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me also täglich in allen Tugenden / undgeistlichem Leben zu / und käme zu ei-nem hohen Alter / starb endlich seelig-lich in dem Jahr deß HErren 1561.nehmlich 78. Jahr nach dem BruderClausen; daraus abzunehmen/ daßdi-se H. Jungfrau Cäcilia aufdie hundertJahr / oder auch darüber alt worden. . ist. Sie würd mit grossem klagen derfrommen Landleuthen gen Kerns inUnderwalden ob dem Wald / in ihr or-denliche Pfarrkirchen getragen/und nach« v ihrem begehren in das Beinhauß zu der«K ^ Erden bestattet / und ist über das Grab
ein grosser Stein gelegt worden mit Vi-sen rurtzen Worten zu einem bericht derNachkömmlingen/ daraus verzeichnet:
Hie ligt begraben Schwester Cäcilia /GOttgnad ihr Seel. 1565. DerTagihres seeligen Ableibens ist nicht be-wüßt/ wir haben den 22. Wintermo-nat hinzu gcfttzet / daran das herrlicheFestS-Cäciliä Jungfrauen/und Mar-tyrin zu Rom gehalten wird / der Nah-men unser S. Cäcilia indem Taust be-kommen/und ruhet also noch zu Kernsin dem Beinhauß / und geschehen vilWunderzeichen bey ihrem Grab ; son-derlich aber wallfahrtet man schier täg-lich dahin für das Freber / oder Kalt-wehe welchen dann gemeiniglich durchihre heilige Fürbltt gcholf-fen wird.
Ion dem seeligen Mm / und M-
sterben deß Vatters Petri Lamfif/ derSocictet JEsu Priestern.
Stiebe zu Lecyburg in Uchtland/ im Jahr Christi 1597. den 21. Vecemb.
Sein Leben haben in Latein beschriben beyde Ehrwürdige Vätter
ziarliLU!; kaciel-us, und krancllcus 8accvinu» 8oc>ec daß ist lN dtM
Jahr von dem Collegko zu Freyburg IN Uchtland verteutichct/ unddcmselbigen Wcysm Rath/ und Burgerschasst verehret worden / daraußwir nachfolgendes Leben gezogen/ so vil wir uns zu unserm Merck dienst-lich zuseyn vermeint haben.
seelige Petrus Canistosist im Jahr Christi 1521.den 8. Tag Maij zu Neu-wegen der fürnemen Statt^ in Geldern / oder Nider-land gebvhren/ hin VatterJacobus Canistus / und sein MutterAegidia Hoonwingin / beyde so wolihres Vermögens / und Geschlechts /als auch des Eyffers zur wahren Re-ligion in hohem ansehen. Und ist alsoer von Vatrer/ und Mutter hero zuallen Tugendten genatürt gewesen. DieMutter so noch ein junges Weib war/verluhre er zeitlich / er aber hatte eingute Seel empfangen/ seytenmahl sichnoch in der zarten Jugend ein Tugend-ljche Bescheidenheit/und Beständigkeit/und ein fürmngende liebliche Gottsee-ligkeit an ihme erzeiaet/ dann man th-ue offtermahls bey Tag / und Nachtin verborgnen Wincklen deß Haussesbettent gefunden; hat auch offtermahlsMen zarten Leib allein auß antrib deßGeistes Gottes ohn einiger Menschenk. k. lVIurer, Die H. Schwel«.
Erinnerung mit Vußkleider kasteyet /und etwann zu Faßnächtlichen Zeiten /da man in gemem der Unmäßigkett ammeisten ergeben ist / sich deß Wcins lin-der den seimgen an dem Tisch enthalten.Sein Kurtzweil/ und andächtiges Kin-derspil war die Kirchen / und Gotts-dienst / dann er pflegte under seinen Ge-sellen als ein Priester / zusingen / Meßzulesen/ und rubelten/ auch bißweilenzupredigen. Ein besondere grosse Freudaber war ihme zu dem Altar zu dienen/oder andern Gottsdiensten beyzuwoh,nen / und daß seinige dabey zuthun.Die menschliche Underweisimg / undZucht aber so er von Jugend an gehabt/ist folgender Gestalt beschaffen gewesen.Als er das i z. Jahr seines Alters er-reicht / und ihme länger anheimsch zuverharren weder deß studierens / nochder sitten halben / fügsam sein wöllen/ist er gen Cölln geschickt worden/ daß erdurch tugendliche Lehrmeister in demein / und andern der Gebär nach under-wisen wurde. AnvisemorthisterüberÄ k k die