Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
65
JPEG-Download
 

65

Und eben diese heilsamen Lehren wa-ren der Weg, welcher das Volk Gotteszur zeitlichen und ewigen Glückseligkeit lei-tete. Es mangelte ihnen nicht an Geheim-nissen , an die sie glaubten, an ein Wir-kung von oben, die der Herr auf sie hesrabthaueke; und man darf nicht zweifeln»daß sie sich genau an die Offenbarungenhielten. Man darf auch nicht sagen, daßdas christliche Gesetz.weit schwerer; da dasVolk vor der Ankunft des Messias zu ei-ner so großen Menge von Gesetzen verbun-den war.

15 -

N^er soll sich aber nicht verwundern, daßdas außerwählte Volk auch bey denherrlichsten Anstalten, welche der Herr, undeifervolle Männer auf seine Befehle getrof-fen hatten, oft so unbeständig, und sich sooft widerspenstig entgegen gesetzet habe. Esgeschah noch vor der Ankunft des Messias,daß dasselbe alles Eifers ohnerachtet, denman für die Lehre und Religion äußerte, inseiner Mitte die greulichsten Spaltungen er-regte; und sich in mehrere Sekten absonderte.

Es ist unnöthig, daß wir die verschie-denen Partheyen derselben anführen. Alsdie Griechen Asien erobert hatten; verbrei-tete sich die pythagorische, und epikurirErde, dre rc. E sch?