Capuciner/ und Märtyrer. 47-
vermischen / und vergesellschafften soll-te. Diser seiner Blukvergicssung hater vorangesetzt die Erqiessung seinesHertzens/ innmüthigen Zäheren/ Senff-tzeren/ und Gebells/ wordurch er beydem Himmel der Seeligisten Jungfrau-en Mariä / und seinen H. H. Patronenum den Göttlichen Beystand / und Fä-higkeit seine schwere Arbeit in demDienst Christi/ unddes Seelen-Heylsfort zutreiben/ und mit einem großmü-thigen Ende zu crönen. Hierzu hat eraus dem alltägigen Genuß/undKrafftder H. Buß-und Altars Sacramemensich je mehr / und mehr geschicket. Zneinem an den Hochwürdigen HerrenPlacidum/ Prcelaten inderMehreraubey Bregentz/ Benevictiner-Ordens/gestellten Schreiben hat er sich in folgen-den Worten unterzeichnet: ss. k'iclslis
dgpucilE drevi elca vermium. F. Fi»delis Capuciner / und baldige Speistder würmen.Mit ebs einer solchen Un-derschrifft an Frau Sophrdam/ HerrenZacharrä Rainolor von Babenvoll zuFeldkirch Ehegemahlin hat er etlicher-massenvorsagen wollen / wie er gar baldvon den Ealvmisten gefangen / ver-schmächt/mtl Füßen gerrerren/ geschla-gen / und nrchr änderst lramrt wurdewerden / als ein verächtliches Erdwürmrlein. Bey Anbruch deß rz. Aprllröwurde er von denen zu Sevls / ihnendeß anderen Tags eine Predig zu thun/eingeladen / denen er gantz wiUlg zuge-sagt ; ob ihm gleich aus Mvnitcher of,fenbahrung,chon alles voran bewußt /was ihme bevorstünde. Den 24len da-rauf wäre eben nichts anders zu thun /als selben denckwürdlgen R nnplay zubettelten / und die leiste Proben fernerTapfferkeit zu gehen. Damahls nochbey seinem Gesellen zu Grüsch hat ervor anbrechendem Tag nach vollbrach-ter Zäherflüßiger Beicht mir ungewöhn-lichem Eyftr - und Andacht die H. Meßgelesen: Besteigt alsdann die Lantzel/und stehet bey seinen verfammleren Zu-höreren vermittelst einer ,ehr wohl ge-gebenen Predig alles Ernste vahm an,daß sie den Glauben / dem ste zuge-schworen/ standhasttlghalten/ undun-der allen feindlichen einräuften / und Ge-fährlichkeiten jederzeit aufrechte Chri-sten zu seyn verharrten. In währen-der drser Zuced ist er durch eine ,usseVerzückung gähstng entsinnet eine Zeit-lang gantz unbeweglich mir flammendemAngesicht, und starrgen Himmel gerich-teten Augen da gestanden / welche dieZuhörer voller Erstarrung angesehen.Wie er von diser Verzückung zu sichsechsten gekommen / hat er sein Predigvollends beschlossen- Nun wäre es andem / daß er nach seinem gegebenen
Wort Sevis zu den Weeg under dieFüß mmmete; bevor aber befilcht etseinem Gesellen die H. Meß zu lesen ,die Catholische Beicht zu hören / dasAllerheiligste Sakrament darzureichen /denen Glaubens-Neulingen ChristlicheLehren zu halten / und was sonsten der-gleichen Mißionarien-Geschäfft waren /zu verrichten. Bey nemmenden leistenUrlaub an statt trauriger Gebärden hater die gröste Angesichts-Fröhlichkeit ansich spühren lassen/ eben als ob ihme je-mand eine angenehmste Zeitung ge-bracht hätte / zu ihnen fangende: Ichgehe auf Sevis / alldorcett meinenDienst zu vollenden / obwohlen ge-wiß weiß / was sie alldorren fuv Listwider mich auskochen. Aber ichförchte mir um nichts / wann ich nurmein Ambt erfülle / so mir ist auser*legt worden / das Evangelium znpredigen. Worauf folgere under zar-ter Umarmbung das endlich behütGOtt. Von bannen lauffte erden ge-raden Weeg Sevis/ einem ohnweitGrüsch gelegenen Dorfs / der Kirchen /und Cantzel zu / allda oem verfammlet-uud begingen Vokck mit der verspro-chenen Predig genug zu thun. Er er-sihel an dem Rand der Cantzel folgen-de angeschribene Wort: Heur wwst dunoch predigen / aber sonst nimmer.Dise von lym gantz wohl verstandeneTroh Schufst har rhne mi geringste nichtirr gemacht: Massen er dann unveran-derer vie Prevtg / und jenen aus demH. Paulo entlehnten Vorspruch ange-fangen : lllnus Öominus , rma 6 äes »uuum Lapritmg. Es ist em HErr / einGlaub / em Taust. In dem Fortsatzsolcher gantz eigentlich auf selbe untüch-tige Begebenheiten gespitzten Drscour-ses / hat er eine gantz deutlich- schreyendeStimm gehört; HTslchrmchr so srcven-»ich. Aus dise folget ein Knall einer gela-denen / und auf den Prediger / aberohne dessen Beschädigung gelößtcnMusquetem Kaum wäre die Prediggeendigt / sihe/ da erhebt sich ein gros-ses Geraffel der Waffen; da dann dieaufrührt,che mit allerhand Schüß Hau-Srech Und Schlag Gewehr / als Mus-gueten/ Schlacht-Schwerder- Helle-parten/ und Stern Kolben bewaffneterdaher gelösten / die Kirchen mit grösserGefahr / und die inweftnde Catholische/im Fall sie sich deß Predigers annehmenwurden / anzufallen. Nach disern ist erab der Cantzel g< stjgen / und hat sich vordem Altar auf seine Knye darniderge-worffen. Worvon nach verrichtetemkurtzem Gebett er sich / Und ausser derK irchen erhoben; dcne aber der obschonCalvinische Meßner bittlich gewarnet /in der Kirchen- als einem vor ihn weitO 0 0 z siche-