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Von dem Gottseeligen Amcmdo/
tragen/ läge sie still biß an den Heil.Charfreytag/ und als man in derKir-, che>, den Paßion sänge / starbe siesee-lrglich. Zu denselben Zeiten warder H. Suso zu Cölln / und studierte/da erscheine sie ihm in einer Nacht /sprechend : Eya mein Kind habe denAllmächtigen GOtt lieb / und vertraueihme wohl / er wird dich in allen dei-nen Widerwärtigkeiten niemahlen ver-lassen. Sihe an ich bin von diserWelt gescheiden/ und bin nicht Todt /sonder Lebe in dem ewigen Leben/ undFreud vor GOtt / nach Visen Wortenküssete sie ihn an seinen Mund/ bene-deyete ihn treulich / und verschwände.Sufoaber fienge an bitterlichzuweinen/und ruffte: O mein getreue / und hei-lige Mutter! bitt für mich bey dem all-mächtigen GOtt/ und also weynend/und seufftzend käme er wider zu ihm sel-ber. Dergleichen Erscheinungen ge-schahen ihme von vilen Seelen/ durchdere Gegenwart er ein besondere Freud /und Ergötzlichkeit seines strengen / undmühseligen Lebens empfienge.
c-,. Wann nun der S. Suso wolte zu
Tisch gehen / so knyete er zuvor nidervor der ewigen Weißheit/und batte sieinniglich / daß sie wolle sein Gast seyn/und mit ihme essen / sprechende : Aller-süssester HErr IEsu Chrrste/ ich ladedich mit innbrünstiger Begierde meinesHertzcns / und bitte dich / daß wie dumich heut speisest / du mir auch dein Ge-genwärtigkeit verleyhest. Wann erdann zu Tisth gesessen war/da setzte erseinen geliebten Gast gegen ihme hin-über / daß er ihn allzeit under seinen Au-en haben/ und andächtiglich anschautönnte. Zu einer jeder Tracht die manihm fürstellte / hübe er die Schüssel einwenig in die Höhe gegen seinem Gasthinüber / und batte ihn daß er sie woltesegnen. Oft sprach er: AllerliebsterHerr isse mit mir/ segne dise Speisen/und isse mit deinem unwürdigen Diener.So er trincken wolte/ hübe er den Be-cher auff / und batte ihn auch seinemGast daß er zu erst trincken solte. Ertrancke gewöhnlich über Lisch 5. Trünckzu Ehren der fünff Wunden fernes ge-creutzigten IEsu/ den leisten Trunckthäte er zweymahl zu der Ehr d es Blutsund Wassers / so aus der Seiten desHerren gestoßen wäre. Den ersten /und leisten Bitzen der Speisen name erin der Liebe des liebreichesten Hertzens/so auf Erden möchte gefunden werden /und des Seraphischen Geists / daß disezwo Liebe in seinem Hertzen vollkomen-lich möchten gepstantzet werden. Wanihme ein schlechte unlieblrche/ oder un-angenehme Speiß fürgestellt war/ dun-
ckte er sie ein in das liebreicheste HertzIEsu mit festem Glauben / daß sie ihmenit schaden könnte. Ein sonderbarenLust hatte er zum grünen Obs / undFrüchten / welche doch ihme die ewigWeißheit verbotten hatte. Es ge-schahe in einer Verzückung / daß ihmeeiner eint Apffel geben wolle / sprechend:nimme hin/ weil du in disem Obs einLustbarkeit suchest / da sprach Susomein Lust / und Freud ist allein in derewigen Weißheit. Aber es war ihmegeantwortet / daß er sich unmäßiglich abden Früchten belustigte / deßwegen schä-mete sich der H. Vatttt/ und hat in 2.'
Jahren die Erdfrucht nicht mehr ange-rührt. Als er nun in dem dritten Jahrseines Gelübds entlediget zu seyn ver-meinte / ist wenig Obs / und Früchtengcwachsen/also daß dein Conventnichtsvon Erden Früchten gegeben wurde /das wäre ihm widerum ein grossesCreutziDarnach batte er den AllmächtigenGOtt wann es sein Göttlicher will wä-re/ die Früchten zu gemessen / daß eSauch den andern Conventbrüdern gege-ben wurde / und ist also geschehen. AlSes Morgen worden / ist ein frembderMann in das K loster kommen / der gä-be dem Priori-des Orts zu dem Zil vilneue Pfenning daß man dem ConventApffel darum kauffen / und zu dem Es-sen aufstellen solte / und das Obs weh-rete gar lange Zeit. Wann dann derH. Vatter Suso einen grossen Apffel/oder Bieren über dem Tisch bekäme /theilte er solche in vier theil / die dreySchnitz name er zu der Ehr der Heil.Dreyfaltigkeit / den vierdten zu derEhr/ und Liebe der Himmel-Königinund Mutter Mariä / da sie ihrem K ind-lein einen Apffel gäbe zu essen / und Vi-sen theil äse er unbeschnitten / dieweildie Kinder das Obs unbeschnitten pfle-gen zuessen. Von Weyhnachten bißnach Liechtmeß äse er den vierdten theildeß Schnitzes nicht / sonder in seinenBetrachtungen gäbe er ihn der MutterMariä / daß sie denselben ihrem liebenneugebohrnen Kindlein IEsu in seinemNahmen / und Liebe geben solte. Eskäme auf ein Zeit ein andächtige Pcr-sohn / und zeigte dem S. Vatter Sus-soni an / wie daß GOtt ihne in einemGesicht ermähnet habe / zu ihm zuge-hen/und die Tisch-Ordnung von ihmezülehrnen.
Der S.Suso war von seinen Freun-den gefragt worden / in was Gedan-cken er stunde / so er die Meß fange / ^ 5.,^und vor der Präfation die Wort 8ur- c»^«-ssim coräa. sagte dann dise Wort soinnbrünstig/ und andächtig miß sein 'nrMund Herfür klingeten/daß alle Zu-hörer