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Capuciner/ m
denfthasst sich in dem Zimmer herumschleppen müssen. Neben dem Wach-holder-Geist oder Oel hat er auch vilandere Hülsss Mittel versucht; aber al-le unkräfftig erfahren. Einstens nach-denke er seiner Hoffnung nach daß aller-kräfftigste / wo nicht Hülff-doch Liffe-rungsrMiktel angewendet / und gleich-wohlen noch 5. Wochen in dem Bethgleichsam angenagiet einigen Tritt aus-ser dasselbe um alles in der Welt nichtzusetzen vermöchte/wurde er von zwey-en Capucinercn besucht / welche ihmenebst machenden Zuspruch seine eben da-mahls höchste Schmertzen Christlich zuerdulten/ihme auch den Seegen ertheilt/worvon ihme gedunckt nicht nur eineErquickung zu empfinden/ sondern auchin den Stand gekommen zu seyn/ ohneandere Hülffaus dem Beth aufzustehen.Deßwegen sich dann entschlossen / fürsich selbst in die Capuciner - Kirch zuFeldkirch eine Wallfahrt zu verrichten /welches er auch nach z. stündiqen mühe-samcsten Kriechen/ und Hincken/ undalso überstandenen Visen nur halb ständi-gen Weeg erreichet / und in selber denseeligen Märtyrer Fidelis um seine vil-mögende Vorbitt inständig angeflehnet.Entzwischen verlangte er / es mochte ihmeiner aus dcsselbigen Convents Vätterndie ^rebe thun/ und das Schwerd /wormit der seelige Blut-Zeug Christiso hcfftig verwundet worden / ihme aufden Rucken legen. Giückseeliger Ein-fall ! kaum hatte dlses Schwerd den sohart gequälten Rucken berührt / hatsich der zuvor gantz krumme ohnschwäraufgerichtet / aller Schmertzen loß / nacherzeigter Danckbarkett auf / und dar-von gemacher/ und chenderalslneinerViertelstund seine Wohnung eingehoh-let/ um mit Erzehlung der wunderthä-tigen Gnad die Haußgenossene seinerüberschwencklichen Freud theilhafftig zumachen. Gethanes Wunder wäre vondahero um so augen-und wahrscheinli-cher / als er noch selben Tag eine schwä-re Bauren- und Feld- Arbeit verrichtet.
Anna Fritscherin von Feldkich wärewegen annähender ihrer Gebutts Zeit/und Abwesenheit ihrer gewöhnlichenHebamme voller Aengsten, dahero ge-müßiget eine andere zu bestellen. Nunist ihr eine zu Theil worden/ welche un-ter dem Schein einer ehrlichen Persohneine heimliche/und allerärgste Hex wä-re. Die Anna wird durch glücklicheEntbindung Mutter zu einem Tochter-lein / so sie im H. TauffCatharina woll-te benamset wissen. Die verruchte He-bamm aber hat aus disem armen Kinddem leydjgen Sathan ein Präsent / undOpffergemacht/ demefie m einemPä-
d Märtyrer. 48/
pele die Zauberey zugebracht / lauth ei-gener in ihrer Gerichtlichen Verhütung/und nachmahliger Vrrurtheilung getha-nen Geständnuß. Das Töchterlein er-reichte das i2. Jahrs seines Alters / oh-ne daß sich wehrender diser Zeit das ein-wohnende Malcfitz im geringsten geäus-seret hätte. Biß die ungiückseelrge daßerste mahl zur H Commumon zugelas-sen worden ; wobey es dann jo schwerzu gegangen / daß sie den Heil. Parti-cul kümmerlich hinab zu schlucken ver-mocht / hernach hak sie ein solcher Lckelwlderdise Sacramentalische Gpeiß an-gestoßen/ daß deren blosse Benamsungsie schier zum erbrechen gebracht. Sol-che Anzeigungen haben die insißendeZauberey teutsch genug verrathen. Deß-wegen dann das arme Mägdlein auf je-nen Welt - berühmten MarianischenGnaden Sech zu Emsidlen geführt/ undermähnet worden / zu forderlicher Be-freyung von so üblen Gast ein Sacra-mentalische Beicht aller ihrer Sündenabzulegen / der ihrem guren Willen ü-berlegene Gewalt deß Sarhans hat siegantz stumm / dre angemcndte Priestersliche Teuffels Beschwörung / und Kir-chen-Geberrer / und Auflegung vorneh-mer Heylthumer / aber vor drßmahl ver-geblich gemacht; ist dahero in vorigemarmseeligen Stand nacher Hauß zurückgekehret. Ja es haben die höllische -Geister angefangen sie hernach weit är-ger zupeyn>gen/und zu versuchen/nichtallein sich selbst / sondern auch ihre ei-gene Mutter zu ermorden. Das Wü-then / und Toben der Teuflischen Be-sitzer hat auch die elende Besessene alsoverstattet / daß sie im Angesicht / undHals aufgeschwollen / einem grcßlichenAbentheur gleichere/ so raujste sie ihroselbsten auch die Haar Hampfflentvejßaus; mit denen Näglen der Finger zer-kratzen sie ihr daß Angesicht/und flössetden Äopff mit solchem Gewair gegendie Mauren/ daß derselbe natürlicherWeiß hätte zerspringen sotten. DerTrüffel liesse sich ihro durch ihren Mundmit abscheulichen Brüllen / bald durchheimliche Zusetzungen vermerckcn / siesolle sich selbsten ertrotzten / oder dennächsten besten Felsen hinabstürtzen / 0-der durch Hunger sich den Todt anzu-thun / wie sie dann zu Zeiten«, qantzerTag aller menschlichen Speiß sich ent-halten ; ihre Speisen waren alle bene-diciret/ aber ebendarum hat der ver-derbte Magen deren keine behalten kön-nen/ sondern gleich wider zurück geflos-sen. Sie ist mehrmahlen nacher Ma-riä Emsidlen gewallfahrtet / wo sie zwardie Gnad gehabt zu beichten / alleindas Malefitz wollte nicht weichen. Vonbannen sie so gar naher Mayland zu
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