Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
58
JPEG-Download
 

58

der das Kenntniß des wahren Gottes nochmehr zu befördern» und seinen Dienst beymVolke zu befestigen suchte.

Man darf nur das drey und zwanzig*ste Kapitel des Buchs der Kroniken nach-schlagen: und man wird finden, mit wel-chem Eifer sich dieser König um die Reli-gion angenommen habe. Die dem Abra-ham ertheilte» und dem Jsaak und Jakobwiederholte Verheißung war vorhanden»ob sie schon ziemlich ins vergessene zu ge-rathen anfieng. Unter David aber nahmdie andere Periode der göttlichen Offenba-rung von dem Messias den Anfang, inwelcher die Kenntnisse des künftigen Erlö-sers merklich erweitert wurden.

Was David so glücklich angefangenhatte» setzte auch Salomo zu erst fort» wel-cher auch» um den Gottesdienste noch glän-zender zu machen» seinen prächtigen Tem-pel aufführte. Indessen bewies auch derWeiseste unter den Königen, was die über-handnehmenden sinnlichen Lüste vermochten,den Menschen von Gott zu entfernen» undsich in Ausschweifungen» welche selbst zuden größten Aergernissen zu leiten vermö-gend sind, und in die gefährlichsten Ab-gründe zu stürzen.

Der Hang zur Abgötterey schlich sich

auf