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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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der Mensch sich überhäufet sah; und esläßt sich leicht schließen» daß der mit Ver-nunft begabte Mensch unter allen Geschö-pfen zu besondern Pflichten seinem Herrn,und Schöpfer verbunden gewesen sey.

Wie würde aber der auch mit so herr-lichen Gaben beschenkte Mensch, alle diesePflichten erfüllet haben» wenn ihm Gottnicht ein Kenntniß von sich selbst, und sei-nen Werken eingegossen hätte! indessenließ sich doch der Unvorsichtige von derSchlange betäuben; übertrat das Geboth,das ihm der Herr gegeben hatte; und stürz-te sich, und alle seine Nachkömmlinge indie Elende» unter welchen wir noch heu-te schmachten müssen.

Es bedarf nur einige Blicke durch alleZeit-Alter auf das menschliche Geschlechtzu werfen, so wird man entdecken, daßGott den Menschen nicht wie er ist, undwie er bis nun gewesen, geschaffen ; son-dern daß der Fall die traurigen Folgen nachsich gezogen, denen wir noch heute unter-worfen sind. Kaum war der Fall gesche-hen , so zogen sich unsre ersten Aeltern nichtnur den Tod des Leibes, und die ElendeAeses Lebens , sondern auch den Tod derSeele zu, und verloren die Gnade, dieHeiligkeit, und Gerechtigkeit.

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