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Die Religion am Ende des achtzehnten Jahrhunderts / von Paulin Erdt
Seite
306
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Welt wird zwar vergehen, aber die^ Worte des Herrn werden ewig bleisben. Wir haben den Beystand des Erlö-sers nicht nur zu bewundern, sondern fürdenselben in unsern gefährlichen Tagen Dankzu sagen. Wir müssen uns in dem Glau-ben befestigen, und alle Anfalle mit wach-samem Auge erwegen, und denselben mitder Starkmuth der ersten Gläubigen wi-derstehen. Es kostet uns heute doch nochkeine Erduldung der grausamsten Märter,feinen Verlorst unsrer Güter, keine Ent-fernung von unsern Freunden, keine Blutsvergießung; wir haben uns nur wider Stür-me zu bewaffnen» die wir ohne so großeBeschwerde ausfliehen können.

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Jesus Christus Gott und Mensch hatams eine Religion verkündiget, die bis ander Welt Ende dauern soll. Seine Apostelzeichneten seine Lehren in seinen Schriftenauf, und verbreiteten sie mündlich. DieKirche» die allezeit die nämliche seyn muß-te, die Grundfeste der Wahrheit, bewahr-te die erhaltenen Unterrichte; das Evan-gelium verbreitet sich in die ganze Welt»unter unzählbaren Hindernissen, ohne welt-liche Macht und Ansehen. Der Herr be-festigte seine Kirche durch Erfüllung seiner

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