Capuclner/ und Märtyrer. 4-z
gehalten/ 145. sehr herrlich rund au-genscheinliche Wunderzeichen eingekom-men / und verzeichnet/ auch mit ge-schworener Gezeugnuß besteiffet wor-den ; deren um dijer History ein End-u machen/ nur noch etliche einführenwill.
Erstaunlich ist/ was der Anna Wein-germ von Preislagen zugestanden. Esist diftm ehrlichen Weib auf den Weegin einem Feld ein Mann von einer sol-chen unnarürlichkn Gestalt / dergleichensich niemand einbilden könnte / begeg-net. Seine Augen waren hoch aufge-schwollen/ und wie feurige Kohlen ent-zündet ; das Angesicht zum heßllchstenverstattet; der Halß von 2. abhängen-den Kröpften abscheulich / Summa leinlauteres Monstrum. Das Weib des-sen näher ansichtig / hat mehr gewust zuUrtheilen / db Vifes ein Mensch / oderein Teufel wäre. Er laufft ihr nach inden Gebärden sie zu umhalsen. Sieaber überlauth schreyende / flöhe auchaller Möglichkeit/und in solcher Forcht/daß sie darvon hätte sterben mögen.Weil sie eben zu disem Unglück schwan-ger gienge / hat der Schröcken ihrerEinbildung die heßliche Gestalt dermas-ftn lebhafft eingedruckt / daß selbe demseiner Zeit gebohrnen Knäblein anhän-gig verblieben. Massen dises in denAugen/ Angesicht/ und Kröpssen demangesehenen Wunder-Thier gantz ähn-lich wäre. Da dje Mutter/ unv Hauß-genossrne dises erschröckliche Schauspchlersehen / ist nicht auszusprechen / mitwas für emem Grausen / und Schrö-cken sie überfallen worden; nicht wissen-de / was sie mit dlser Mißgeburt an-fangen sollten. In solcher Verwirrungwerden sie schlüßig das Kmd nacherFeldkirch in die Kirchen deren Capuci-neren zu tragen/ und alldorten in jeneCapellen zu legen/ wo die Heylthumdeß seeligen Märtyrers verehret wer-den/ in unzwessflenderHoffnung/ all-dorten Gnad zu erlangen; nachdeme dieEiteren ihr Andacht verrichtet/ hat sichim Augenblick dise unnatürliche Gestaltin eine annehmlichere veränderet; undüber etltch Tag seynd auf Berührungeiniger Heylthumer deß seeligen Mär-tyrers die Kropff/ und andere förchtigeUnformen verschwunden / und das Kindhingegen gantz sauber erschinen.
Die Kloster-Frauen ZU AltenstattNächst Feldkirch litten den grösten Man-gel an Wasser; haben deßwegen einenBrunnen/ oder Cistern zu graben an-gefangen. Aber wie tieffer die Arbei,veiter in die Erde hinab getrungen / jewehrer trückne / und Dürre haben siek'. I^lurer, Vie^» Schweitz.
gefunden. Die gute Kloster-Frauendises ersehende / haben ihre Zuflucht zudem Diener Christi gefastet / und des-sen Reliquien zu Feldkirch mit andächti-ger Verehrung besuchet. Und sehetWunder! in demselbigen Augenblick/dasie auf der Erden knyend den seeligenFidelem um Wasser-Hilffangeschryen /ist eine reiche Huell hersür geschossen /welche so vü Wassers hergegeben / daßwann schon Uly / und um wegen grosserTrückne ein allgemeiner Mangel ent-standen/ dannochber Kloster Brunnenallzeit in allem Überfluß Wasser-reichwäre / woraus nicht nur die Kloster-Frauen/ sondern auch dieNachbahrettdre Nothdurfft zu schöpften hauen.
Johannes Schmid hatte ein Löch-terlem/ Catharma mit Nahmen / wel-ches von denen Kinds-Biatteren ay derZungen dermassen verderbt wäre / daßes nach gantz vertohrner Red etlicheMonat stummverbltben. Die mitley-dige Mutter hat ein Menge deren Mitt-len Versucht / aber ohne die mmvisteWürckung. Sie geht mit samt demKind nacher Feldkirch / und m dre Ca-pell/ wo die Reliquien deß seeligen Fi-delis in Verwahrung stunden. Nachallda verrichtetem kurtzen Gebett fiengedas Kind an ein wenig zu stammle» /Und gienge darmit nacher Hauß. Sieführet es daß andere mahl d^hin/ undHörer aufder Stelle deß pflegenden Ge-betts es etliche vornehmltche Wort da-her sprechen. Aufdte dritte anbemelv-tes Orrh angestellte Wallfahrt / undabgelegte Andacht bekommt daß guteKind die vollkommene Red / an wel-cher sie alle andere ihres gleichen Über-masse.
Vtl andere haben auch Gelübd ge-than/ die Heylthumer zu Feldkirch zubesuchen ; und haben dardurch augen-blicklich ihre Geiunvheil erhöhtet.
Simon Sonderberger würde vdttheffttgemFuß-Schmertzen erlediget.
Catharma Neyerin an einem vil-fältig / und übel verwundeten Armbgeheylet.
Johannes Ziegler von Mutterleibün mrt der Beschwärnuß zu reden ver-unglücket; mit einer gantz fettigen Redbeglücket. ^
Georg Pimpel von der jährigen /Und harten Fieber-Plag befreyet.
Maria Bayerin auch vom Fieber /und gänhlicher Krafftlosigkett deßArmbö.
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