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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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420 Von dem seeligen Bruder Clausen/

22. Nicolaus Amstalden hat so mehr an den Augen widriges zu ftrstarcke Gichter ein gantzes Jahr / daß hen wäre.er erlahmet / daß er von dem Beth in

ein Sessel/ und von dem widerum in 27. Valthafar Fremd erhebteaufdas Beth durch anderer Hilff hatmüft dem Mepländischen einen Mörsell / he-ftn gesetzt werden. Als ketUe Mittel kämme em Bruch/ schreibt seiner Frau-wolren anschlagen / wallfahrtet die en nach Underwalden seinen Zustand /Mutter für den Sohn zu dem Grab verlangt/ daß sie ein Wallfahrt zudemdes seeligen Bruder Clausen / als sie seeligen Bruder Clausen für ihne ver-nach Hauß kommen/ hat der Knab al- richte/ und zu der Zeit ( wie man Her-lein können aufstehn / sie widerholet nach erfahren ) da die Frau bey demdie Fahrt/ findet in der Ruckreißden Grab des Seeligen für ihren MannSohn frisch / und gesund. ' batte / befände er sich besser / wird bald

darauf völlig gesund. Und da er her-

2z. Elisabeth von Moos hatte 5. nach wegen gleicher Arbeith ein ande-Wochen lang ein strenges tägliches Fie- ren Leibschaden bekommen / ist ihmtder / ihre Eiteren verloben drey Frey- auf gleiche Weis geholffen worden,tag zu dem Grab deß seeligen Bruder

Clausen/das drittemahlthäte sie mit 28. Gemelkter Balthasar wolteden Elteren die Fahrt verrichten / bey einstens aus einem Schlitten Holtz heim-dem Grab empfindet sie ein Anstoß führen / setzet auf das Holtz seinenvon dem Fieber/ und von selbigerZeit Sohn/ weilen der Weeg abwerths /wäre sie erlediget. schoß der Schlitten dem Pferdt an die

Füß/ wurde darum erwildet/der Vat-

24. Jacob Kirrsiter hatte ein z. ter rufft/ daß er sich von dem Schlit-jähriges Söhnlein/ deme die Knye ten werffte/ er wäre aber so ungluck-also geschwollen / daß es nicht mehr lich / daß er under den Schlitten kom-gehn tönte / die Geschwulst nähme zu/ men / mehr als ein Nixen-Schutz weichdaß auch das stehen ihme unmöglich, geschleipfft wurde. Der angsthaffti-Die Elteren/ weilen die Geschwolst ge Vatter laufft / findet den Sohn /noch allezeit zunähme/waren in Forcht/ aber als Todt/ indem er ein halb-daß das Ktnd elend verbleiben wurde/ Stund kein Lebens-Zeichen von sichverloben sich zu dem seeligen Bruder gegeben. Der Vatter hebt die HändClausen/ der Vatter seht den Knaben in den Himmel/ rüstet den seeligenBr.mit anderen seinen Kinderen auf ein Clausen an / thut ihm ein Versprechen/Schlitten/fahrtetzudes seeligen Grab/ auf welches der Knab sich bewegt/ re-under dem GOttes-Dienst stellt die der/ gehet mit dem Vatter frisch/undMutter das Kind auf den Boden/ eS gesund nach Hauß.

steht aufrecht / wird in 14. Lagen oh-ne andere Mittel völlig gesund. 29. Barbara Flöscherin auß dem

Berner-Gebieth/ welche zu Garne»^ . den wahren Catholischen Glauben an-

25. Margaretha Keiserin litte genommen/besuchte einstens ihre Cal-

zwey Jahr lang ein schwäre weibliche vinische Elteren/ welche sie zu vorigemKranckheit/es wurde auf vilsältige Unglaube» suchten zu bereden / weilenArtzneyen nur böser mit ihr / sie ver- sie standhaft / trohet ihr der Vatterrichtet ein Wallfahrt zu dem Grab deß mit der Enterbung / sie fallt in einseeligen Bruder Clausen / und was so schwähre Melancoley/ und in ein hitzi-vil gebrauchte Mittel nicht vermochten/ ges Fieber / in diser Noth rüstet siedas brachten ihren zuwegen die Ver- den seeligen Bruder Clausen an/ ver-dienst des seeligen Manns / sie wurde spricht sein Grab zu besuchen/ zur ftl-vollig gesund. ben Zeit verlasset sie das hitzige Fieber/

^ - gehet den anderen Tag auf den Weeg

26. Anna Rieblin hatte ein Loch- frisch / und gesund / und die den vori-ter/ welche das Gesicht völlig verloh- gen Tag kaum auf den Füssen stehenren/ dann beyde Augen wurden mit tönte/ verrichtet die Wallfahrt,einem Fähl überzogen/ sit litte auch

grosse Schmertzen drey gantzer Jahr / zo. Frau Cäcilia Hartman hattewollen auch keme Mittel verhülfflich ein Kind von7.Monath/ welches ohn-seyn/ sie ruffte einstens auß gantzem gefehr ein Nußschallen in das MäuleHertzen die Hülst des seeligen Bruder genommen/ solche hat schlucken wollen/Clausen an/ auf solches wallfahrtet die ihm in dem Hälßlein ist stecken ge-die Mutter mit der Tochter zu dessen bliben / auf welches der Athem ihmGrab/ bey welchem die Tochter das verhalten/liessedasHäubtlem/Hand/Gesicht völlig bekommen/ daß nichts undFüßleiu hangen/ daß also bey ei-ner