der SocicteL IEsu Priestern. 44^
Hegehrte in die Socieket IEsn aufge-nohmen zuwenden. Darauff verlobteCanisius an seinem Geburtstag da ereben in das rz. Jahr seines Alters ge-treten nach reiffem bedrucken / erstlichsich gchorsamlich in die Socieket JE-su zubegebeu / und die Evangelische Ar-muth/ nach Ausweisung gemelrer So-cietät zuhalten. Ferrner wölke er einWallfahrt gen Rom zu St. Peter /und Paul der H.Apostlen Kirchen ver-richten/ und letstlich in dem fall/ so er indwSociett IEsu nicht aufgenommenwurde/ wolle er sich in einen andernbewehrten Orden begeben. Und ist-Mvissen ( wie oben gesagt ist ) daß erdas Gelübdver ewigen Keuschheit schonvor disem gethan/ dessen allda keinMeldung geschieht. Nach dem nunCanisius seine geistliche Exercitia ge-macht/ auch in die Prob der Socieketaufgenommen/ ist er wider gen Cölln/seine Studia zu vollführen gesandtworden. Allda er mit den obgenann-ten Joanne / und Alvaro grosse Fkeund-und Gemeinschafft gemacht/ und denArmen in den Spitälern geistliche Hilfferzeiget Under disem ist Canisiusgen Neumegcn erfordert worden/ dannsein Vatter auf den Todt kranck läge/so bald aber der krancke Vatter seinesSohns ansichtig worden/ ist er LMSverschtden. Ab disem Fall war Cani-sms traurig/ und befähle GOtt demAllmächtigen durch emsiges Gebett dieSeel seines Vatters/ unver disem wirdihme von GOtt geoffenbart / daß sowohl der Vatter/ als die MutterAegidia in der ewigen Freud lebten.Von Neumegen käme er widerum mitdreyen frommen Jünglingen gen Cölln/zu dem P. Faber / deren der eine in dieSocieter IEsu / die andern zween a-ber in den Seeligen Carthäuser - Or-den eingiengen. Mitler Zeit als erden gewöhnlichen Laufs der Theologiävollendet hatte / ist er in der StadtCölln zu einem Priester geweyhet wor-den/ und hat sein erste Meß in demKloster (Nazareth genannt) gehalten;damahlen'hac er auch zugleich in derKirchen gepredigt. In der Univer-sitet hat er die Epistel St.Pauli zomLimotheo/ und im Collegio Montanodie H. Evangelia außgelegt/ und dar-neben noch etliche HH. Vätter/ alsdeß Lyrilli/ Alexandrini / und LeoniöMagnt Bücher zusammen geordnet /corrigirt/ und in Druck verfertigt/daßer erkannte wohl/ daß sie/ die Neu-ling in den Glaubens fachen darnut zuüberweisen sehr dienstlich wären. Nachdem Abfall deß Churfürsten zu Cölln/ward unser Canisius von der Llerisey/Und Universitet zu Cölln / gen Lüttich/
k. ?. lVIursr, Die H. Schwelt).
und bald darauf zu Käyftr Carolo ab-gesandt ; darauf ward er mitP.Clou-dio Iajo von dem Cardinal Ottho Bi-schoffen zu Augspurg auf das Concili-um Tridentinum geschickt / vondannenkäme er gen Bononien/und Florentz /und Anno 1547. gen Rom/ allda erden seeligen Vatter Jgnatium mit gros-ser Ehrerbietung gesehen/und gegrüsset/und nach dem er sich in dem Hauß derersten Probation/ 20. Tag aufgehalten/und in die Gehorsame der Obern sicherkläret hatte/ war er in dem Mer«tzen des folgenden Jahrs ( als die er-ste Schickung der Socieket in Sicilramgen Meßina geschehen ) dahin mit sei-nen Gesellen zu reisen/ und allda Rhe-toricaM zulesen verordnet.
Under disem hat Hertzog Wilhelmin Bäyern/ welcher einen gross n Eyf- komtgmftr zur Catholischen Religion gehabt /z. Theologen von der Päbstl. Hellig-keit/ so in der hohen Schul zu Ingol-statt Theologiam lesen ,ölten/ begeh-ret ; Also wurden von dem H. Igna-tio Claudius Iajus/ Alphonsus Sal-meron/ und unser Canisius geschickt/sodeßwegen widerum von Meßina genRom gefordert / da er jetzt schon Zta,liännisch vilMahl gepredigt / Beicht ge-hört/ urid andere Christliche Merck mitgrossem Eyffer/ und Nutz vollbrachthatte. Zu Jngolstatt seynd dise z.
Patres von der Universitet stattlichmit einer schönen Sermon / oder Redempfangen worden/ darüber Canisiuszierlich mit aller Verwunderung geant-wortet. Es hak aber Canisius denMagistrum Sententiarum öffentlich ge-lesen / zu Haust aber versammlet ervil Studenten/ denen läse er andekrnützliche Lectiones für / hierzwischenhielt er vil heyisame Gespräch / undErmahnungen von dem Beichten/undH. Cvmmunion / und andern Tugen-den / darauß vil Nutz erfolget. Dannman sahe bald hernach neun/ zehen /oder mehr Jüngling in der Kirchen / soden Vättern übergeben worden/ zuder H. Communion gehen / daß warnun ein grosses Wunderzeichen / dannzu derselben Zeit wäre der CatholifcheGlauben in den Städten / und Unirversitten also erkaltet / daß man derH. Meß wenig mehr achtete/ ja sogardarunder zu betten sich schämet. AberCanisius bracht bald mit seinem an-dächtigen Predigen so vilzuwegen/ daßman häuffig ihne von Meydung der La-ster / und Übung der Tugenden predi-gen hören wolte/ also daß er auch inein grössere Kirchen znpredigen ziehenmüßte. Under den jungen Leuthenrichtete cr Bruderschafften auf/ dit
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