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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Zum?ey,den Christirc.

Andacht in

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Zu Mariader MutterSottcs.

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Würd ver-zückt / undvon derErden er-hebt-

276 Von der Heiligen Elisabeth«/

mit abgemaltem krancken Leib / und hinein könnte / und gleich hernach su-schier Täglichen Wehtagen so strenge chete die Alte mit einem Liecht im gan-Bußwerck / und Gebett / daß sich die tzen Chor ob niemand anders verhan-andern Schwestern sehr darüber ver- den/ befund aber niemand/ erkanntewunderten / und grosse Gnad / GOt- also daß diser seeligen Königin disetes mit ihr zu sein spuren / und abneh- Gnad widerfahren,mcn müßten. Zum H. Leyden IEsu Ein andächtige Schwester sahe auf c->p. '°-Christi hätte sie ein sondere Andacht / Zeit im Schlaff die würdige Königin / Als Mwelches sie täglich wohl betrachtete / und etliche andere Schwestern dises EEaber am Charfreytag erzeigte sie ihr Gottshauß/ daß jegliche under ihnengrosse Lieb / und Andacht indem sie mit ein Gölrlein/ oder höltzines Geschirr bm/Ltteffer Demuth 400. mahl Veniam nam/ in den Händen trüge / und betteten un- len Mund die Erden küßte / seiner Marter ser lieben Frauen Mette/ und so mamzuehren : mit angehenckten schönen an- ches Wort sie von diser Mette außspra- Ms-dächtigen Gebett/und Bußwercks/den- chen/ so vil Berlein fielen von ihrerselben Tag trancke sie weder Mein noch Zungen / und Mund in die höltzine Ge-Wasser. Im Advent aber deß Her- schirr/ aber von der seeligen Elisabeth«!ren hätte sie dise andächtige Übung / Mund/ auf jedes Wort2. grosse Ber/daß sie 7200. Englische Grüß mir so- aus deck dise Schwester ihr grosse An-vrl Aenijs / oder Erdenküssung bettete / dacht / und Eyffer im Gebett vermerckt.zu ehren der Stund / welche unser Hey- Dann tue würdige Königin pflegte gl- 'land in Mariä Jungfräulichen Leib gele- te Nacht / so das erste Zeichen zur Met-gen. Und wann der Heil. Weyh- te geleuten / aufzustehen / und von un-nacht Abend kommen / gienge sie ser lieben Frauen die Mette zubettenMetten an ein abgesondert Hrrh / bet-tete i oOo. Englische Grüß dem Neu- Zwo Persohnen stürben zu under- n? .acbohrnen Kindlein zuehren / mit em- schidlichen Zeiten/ welche in Lebzeiten AbM',siger Betrachtung dises grossen Ge- diser Elisabeth«! überlästig gewesen /

Heimnuß. Sie war ein sondere Lieb- und leyds gethan; dise 2. Persohnene,ubr.haberin der Mutter GOttes / dienete erschienen dreyen Klosterfrauen desihr auf daß allerdemüthigst / Verehrers Gottshauß Thöß / mit inniger Bitt/ sieihre Festtäg mit sonderer Andacht / wollen ihrentwegen demüthig mit einerbesonder daß Fest der Verkündigung / Venia auf der Erden EUsabetham umderer Freud / und Ehr sie dre Mutter Verzeyhung bitten/ wegen ihrer Miß-G-Ottes offt ermahnete. Wann et- Handlung/ damit sie bey Lebzeiten die-wann die jungen Schwestern Elisabe- felbe betrübt/ auch betten/ daß sie diethen besuchten / und begehrten sich mit Königin GOtt« sie bitten wolle/ da-thr rn geistlicher Übung zuerschöpssen / mit sie desto eher zu den ewigen Freu-und ihrer Wchtag/undSchmertzen Linr den mögen gelangen. Mit disem Li-derung zubringen / spräche sie über ein ber wäre es noch nicht genug? dannkleines : Liebe Kinder ich gehe etwas die Fine Seel erschiene der drittenin die andere Welt zuschicken / aus daß Schwester / und spräche: Ich muß sel- >

so ich dorthin komme / auch zubleiben ber für die würdige K önigin und sie umfinde / und gienge hiemn an ihr An- Verzeihung bitten/ da antwort diedacht/ und Gebett. Schwester / wie daß die Königin eben

Auf ein Zeit wolle ein alte Schwe- sehr Kranck / Und nicht möglich für siester etlicher Sachen halber gern mit Eli- zukommen / antwort die Seel: sie könn-sabeth geredt haben / könnte sie aber te eher nicht Seelig werden/ dann sieniergens im Kloster finden oder erfra- hätte die seelige Elisabeth um Verzey-gcn: gienge also in den Chor / fände auch hung gebetten / und sich in ihr andäch-niemands als em andächtige Schwe)H tig Gebett besohlen. Also bekannte dieauf der Erden ligen / ( wie sie vermein- würdige Königin / wie die Seel baldte ) dise läge auf der Erden an ihrer hernach ihr in dem Chor under ihremLenrjs/und Andacht/vor dem Mariä Gebett erschienen sey/ dern sie die be-Bild /' daß war die Elisabeth« welche «ehrte geistliche Hilff thäte / dardurchdoch die ander nicht könnete / da sahedie sie die ewige Seelrgkeit erworben,alte Schwester wie daß sie Elisabeth«

einer guten Elen hoch von dem Erdereich Ein arm Weib nicht weit von Thöß

erhebt wurde. Nach einer Stund wohnhafft / hätte auf die 40. Jahr ei- DuAkäme die würdige Kön'gin vom Chor nen lahmen Armb/ und Hand/ daß Ar,»ab zu der Schwester / welche aufgewar- sie damit auch die geringste Arbeit nit xa!,»>""ter / zuMen wem dise Gnad begegnet könnte verrichten. Nach Villen Iah- Dd-seye ^iengen also beede zum Chor ren hörete sie in einer Nacht ein Sttme/aus / und beschlusie die Alre den Chor sprechend: gehe zu der Königin vonwohl / damit niemand weder aus noch Ungern/ spriche sie an / daß sie dem

Hand