Buch 
Kurze Darstellung des staatsrechtlichen Verhältnisses der gefürsteten Abtey St.Gallen in Helvetien zu dem deutschen Reich : mit 10 Beylagen
Entstehung
Seite
16
JPEG-Download
 

ju Craili : Herr auf der Windischen March und zu Portcnau : Grase zu Habspurg,'zu Tyrol, zuPsirrt und zu Kyburg : Marggrave zu Burgau, und Laudgrave im Ellsaß, Bekennen offenlich mitdiesem Brief, und tun kupd allermeniglich. Wiewol wir aus angcborner gürte und keyscrlicher mil-tigkeit geneigt sein allen und yeglichrn unsern und deß heiligen Neichs Underthanen und getreuen unserKcyserlich Gnad mitzutheilen so ist doch Unser Keyserlich Gemüt mer begirlich gegen denen, die unsund dem heiligen Reiche, als die nechsten Gelider die Purde und Sorgfeltigkert desselben, mit stettengetreuen Dtnsten helffen tragen.

Wann uns nu der Erwirdtg unser und des Reichs Fürst und lieber Andechtiger, GothardAbte des Gotzhauses zu sannd Gallen durch sein Crber Potschaft hat fürbringen lassen, wie Er merk.ticher Ursachen halben verhindert werde, sich difer Zeit an unsern Keyserlichen Hofe zu fügen, seinund seines Gottzhauses Regalia, Lehen und Weltlichkeit Pcrsöndlichen von uns als Römischen Kcyser,in Massen Er zu tund schuldig und willig were, zu empfahen, und uns darauf diemütigklichen an«gerüffen und gebetten > das wir Jme dieselben sein, und seines Gotzhauses Regalia , Lehrn und Welt-lichkeit, mit sampt der Grafschaft Togkenburg, auch dem Hofe und Weiler Kriessern und Anwyle,und allen und yeglichen ihren Mannschaften, Herrlichkeiten, geistlichen und weltlichen Lchenschaften,Hohen und Nidern Gerichten, Landgerichten, Zöllen, Gleitten, Gredhewsern, Freyungen, Lasern,Vogtheyen > Leuten, Zehenden, Zinsen , Nützen , Gülten, Gerechtigkeiten und Zugehörungen, nichtsausgenomcn noch hindangesezt, so von uns und dem heiligen Reiche zu lehen rüren, und weilend seinvorfordern Abbtr von uns und dem Reiche zu lehen inngehapt, und berüblich herbracht und besessenhaben zu lehen zu verleihen.. Und -Ine und das genannt sein Gotzhaus mit sampt seinen Leuten undGüttern in unsern und des heiligen Reichs, sunder Gnad, Verspruch, Schutz und Schirm zu kle-inen gnedigklich geruchten. Deß haben wir angesehen sölich des genannten Abbts Gottharts diemü-tig zimlich bete, auch die getreuen annemen und willigen Dinste, so sein vorfordern weilend unsernvorfaren uns und dem heiligen Reiche in menigfeltig weise getan haben, und er Hinfür zu tünd sich

willig erbewt.

Und darumb mit wolbedachtem Muote, guotem Rate und rechter wissen demselben Abbt Got-harten zu sannd Gallen alle und yegttch, sein und des gemelten seines Gotzhauses Regalia Lehen undWeltlichkeit, mit sampt der vorberürten Grafschaft Togkenburg, dem Hofe und Weyler Kriessern,und Anwile, und allen und geglichen Iren Mannschaften, Herrlichkeiten, geistlichen und weltlichenLehnscheftcn, Hohen und Nidern Gerichten, Landgerichten, Zöllen, Gleitten, Gredhewsern, Frey-ungen, Lasern, Vogteyen, Leuten, Zchenden, Zinsen, Nützen, Gülten, Gerechtigkeiten und Zuge-hörungen , nichts ausgenommen noch hindan geftzt, wie daune die von seinen vorfordern AbLten zusannd Gallen auf Ine kumen sein und Jme und demselben seinem Gotzhaus rechtlichen zugehören, zutehen gnedigkttchen verletzen, was wir Im von rechts und billicheit wegen daran verleyhen füllenund müscn.

Auch Ine und dasselb sein Gotzhaus mit allen seinen Leuten, Güttern und Zregehörungin inunsern und des heiligen Reichs sunder Gnad, Verspruch, Schutz und Schienn genomen und empfan.gen. Leyhen Jme die gemelte Regalia und Lehen, nemen und empfahen-Ine und sein Gotzhaus mitsampt seinen Leuten, Güttern und Zugehörungen also in unser und des Reichs sunder Gnad, Ver-spruch, Schutz und Schirm, alles von Römischer Kayscrlicher Machtvolkumenheit, wissentlich inCrast biß Briefs, Dieselben Regatta und Lehen nu fürbaßhin von uns und dem heiligen Reiche inLehensweise iiinzuhaben, zu besitzen, nutzen und zu messen, in allermassen die sein vorfordern Abbtebis auf Ine gehapt, besessen, herbracht und genossen, Darzu auch alle und yeglich Gnad und Frey-heit haben und zu gebrauchen , die ander so in unser und des Neichs sunder Gnad, Verspruch,Schutz, und Schirm seyn, haben und gebrauchen von Recht oder Gewohnheit von allermännigklich

unver-