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Beichtiger / und Prediger-Ordens. zff
tharinä Hertzogin von Burgund ( soein Gemählin Hertzogs Leopold! derbey Sempach erschlagen / und ein son-derbahre Gutthäterin dises Gottshaußwar / wurden sie an St. Martini Tag zu'Morgens frühe gegen Schonen-Stein-dach gesühret / und nach sollendemAmpt/ und Predig / so der S. VatterConrad sunge/ und hielte/mit sonderbah-ten Freuden seines Hertzens / und Ner-giessung viler Zähern aus Andacht /Und Eyffer / daß er ein so H. Merckerleben / und zu einem glücklichen An-fang bringen mögen / führte er genann-te dreyzehen Persohnen / deren zehenChor-Schwesteren waren / und dreyLeyen-Schwestern/ in das Klösterlein/Und Clausur / setzte ihnen ein Priorinfür / die obgemelte Schwester ClaraAnna / und befähle ihnen die ewigeClausur / wahre Observantz bet Rea-len/ und ConstikUtionen zuhalten. ErÜbergabe sie auch in den Schutz GOt-tes / seiner lieben Mutter Mariä / St.Brigitkä ihrer Patronin / Und allenAusserwöhlten GOtres.c,p. Dieweil aber der S. Vatter Con-radus in dem Elsaß / Schweitzerland /und Schwaben/ wegen ferner herrlichenPredigen / Beichkhören / und Refor-Unerung seines Ordens / eines grossenNahmens / und wen herum bekanntwar / rst er vdtt seinem General - Mei-ster Raymundo gen Nürnberg geschicktworden /rm Jahr »398. dasseibrge 5 dlo-stet Manns Persohnen / rn der Refor-mation zuerhaiten/,0 zuvor durch VisenMeister Raymundum > mit VewilligUntzPäpstlicher Heiligkeit Vonifacium IX.rksar itn Jahr i zyS. reformiert worden. Der'»im Vatter Conrad käme bald dttem Be-Rlnberg. selch nach / und name mit ihme etlichegeistliche/ Und andächtige Vätter ausdem wohl reformierten Kloster zu C ol-mar / mit welchen er die angefängueReformation / und wahre Observationdeß Prediger-Ordens vollziehen könn-te. Nicht lang hernach / wurden nach/Und nach in dem Teutschland/ und Sach-sen etliche Klöster Prediger-Ordensvon dem Convent zu Nürnberg auch re-formiert/ dessen Anfänger / und Pflan-tzer der S. Vatter Conradus wäre.c,p. iz. Es ist über kein Garten so schön /Und fruchtbar / daß nicht auch ein Un-- kraut darinn wachse / und kein Menschso Heilig der nicht mit vilen Trübse-ligkeiten angefochten wird: Also müßteauch unser S-Valttr Conrad vil leyden/besonder in den Reformierungen derKlöster/ und von den sündigen/ undüppigen Menschen/ so er vön SündenPge/ und sie straffte. Dann alser zu Nürnberg war / und das Klo-ster in dte H. Observantz gebracht hät-k. k. klurer» v»e H. Schweig.
te/ vermeinte er/ daß es sich auchzim-mete/ das Frauen Kloster St. Catha-rinä (so auch Prediger- Ordens ) zuNürnberg in der Stadt zureformieren/welche ein ärgerliches Leben führten /und mehr den weltlichen Wollüsten auß-warteten / als der Seelen Hehl / undihrem Beruff. Deßwegen erlangtteder S. Vatter Conrad von PäbstlicherHeiligkeit ein Bullam/oder Gewalts-Brieff/ gesagtes Frauen Kloster zu-reformieren / und als er mit. etlichenBrüdern käme die Schwestern einzu-schließen/ Und zureformieren/ setzerensich die Schwestern so fast wider denfrommen Vatter Conrad / daß er Mitihnen für dis mahl nichts könnte an-sangen. Auf ein andere Zeit aberbrachte der S. Bauer Conrad so vrldurch heimliche Fund zuwegen/ daß etbeschlossen / und nach / und nach zu ei-ner rechten Klösterlichen Disciplin/ oderZucht gebracht wurde / wiewohl es demfrommen Vatter Conrad nicht ohnegrosses Creutz abgienge. Dann emboßhaffre Schwester schlüge den nur ei-nem Creutz so hart / daß er hätte kön-nen/ wann nicht sein Mitbruder einerdurch GOttes Fürfehung gewehrt hät-te/ sterben.
Als nun Schönen-Steinbach jetzt ^zu einem wahren / und geistlichen Klo-ster erwachsen waren vier Schwesternvon disem Coitvent gen Wien bey Ut-recht in ein Kloster geschickt/ dasselbi-ge auch zu wahrer/ und klösterlichenDisciplin zubringen / so auch mit gros-sem nutz geschahe/ und ihr klösterliches/Und heiliges Leben weit herum berühmtUnd kundlbar war. Dlse Heiligkeitvernähme ein mächtiger / und reicherPannerherr des Lands N. von Brei-ten Roht genannt/ samt seiner Eheli-chen Haußfrauen/ dlse beyde Eheleuthwurden von GOtt entzündet / geistlichzu werden / daß sie auch einander» ihreheliche Pflicht frey zulass n verbra-chen / also würd der Herr ein Carthäu-scr in der Carthauß Mönchhausen/ derProvintz Teutonlä / neben Arnheim indem Land Gelberen / die edle Frau a-ber ein Schwester Prediger-Ordens /in dem neu reformierten Kloster zuWieN. Die Frau verharrete in ih-rem guten fürnehmen / der Herr aberkratte wider aus der Carthauß / da-rauß hernach vtl Übels erfolget ist. Undsonderlich müßte der S Vatter Con-radus so teutscher Provintz oberster Vi-carius war / vil Schmach/ Streich /und Lsibsgefahr erleyden/ darum/alswäre er ein Ursach/ daß sein Gema-hel nicht mehr aus dem Kloster zu ih-rem Herren wolte gehen. Aber sie» y wol-