4 r r Von dem seeligen Bruder Clausen /
welcher 8. Tag in solchem verbliben / 6. Johannes Weinlem thäte ein
das Kind halte grossen Schmertzen / hohen Fahl / wurde von einem auf ih-man berufst einen berühmten Achten / ne fallenden Holtz also getroffen / daßwelcher versuchte/ aber nicht vermocht er in -Ohnmacht gefallen. Als er wi-te den Stein mit seinen Instrumenten deruw zu sich selbsten kommen / empfin-heraus zunehmen / rathe der Mutter / det er grossen Schmertzen / vermeint /daß sie sich um einen kunstreichen Artzt daß er sterben müßte / die Seichensolle umsehen / nehmlich um die Vorbitt wurde ihn auch aufgeschwollen / er besdeß seeligen Bruder Clausen / sie ver- filcht sich dem seeligen Bruder Clausen/richtet mit dem Kind zu dessen Grab ein der Schmertzen verschwindet / die Ge-Wallfahrt / weinet / und bettet für das schwolst vergeht ohne einige Mittel.Kind / wurde aber nicht erhört / sie
stellt mi: dem Kind ein Fahrt an in den 7. Catharina Reinhartin wurde un-Ranfft / nihmt etwas Staubs von der vorsichtig ein heisse Suppen über dasWand deß Hüttleins / worinn der Angesicht geschittet / welches ihr hochSeelige gewöhnet / streuet solchen dem aufgeschwollen / thäte an dem rechtenKind in das Ohr / der Stein laßt sich Aug 8. gantzcr Tag nichts sehen / nochsehen/ daß sie solchen leichtlich harte das Aug eröffnen koken/ stundt in grosskönnen heraus nehmen / genäse also das ser Gefahr solches zu verkehren/sie thatK ind. ein Wallfahrt zu dem Grab deß seeli-
gen Bruder Clausen / sie wird sehend /
4. Dorothea Steinbach hatte das und gesund.
Fieber lange Zeit / sie verspricht drey . ^
Freytag zu dem Grab deß Seeligen / 8. Caspar Ettlin ein Schuler-Knab
in der ersten Fahrt wurde sie von dem hat in einem Fahl sein Knye also ver-Fieber verlassen/ist auch für allzeit aus- letzt/ daß er lange Zeit hinckendware/gebliben. er litte auch grossen Schmertzen / man
beruffet zwey berühmte Artzt von ob/und
5. Balthasar Sigerist von Alt- nid dem Wald/der Schaden thäte sichnacht / wäre gantz contract / und lahm also verböseren / daß er nicht mehr gehnam gantzen untreren Leib / konte sich könte. Der Vatter rufst den seeligennicht bewegen / er wendte vile Mittel Bruder Clausen an / der Knab ver-an / hulffe alles Nichts. Er verspricht spührt Linderung / wallfahrtet mit sei-dreymahl das Grab deß Seeligen zu nem Vatter zu deß Seeligen Grab /besuchen. Das erstemahl wird er auf und thut völlig genäsen.
ein Pferdt gesetzt/ zu Sachslen von sol-chem genommen / und zu dem Grab ge- 9. Elisabeth Häklerin litte grossentragen / er verrichtet sein Andacht / Zähn-Schmertz/ fallt ihr auch ein Flußwurde ohn Besserung widerum zu in den Halß / welcher hoch geschwollenPferdt nach Hauß geführt / doch ver- worden / wie auch auf die Brust / eslohre er keineswegs das Vertrauen / eröffneten sich 5. Locher mit heffligistenthäte drey Freytag nach einander durch Schmertzen durch 6. Wochen / könteandere die Fahrt verrichten/ er wurde auch iz. Tag kein Speiß noch Trancknicht getrost / entschließt sich noch ein- gemessen / aussert daß sie gar selten er-wähl versöhnlich das H. Grab zu besu- wann ein Tropfstein Milch hinunderchen / wird aus ein Pferdt gefetzt / rei- liesse / sie war noch darzu groß schwan-thet in Vegleithung seiner Frauen / ger/ nächstens bey der Geburth/aberMutter / und Verwandten nach Sachs- wie sie vermeinte noch nächer bey demlen / man traar ihn zu dem Grab / bey Todt / als nun alles hoffen deß Aufkom-welchem er inständig den Seeligen an- mens verschwunden / thut sie ein Ver-russet / empfindet so vil Linderung / daß/ sprechen zu den seeligen Bruder Clausder zuvor kein Fuß bewegen konte/ er sen/ wird alfobald besser/ ohne anderemit Zwey Krücken in der K'irch könte Mittel / hat auch ein lebendiges Kindherumgehen / würd widerum auf das gebohren.
Pferdt gesetzt / reichet ohne Mühe na-
cher Hauß / konte auch hernach mit 10. Johannes Gergi hat ein Kna-zweyen Krücken gehn wohin er wolte. ben / deme der Halß also zugeschwol-Er erweckt ein neues Vertrauen zu dem len / daß er kaum in etwas den AthemSeeligen / gehet mit selben Krücken zu schöpften könte / das Übel nähme der-dessen Grab / verharret ein Zeitlang in Massen zu / daß gar kein Hoffnung mehrdem Gebe« / under welchem er solche seines Lebens / man zündte ihme schonKräfften erlanget / daß er gesund nach die Kertzen / als einem Sterbenden an/Hauß gangen/und folgendes Jahr in disem verlobt ihne der Vatter zu demaufLaureten / und Rom ein Wallfahrt seeligen Bruder Clausen / sobald disesverrichtet. Versprechen geschehen / ist der Knab
gleich-