. Wyboradä Dienst-Magd / Ma^d/ und der Pfarrherr EgibertuSund geistliche Tochter die Gottseelige zu St. Magno/'kamen/ verwundereKebennina/ dienete nach derH. Mar- ten sie sich des seltzamen Zustands/de-tyrin Todt der S. Rachildä/ so fast nen Kebennina antwortete : daß siedurch ihr gantzes Leben schwach / und dergleichen Zustand wohl vorgewüßtvil Kranckheiten außgestanden. Also hätte/dann da sie noch mit derH. Wy-begäbe es sich zu einer Zeit/ daß dise borada zu St. Georgl wohnete/ undandächtige Rachilda kranck läge/ und übel Kranck läge; seye ihr ein schönerihr die Kebennina außwartete / und in Jüngling / ohne zweifflel ihr H. Schutz-die Kuchen gienge ein Artznet) meinem Engel/ und der böse Feind erschinen /Häffelein ihr krancken Schwester zusie- und da er gewalt an mich wolt legen /den: Aber der böse Feind möchte die beschützte mich der Jüngling / und lies-Liebe/und andächtiges Lebendster bey- se ihm keinen gewalt für dasselbmaylden Schwestern nicht länger gedulten/ über mich / doch sagte er: daß ihm wer-stiesse die fromme Kebenninam in das de Gewalt auf ein Zeit geben werden/Feur; ehe sie aber sich sechsten könnte seyn Boßheit an mir zuvollbringen /von dem Feur entledigen/ würd sie zimb- daß achte ich jetzt geschehen zuseyn. Wiesicher mästen beschädiget an dem Gesicht/ aber der Schmertzen bey der Gott-und einer seichen / nichts destoweniger gesiebten Kebennina mitler Zeit starckempfände sie durch Hilss/und Verdienst zunähme/ und man vermeinte daß sieder Heil. Wyboradä einen gerin- darab sterben müßte / gäbe ihr die S.gen schmertzen / ja es waren auch die- Rachilda St. Wyboradä härin Kleid/Kleider an der Seiten/ daran sie von oder Cilicium / und den Pilgramstab/dem Feur beschädiget war/ nicht ver- die soltesieauf/ und über den Schabenbrunnen ; hingegen aber an verändern der verbrennten Glider legen/ daraufffeiten / da sie an dem Leib nicht verletzt würd es bald besser/ und würd gesund/war/ seynd die Kleider hinweagebrun- mit männiglicher/und höchster Dancks 'nen. Da sie sich nun durch Beystand fagung gegen GOtt / und seiner gcsieb-der H. Wyboradä von dem Feur ent- ten Dienerin der Heiligenlediget hätte: setzte sie sich zu dem Feur Wyboradä.

in einen Sessel. Als aber die ander

üs Wen des Wlllgen Demo /

des zweyten Einsidlers im finstern Wald/und Bischofs zu Metz.

Im Jahr Christi des Herren 94«. den z. Augstmdnar.

Von disem H. Bennone schreiben kroäosräus Abt zu Rhemis inFranck-reich in seiner Chronick. n.. v. LsiMopsiorus ttarrmsaumin ^nrwlibus Lre-rmcarum. und die drey kleine Teutsche Einsidelische Chronicken/in den Jah-ren 15-87. 16ÄZ. I6Z0. under dem letsten Prälaten gedruckt.

c-p. i.Bennonisherkonr«men.

Zirbct iilfinsiocnWald alldaEinsamjulcbe».

Zeiten des Papst Bene-dicti iv. und Käysers Lu-dovici III. war zu Straß-bürg ein frommer Gotts-förchtiger Lhumherr mitNahmen Benno/ welcheraber hernach / wegen seines H. Lebens/gemeiniglich Benedict genannt worden;so vil bewüßt/ von Königlichem Bur-gundischem Stammen gebohren. Diserbekäme aus Göttlicher Entzündung eingrossen Lust/ und Willen die Welt zuverlassen / und zu dessen Ehr sein Le-ben in einer Einöde zuverbringen/und

weil er vil vom Finstern Wald / der H.Capellen St. Meinradi Wohnung ver-nahmen/ auch guten Bericht hätte/was G-Ott allda für Wunderzeichengeschehen liesse/ zöge er selbst dahin denAugenschein einzunehmen : nach demer den Orth besichtiget / und ihn ihmegefallen liesse/ kommet er für die Graf-fen von Rapperschweil / ( welchen sowohl der finstere Wald / als alle darumligende Landschaften vom obern Züri-cher-See hinab/ biß an die Schwei-tzerische Länder/ damahls zugehörigwar ) undmhänig birErt / daß

sie'