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Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Capuciner/ und Märtyrer. 47z

Seiten ausgesagt; auf der anderen a- Anfang/ und Vorschub gemacht; unterver durch wunderbahrliche Weiß / und welchen sich P. Fidelis / obschon nochSchlich wider hinein kommen werden. Guardian zu Feldkirch / absonderlichJa einen Officirr deß Ertz-Hertzogen / unterschiden. Paulo dem Fünffren istnachdeme er ihne zu starckmüthigen Er- aufden Apostolischen Stuhl nachgefolgtdaurung deß ihm bevorstehendenSchick- Gregorius XV. Nicht so bald hat di-saals angeftischet / entdeckte er unver, ser Statthalter Christi sein allgemeineshalten / daß seine ihrem Fürsten ge- Hirten -Ambt angerretten / da habentrcuiste Soldaten durch den Wuth der ihme schon so wohl der Durchläuchtig-Rebellen alle wurden aufgemetzgetwerr ste Crtz-Hertzog Leopold / alsderHoch-den / wie sich solches auch durch den or- würdiglste Apostolische Nuntius deß. dentlichen Erfolg alles erwahret. üblen Anssehens deß mit underschidli-

chen Irrthümern angesteckten PündDa er einesmahls zu Feldkirch ge- rens vollständigen Bericht ertheilet /prediget allwo das Volck allzeit in gros- zumahlen auch vorgelegt / daß die Ver-fem Getrcrng zugeloffen ihne anzuhören/ mehrung deren eysrigen Arbeiteren /

( dann er redete so deutlich / daß ihne und Verstärckung deren in lauter Ca-jedermann verstehen kunte) hat er sei- pucinern bestehenden Mißion dem La-gen Zuhöreren geoffenbahret / daß sie tholischen Werfen weniger nicht / alsihne nun daß letste mahl auf der Can- höchst vorträglich seyn wurde. Auftzel sehen/und höreten. Dann er wer- welches dann dtser eyftige Kirchen-de über kurtzen von GOtt durch den Hirt ( nach eingesetzter selbiger vor-Mund seiner Oberen berußen / in Pünd- trefflicher / und der gantzen Catholischenten zu predigen / und alldort von denen Welt so hoch einträglgen LonbreusrioaIrrgläubigen aus Haß deß Catholi- üe propg^gnüg bcle.mitGun.chren de-schen Glaubens gantz gewiß umge- ren Hvchwürd,giften zu eben diser Oon-brackt werden. In einem Gespräch / §re§srion gewidmeter Cardmälen inso er mir einem seiner vertrauteren Brü- Hrufft eines Apostolischen Lreve diedern pflegte/ liesse er sich heraus/ daß Verordnung gethan/ daß > 0 vil Capu-er nremahlen über Altar gienge die cmer zu ivichrm Merck erwählet / undHochheilige Meß GOtt aufznopfferen/ in der Eigenschafft Apostolischer Mißi-ohne daß er in dem Hochwücdigisten onarien in Visen Weinberg bestimmetSacrament bey IEsu mit innbrünsti- wurden / als vil deren nothwendig /' gen Anhalten um zwey Gnaden brttlich und genugsam zu seyn wurde erachtetW anstünde. Erstlich zwar um eine aller- werden. Kaum ist dem kl<rnL§aorgnädigste Bewahrung von aller schwer /^lexanäro 8cgpi - Bischofs zu Campag-ren Beleydigunq GOttes; dann auch na in dem Königreich Neapoli / undum die erwünschte Gelegenheit / und dasiger Orthen Apostolischen NuntioGnad deß Christlichen Glauben willen der Befelch Jhro Heiligkeit / und ge*sein Blut zu vergießen. Und gehe ihm meldten H. Conxre§arion zugekommen/zu seiner innersten Hertzens Zufriden- hat er sich also gleich nacher Baden ei-' heil schon allcrungezweifflet vor / daß ner Stadt in der Eydtgnoßschafft erhos

rr diser letsteren Gnad bald gewähret ben / alldorten sich mit denen versamm-werden / und der grosse GOtt / wel- leren vornehmeren karribus der Pco-> cher das Gebett seiner Dieneren erhö- vintz über daß vorseyende Geschafft von

ret/ seine Begirden erfüllen / auch ihme so hoher Wichtigkeit zu beratschlagen,die jenige Lron mittheilen werde/ um Er legt ihnen das Apostolische Lrevswelche er so angelegenlich angehalten, vor / und vernimmet von ihnen so vil/1 seine Lugend darmit zu becronen / in daß sie allbercit io. Capuciner ausge-

^ dero er sich möglichst grübet zu Ausbrei- sehen / und erkifen / denen aber den Pa-tz rung der Göttlichen Ehr / undGlory. trcm Fidelem von Sigmaringen / als

' das Haupt der Mißion vorgesetzt hät-

s. Der vorsichtige Himmel / wann er ten. Welchem dann der öffentliche Ge-r § A einen mit sonderbahren Vortrefflichkei- walts-Brieff von Seiten Jhro Päbstli-ten begäbet / hat seine Absicht schon chen Heiligkeit/und mehrerhochgedach-ä« dahin / daß er solchem Gelegenheit an- ten H. LonßreAgrion ausgefertiget /schaffen welle / selbige nützlichanzuwen- und überreicht worden/ gestalten diserivm H °den. Nachdem Paulus V. den Laufs mit so raren Vortreffiichkeiten Fromm,.dtrki,lk;o seines Pabstthums und Lebens mit gros- Bescheidemund K lugheit geeigenfchaff-Mtt.Jki sem Ruhm vollendet. haben dre Capu- tet wäre / daß aus denenselben in sol-'lier nn^ einer aus dessen Befelch deme seine Hei- cher Verrichtung weit grösserer Nutz! Aüdtt. Be. ligkeit dem? 3 rriOemenri g un- entsprungen / als man zum Vortheil' ^rs Seraphischen Capuciner - Ordens deß Catholischen Glaubens von jemandür?' Generalen angedeutet/denen Apostoli- in der Welt hätte erwarten/oder wuu-H°lischm' schen Bemühungen schonn einen guten schen können. ^

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