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Wahre und mit unwidersprechlich-Evangelischen Gründen Behauptete Lehr, Von der Nothwendigkeit dess Heiligen Tauffs : bey welcher zumal alles das widerlegt, was neulich in einer also-genandten Schrifftmässigen Verthätigung von einem Reformirten Doctore den Römisch-Catholischen opponirt, und entgegen gesetzt worden
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von dem Glauben Mbk wird zu dem Hebra'em' n, ohne den Glaukenist vnmöglkch Gott zu gefallen: Also wird bey dem Ich. am 5. gesagt-'Ohnmögllch sehe/ daß jemand ohne den Tauffdae ewige Leben erlange.

Dahero gleichwie der Glaub zu der Seeligkeir lediglich vonnö-then ist/ auch denen/ welche ohne ihre Schuld in demVnglaubenftynd (als wie bey denen Kindern der Türcken vnd der Vngiaubigenju sehen ist/) aljo hat es auch ein Bewandrnuß mit dem Taust derKlndercn.

XVI.

Sechster Dnwurff deß Widersachers ist Num. 10. man pflege«kt allezeit die Wort der Schrifft in dem eigentlichen vnd wahren,sondern bißweilen für ein Vorbedeutung/vnd in dem Geistlichen Ver-fiandzunehmen/ dahero ftyebey dem Jchannes amdas Wasserauch also zuverstehen.

Antwort. Dise Wott -Verkehrüng ist vilmehrtachens / alswiderlegens würdig: Es ist nit die Frag / ob das Wasser bißweilenfür ein Bedeutung/ oder Geistlicher Weiß zu verstehn ftye/ sondern die

Frag ist/ ob solches an/etzo rvider aller Vcitter/vnd der Kirchen Mel-Ming vnd Gebrauchs auch wider den Jnnhalt der Schrifft selbstensolle figürlich vnd Geistlicher Weiß ausgelegt werden / vnd wo dieSchrifft rede/ das Wasser/ von welchem Ioh.am; geredt wird/wer-de nit in dem eigentlichen vnd Buchstäblichen Verstand/sondern nurzu einer Vorbildung genommen; dann wann die Schrifft dises nießlgt/( wie sie es warhafftig nit sagt / auch der Gegentheil kein Stellder Schrifft angezogen / noch anziehen können/) so folgt ja daraus/daß der Gegmlheil die Schrifft nach Gutgeduncken auslege/vnd aufsolche Weiß aus dem Evangeliovnd dem Wort GOrtes / ein Workvnd Evangelium deß Menschen mache; auch wann man einmal zu-last/die Freyheit wider den natürlichen Verstand vnd gemeinen Ge-brauch/ die Wort auszulegen/ so wird nichts klar vnd Halters in derHeil.Schrifft mchr zu finden seyn. Es Fönte in den Weltlichen Ge,schafften kein Glaub / kein Sicherheit/vnd kein Gemeinscbaffl mehrbestehen/sondern müste alles denen Verwl-runqm vnd betrieglichemHmde'gehn vnttrworffen seyn/wann man dises ie einmal wolte auf-kommen lassen. Wievilmehr wurde stch ein solches wabr fiMn/ inMeliqmns vnd Glaubens Sachen/welche (sonderlich nach Meinungdes Gegenteils) anders nichts als das Wort Gottes zum Funda-ment haben?

D r XVll.