Buch 
Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
256
JPEG-Download
 

256

Abendmahl ein Genuß des Brodes undWeinS zum Andenken des Todes Christi.

79 -

/Ks ist unnöthig fernere Beyspiele, die oh-^ ne Zahl wären, anzuführen. Hörenwir aber noch Herrn Stark, ehemaligenLehrer der Theologie, und Hosprediger zuKönigsberg, nun Lehrer der Philosophiezu Mietau. Ehemals, sagt er an der 68.Seite seiner freymüthigen Betrachtungenüber das Christenthum, Berlin 1780. Ehe,mals als daS Christenthum entstand, gab.esLeute, die man» wie das kindische Namcngebßaufkam, wohl gewiß Deisten würde ge-nannt haben: dieß waren solche, die demGötzendienst entsagt hatten, und ohne Ju-den zu werden, und sich den Aufforderungender jüdischen partikular Religion zu unter-werfen , den einigen wahren Gott anbethesten, und ein tugendsames Leben führten.

Und diese werden von den ApostelnGottesfürchtige aus den Heyden genannt.Der Name macht nichts aus. Aberwenn gleich die Hauptendzwecke des Chri-stenthums sind : 1. Das Bekenntniß deseinigen wahren Gottes allgemein bekanntzu machen. 2. Alle Trennungen, in Re-ligionssachen unter den Menschen zu heben,und sie in einer allgemeinen Religion zu-