Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
53
JPEG-Download
 

5Z

Würdigkeit nie absprechen konnte» aufschla-gen, daß Gott sich geoffenbart, und waSer schon in den frühesten Zeiten geoffenba-rt habe. Indessen darfman nicht zweifeln,daß die Offenbarung unverkennbare Zeichender Göttlichkeit an sich haben müsse. Ih-re Lehren müssen heilig, und gotteöwürdigseyn; sie müssen dem Menschen auf eineGott anständige Art bekannt werden; siemüssen Dinge, die über unser Vernunft,enthalten; sie müssen mit Wundern, undWeißagungen bestättiget; zu Beförderungder Glückseligkeit der Menschen, und derStaaten dienlich seyn.

Wir dörfen nur die Bücher des Mo-ses, und alle übrigen Schriften, welche derHöchste den so genannten heiligen Schrift-stellern des alten Bundes eingegeben, undwelche das Volk Gottes hernach als Hei-lige, und Göttliche angesehen, und sorg-fältigst erhalten hat, in die Hände nehmen;und wir werden ersehen, daß sie alle Zei-chen der Göttlichkeit an ihrer Stirne tra-gen. Selbst die Weisen der Völker gebenuns davon Zeugnisse, welche auch die Spitz-findigsten aus den Philosophen bis auf uns-re Zeiten zu untergraben nicht fähig wgren.

Die Verfasser dieser heiligen Denkmäälerkonnten nicht, und wollten nicht betrügen;noch hatten sie Ursache mit Falschheiten um-D 3 zu-