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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
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Mensch durch den Glauben allein ohneMerke gerechtfertiget werde; daß die bisnun beobachtete Ohrenbeicht in der Kir-che nichts, als eine menschliche Erfindungsey; daß im Abendmahle noch Brod vor-handen sey.

Er lehrte ferner, daß die Messe nichtvon Gott eingesetzet, noch für ein Opfergehalten werden soll; daß die Priester nichtan den Cälibat gebunden seyn; daß dieAblasse nur Betrügereyen; daß es eineSünde, nur aus Furcht der Hölle eineReue erwecken; daß man die Heiligen we-der anrufen, nach verehren könne; daß dieGuten allein Glieder der Kirche; daß dasFegfeuer ein Gedicht sey, daß Gott demMenschen unmögliche Dinge gebothen ha-be ; daß die Gelübde teuflische Aberglau-ben , gleichwie die Fasten, und Abtödtun-gen; daß gute Werke zum Heile nichts nü-tzen , sondern Sünde seyn; daß der römi-sche Papst der Antichrist; daß die Schriftallein die Richtschnur des Glaubens sey...

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gleichwie aber Luther Deutschland; eben^ so steckte Calvin Frankreich, und Zwin-get die Schweiß mit dem Gifte an» dassich hernach so weit verbreitet hatte. Frank-reich , Deutschland, England, Schweiß»

und