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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
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Kap. ZO. Du allein, die Braut Jesu Chri-sti , die wahre Mutter der Gläubigen, giebstdeinen Kindern die Unterrichte, die ihremStande, ihrem Alter, ihrer Fähigkeit, ih-rem Karakter zukommen. Du lehrest dieWeiber ihren Männern unterthänig , undgetreu zu seyn; nicht ihrer Lust-Begier-de genug zu thun, sondern ihnen Kinderzu geben, und mit ihnen die Sorgen einerFamilie zu theilen.

», Du lehrest die Männer, daß ihre Au-thorithät keine tyrannische Herrschaft überdas schwache Geschlecht, sondern ein Bandder Zärtlichkeit, und Mildigkeit sey; dieKinder, daß ihr Gehorsam von Herzen ge-hen müsse; die Värer, daß ihr Gewaltdurch dre Liebe gemässiget seyn müsse; dustiftest unter den Brüdern ein Band derReligion, das stärker und Heiligerist, alsjenes des Bluts, unter den Freunden undVerwandten eine viel zärtere Liebe, alsselbst die Anmuthungen der Natur sind.

Du machst den Knechten die Noth-wendigkeit zu gehorsamen gelind, indem dudie Herren erinnerst, daß Gott eine geist-liche Bruderschaft unter ihnen, und ihrenKnechten gestiftet habe; und sie ermähnest,mehr durch Vernunft» als durch Gewaltzu regieren. Der gemeinsame Stamm, anwelchen du unsern Ursprung hinauf leitest,

macht,