Bischoff/ und Beichtiger. 217
theyl an dem Schiff/ unden zugrund /und war en, wunder zusehen / daß dasSchiff wie es voller Leurh/ und ande-ren fachen geladen geweßt / ob demWasser dannoch geschwummen ist; sobald aber dcr H. Mann mit den seinenvinauß kommen/ sich nicht länger ob deWasser können erhalten / sonder müßtezugrund hinab sencken. Darbey zuverstehen geweßt/ daß es der Allmäch-tig in seiner Hand erhalten/ so langder Mann Gottes samt den Seinigendarinn bliben ist.
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An denselben Tagen hat der aus,serwvhlte Freund Gottes / aus An-dacht der Rligion / angefangen indeßH. Märtyrers Stephant Kuchen aus-serhalb der Stattmauren zu Auglfiurggelegen / andächtige Klosterfrauen zu-samlen. Darinnen sie indem heiligenKlosterleben desto freyer dem HErrendienen mochten / weil sie von derWelt Mühfteiigkeiten abgesondert wa-ren. Cs ist aber neben andern Mat-ronen zum geistlichen Leben in diseSKloster eine kommen/ und wie sie da-rinn angenommen worden / ist sie imGottesdienst andächtig verharret / undvb sie gleich in der Lehr / und Schrifftwenig erfahren / so ist sie doch in äus-serlichen Sachen wohl zugebrauchen ge-wesen / derhaiben die Schwestern ihrdas Äelleramt befehlen wollen / abersie wolle nit darein bewilligen. Sol-ches kommt dem Blschoff für / der ihrbefohlen / sie sollen gehorsamen / abersie weigert sich abermahl / und verhar-ret also halsstarrig darob. In dernächstfolgenden Nacht wird sie mit sol-chen Worten gestrafft: Weil du deßBischoffen Befelch nicht gehorsamsthast / so soll du so lang Lahm seyn / undnicht gehen mögen / biß er dich widerabsolviert / und durch seinen Seegengesund machet. Sie erwachet / undbefindet sich Schwach/und Lahm / undwie der Bischost wider zu der Stattkommt / laßt sie sich in dem Beth fürihn tragen. Der sie zugleich ihresUngehorsams halben gestrafft / undgesund machete/ und wie sie sich gesundbefunden / läufst sie dem Bischoffvor/ehe dann er in die Kirchen kommen /lobet / und benedeyet GOtt. Auf einZeit als diser Diener Gottes zu demConcilioder Bffchoffengen Jngelheim/und an den Königlichen Hof gezogen /begegnet ihme ein Armer mit NahmenRuprecht aus dem Dorfs Apffeltranck/der sein Emgeweid / daß ihm zu demNabel heraus hieng / in der Schoß trü-ge. Wie er denselben gesehen / erbar-met er sich seiner / schaffet ihme einenZehener zugeben / und sprach: 2n Nah-
men deß HErren nimme / und gehe indem Ariden. Er nimt alsbald dasAllmosen/ gehet hin / und sahet an sofast besser mtt ihme zuwerden / daß ernach der Zeit gar gesund worden ist.Derselb ist darnach / wie der H. Mannschon von diser Welt verschiden / mitandern Kranckheiten beschwert gewe-sen / zu deß Heiligen Grab kommen /und gesund worden. Als er auf einandere Zeit reisete/ käme einer zu ihrme der fürgewiß sagte: der H. Con-radus Bischoff zu Costantz were gestor-ben. Ab diser Mähre waren seineDiener erschrocken / und vermeinten der .H. Ulrich wurde gleich für die Seel bet-ten / aber er tröste sein Hofgesind /sprechend - seyt wohl getröstet / Mor-genswerden wir bessere Bottschafft be-kommen. Also kam emer deß andernTags / der da sagte/ wie der H. Con-radus frisch / und gesund wohllebte /daß S. Ulrich wohl wüßte.
Im Jahr deß HErren 971. als cLp,der H. Bischoff Ulrich cm und achtzigJahr alt / wäre / nähme er ihme für /noch einmahl gen Rom zuziehen / unddie Kirchen der Heiligen Apostlen Pe-tri / und Pauli heimzusuchen. ZuRom würd der Heil. Mann von demPapst Johanne XIII. ehrlich empfan-gen / und gehalten / von dannen kämeer gen Ravtnna / und als er selbigerStatt hinzunahere / erführe er / wieder hochlöbliche K'äyser Otto / samtAdelhetda der K'äyserin / daselbstenHofhielte / und zugegen wäre. Alsnun der Käyser verständiget würd /daß der H. Bischoff so nahe war / eyl-te er ihn zu empfangen / und führte ihnin sein Kammer / dahin auch die Käu-ferin beruffen würd / und hielten einfreundliches Gespräch mit einander.
Nach solchem fienge der H. Mann anmit Hilff / und Beystand der Käyft-rin den Kayscr Mitten / er wolle dieVerwaltungseinesBischthums/unddasWeltlicheRegiment über seinHofgesind/und alle zeitliche Geschäfft seiner Schwe-ster Sohn Adelberoni übergeben / undtreulich befehlen / damit er auch von sei-ner Käyserlichen Hochheit Vertröstungmöchte haben / daß er nach feinem Ab-sterben vollmächtiger Bischoff solle seyn/er aber mehr Zeit / und Weil möchtehaben / dem Gebett / und GeistlichenRegiment abzuwarten. Dessen Bittder hochlöbliche/ und milte K'äyser er-hört / alle Weltliche Geschäfft Adelbe-roni befohlen / auch verordnet/ daß ernach deß Bischoffs Ableiben/ w.-NnesGOtt also gefällig / deß BischofstichenStulls Würdigkeit solle haben. Überdaß alles hat er noch darzu dem Bi-schoff