Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
116
JPEG-Download
 

n6

Christenthum nur mit Außzügen ihre Spöt-tereyen an. Würden sie wider die Stär-ke der Beweise gerade mit der Stirne an-stofsen ; so würden sie ins Abgeschmacktefallen, wie Voltaire; oder würden sich miteignen Waffen durchbohren wie Rousseau.

Sind nicht ihre Kämpfe nur leichteScharmützel ? sehen sie etwas im Großen?Sind es nicht nur hie und dort von Wei-tem, und ins Weite ausgeworfene Pfeile,welche sie mit Hilfe einer Anekdote, oderSpaßrede trefen lassen? Alle Bemühungenihres Witzes werden sich zerstoßen» und aneinem unüberwindlichen Felsen zertrümern;da sie im Gegentheile die größte Ehre sicherwerben könnten, wenn sie sich in denSchranken der Laufbahne, die ihren Ga-ben angemessen war, eingehalten hätten.

Zv.

l^esus Christus, dessen heilsame Lehren wirbis nun erwogen haben, war Gott undMensch; und hatte sich erniedriget, dasgesammte menschliche Geschlecht zu versam-meln; §ine Gesellschaft aller Menschen, denHöchsten nach seinen Vorschriften zu ehren,hienieden zu stiften ; eine Lehre, die allge-mein seyn sollte, zu verbreiten. Seine Leh-re konnte nur eine, und dem Höchsten ge-fällige, seine Religion, und Gottesdienst

nur